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Russland

Entdecken Sie in Ihrem Urlaub in Russland die prächtigen orthodoxen Kirchen, uralte Klöster, barocke Paläste und eine atemberaubende Natur.

Überblick

Goldene Zarenschätze, prächtige Ikonen und farbenreiche Zwiebeltürme sind das Markenzeichen Russlands. Im Urlaub können Sie diese außergewöhnlichen Attraktionen vor allem in den beiden Metropolen Moskau und St. Petersburg besichtigen. Russland ist aber noch viel mehr: Flusskreuzfahrten auf der mächtigen Wolga und über die Seen des dicht bewaldeten Kareliens eröffnen Ihnen auch einen Blick auf die wildromantische Natur des Landes.

Geografische Lage
Russland ist flächenmäßig das größte Land der Erde. Von der Westgrenze zur Ukraine, Polen, den baltischen Staaten und Finnland erstreckt sich der Staat über mehr als 9.000 km nach Osten bis nach Kamtschatka und der Grenze mit Japan aus.

Größe
Russland umfasst eine Gesamtfläche von mehr als 17.000.000 km².

Einwohnerzahl
In Russland leben derzeit etwa 142 Mio. Menschen.

Sprache
Landesweit ist Russisch die wichtigste Sprache. Daneben werden mehr als 100 andere Sprachen in den Provinzen gesprochen, u.a. Tatarisch und Tschetschenisch.

Flughafeninformationen
Die wichtigsten Flughäfen befinden sich in Moskau (VNU, DME, SVO) und St. Petersburg (LED).

Reisepass/Visum
Für die Einreise nach Russland wird ein Visum bei einem Aufenthalt von über drei Tagen benötigt.

Landesvorwahl
+7

Währung
Russischer Rubel (RUB)

Kreditkarten
Mit VISA/MasterCard können Sie an nahezu allen Bankautomaten Geld abheben. Die meisten Geschäfte akzeptieren ebenfalls Kreditkarten.

Zeitzone
UTC+2 bis UTC+12

Die klimatischen Bedingungen in Russland

In Russland herrscht kontinentales Klima, die Sommer sind also heiß und trocken und die Winter kalt. Mit der Schneeschmelze im März und April kommen die ersten Urlauber nach Moskau und St. Petersburg. Letzteres ist besonders Ende Juni während der „weißen Nächte“ ein beliebtes Reiseziel. Im Hochsommer gehen viele Kreuzfahrten auf Tour, da dann im europäischen Teil Temperaturen zwischen 20°C und 25°C herrschen. Der Nordkaukasus mit seinen Küsten am Schwarzen und am Kaspischen Meer ist im Vergleich dazu ganzjährig wärmer. Im subtropischen Sotschi sinkt das Quecksilber nur selten unter die 10°C-Marke.

Russlands Sehenswürdigkeiten: Von der Zarenzeit bis heute. Städtereise nach Moskau: Roter Platz, Kreml und Basilius-Kathedrale

Das Ensemble rund um den Kreml ist das Wahrzeichen ganz Russlands. Von der backsteinernen roten Festungsanlage begann Moskau ringförmig nach außen zu wachsen. Über Jahrhunderte hinweg bliebt der Kreml dabei das Machtzentrum des Landes – vis-á-vis der kirchlichen Insignien in Form der zu Zeiten Iwan des Schrecklichen erbauten Basilius-Kathedrale. Ihre Zwiebeltürme sind schon von weithin sichtbar und prägen das Stadtbild am Roten Platz. Aus der sowjetischen Epoche stammen das luxuriöse Einkaufszentrum GUM und das Lenin-Mausoleum, in dem Sie bis heute den einbalsamierten Leichnam des Revolutionsführers betrachten können. Ein Besuch im Kreml selbst ist ein absolutes Muss: die mittelalterlichen Kirchen mit ihren goldenen Hauben dienten früher den Krönungs- und Beerdigungszeremonien der Zaren.

Nur wenige Minuten zu Fuß vom Kreml entfernt führt die Twerskaja-Straße nach Norden. Hier können Sie eine der vielen hochwertigen Boutiquen besuchen und internationale Mode einkaufen. Kurz bevor Sie den Puschkin-Platz erreichen, sollten Sie einen Blick in das Feinkostgeschäft Jelissejew an der Ecke der Kozitsky-Straße werfen. Hier werden unter Kronleuchtern hochwertiger Kaviar, milchgefilterter Wodka und Pelmeni mit Bärenfleisch verkauft. Nachdem Sie sich durch die Delikatessen Russlands probiert haben, ist der Besuch im Bolschoi-Theater ein krönender Abschluss. Das Ballettensemble tanzt auf Weltniveau und ist für seine klassische Interpretation von Tschaikowskys Schwanensee bekannt.

Kunstinteressierte sollten in Moskau das Puschkin-Museum oder die Tretjakow-Galerie besuchen, Letztere mit einer breiten Auswahl an Gemälden aus der Zeit des russischen Realismus. Deutlich zeitgenössischer ist die Galerie in der ehemaligen Schokoladenfabrik Roter Oktober. Hier wird den jungen Künstlern der Hauptstadt die Chance gegeben, ihre meist avantgardistischen Werke der Öffentlichkeit zu präsentieren. Souvenirs shoppt man am besten im Izmailovo-Kreml, einer ehemaligen Festung, in der mittlerweile täglich ein Kunsthandwerks- und Souvenirmarkt mit allem von der Matrjoschka bis zur Leninbüste stattfindet.

St. Petersburg: Russlands Kulturhauptstadt

Vor ca. 300 Jahren wurden die Sümpfe der Newa-Mündung trocken gelegt und es entstand, von Peter dem Großen befohlen, eine prunkvolle Barockstadt im Nordwesten Russlands. St. Petersburg galt von Anfang an als das Fenster nach Europa und übernahm viele architektonische Traditionen aus dem Westen. Das nur eine kurze Zugfahrt vom Zentrum entfernt gelegene Schloss Peterhof erinnert so mit seinen Springbrunnen und Gärten an Versailles. Ein anderes Schloss, das zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Russlands zählt, ist der Katharinenpalast in Tsarskoye Selo. Bei einem Rundgang ist das rekonstruierte Bernsteinzimmer das absolute Highlight. Einige Teile sind sogar Originale aus der Zarenzeit.

In der Innenstadt bildet das Winterpalais einen wichtigen Fixpunkt. Der einstige Sitz der Zaren beherbergt heute Teile des Hermitage-Museums. Vor der historischen Barockkulisse bekommen Sie Gemälde von Rubens, Da Vinci, Raffael und El Greco zu sehen. Für russische Kunst ist das russische Museum in St. Petersburg empfehlenswert. Es gehört zusammen mit der Tretjakow-Galerie zu den bedeutendsten Ausstellungen in diesem Bereich. Sie können hier Werke von Ilja Repin, Kasimir Malewitsch und Wassily Kandinsky bewundern.

In der unmittelbaren Nachbarschaft des Russischen Museums erheben sich die Zwiebeltürme der Blutskirche, die exakt an der Stelle errichtet wurde, an welcher 1881 der Zar Alexander II. einem Attentat zum Opfer fiel. Südlich von hier führt der monumentale Newski-Prospekt über mehr als 4 km quer durch das Zentrum. Hier reihen sich viele der Luxusgeschäfte und hochklassigen Restaurants der Stadt aneinander. Auf halber Strecke erhebt sich der Heldenobelisk mit dem Roten Stern aus sowjetischer Zeit vor dem Moskauer Bahnhof. Das Panorama mit der sich dahinter befindlichen Metrostation Ploschtschad Wosstanija ist eines der bekanntesten Fotomotive St. Petersburgs.

Sehenswertes zwischen Moskau und St. Petersburg: Karelien kennenlernen

Die Karelier sind ein finnisch-ugrischer Volksstamm, in dessen Traditionen sich wie in vielen skandinavischen Ländern alles um das Holz dreht. Dichte Wälder prägen die Natur, die sich am besten vom Boot aus sichten lässt. Auf einer Flusskreuzfahrt kommen Sie u.a. auch durch den Onega-See, eines der größten Binnengewässer Russlands. Ein Stopp auf der abgelegenen Insel Kizhi ist ein absolutes Muss. Hier befindet sich eines der schönsten Klöster der Erde. Das gesamte Kirchengebäude einschließlich der Kuppeln wurde hier filigran aus Holz geschnitzt. Zuvor machen viele Reisegruppen im Kloster Goritsy halt, welches sich in der Nähe des Weißen Sees befindet. Die im 16. Jahrhundert gegründete Anlage hat eine wichtige Rolle für die religiöse Fundierung des Moskauer Staates der damaligen Zeit gespielt.

Reisen an der Wolga: Städte am mächtigsten Strom Europas

Mit 3.530 m ist die Wolga der längste Fluss Europas. Für viele Städte entlang des Stroms ist sie über Jahrhunderte hinweg Lebensader gewesen. Unweit der Mündung ins Kaspische Meer hat sich z.B. das muslimisch geprägte Astrachan zu einem bedeutenden Handelsort entwickelt. Das Wahrzeichen der Stadt ist der weiß verputzte Kreml. In der gleichen Farbe wurde die Zitadelle in der Hauptstadt Tatarstans und Wolgametropole Kazan gestaltet. Bemerkenswert ist, dass sich hinter den wuchtigen Mauern eine orthodoxe Kirche, eine Moschee und der im 17. Jahrhundert errichtete Sujumbike-Turm erheben. Letzterer diente der symbolischen Versöhnung der beiden Religionen Christentum und Islam und verbindet entsprechend die Bautraditionen aus beiden Kulturen.

Wenn Sie sich für die Geschichte des Zweiten Weltkriegs interessieren, können Sie Wolgograd, das ehemalige Stalingrad besuchen. An die opferreiche Schlacht an der Wolga erinnert hier eine monumentale Mutter-Heimat-Statue, welche zu den größten freistehenden Skulpturen in Europa gehört. Unterhalb dieser Figur können Sie eine Ruhmeshalle mit festlich gekleidetem Wachregiment und ewiger Flamme besuchen. Aus den 40er Jahren erhalten geblieben sind der ehemalige deutsche Gefechtsstand des Generals Paulus und ein altes Sägewerk, welches in seinem ruinösen Zustand die Schrecken des Krieges widerspiegelt.

Zwischen Wolgograd und Kazan lohnt sich des Weiteren ein Besuch in den Städten Saratow und Samara. Letzteres war die sowjetische Ersatzhauptstadt und verfügt über einen historischen Stalinbunker, welchen man bei einer Gruppenführung besichtigen kann. Zudem wurden in Samara die Wostok-Raketen gefertigt – ein Modell ragt im Zentrum auffällig in den Himmel. Saratow dagegen war das Zentrum der wolgadeutschen Kultur. Entsprechend erinnern die Gebäude an bayerische Bauernhäuser. Brauereien servieren ihren Gästen würzige Biere nach deutscher Art. Diverse Möglichkeiten, um diese Kreationen zu probieren, finden Sie auf der heutigen Kirow-Straße, einer Fußgängerzone, die sich quer durch die Stadt zieht. Im Sommer zieht es viele Einheimische und Urlauber zum Wolgaufer. Dort öffnen dann Souvenirgeschäfte und Ausflugslokale. Außerdem verlocken zahlreiche Strände zu einem Bad im Fluss.

Wildromantische Kultur: Russland kennenlernen

Die Gastfreundschaft der Russen ist in aller Welt bekannt. Wenn Sie einmal eingeladen werden, kümmert man sich mit größtem Aufwand um Sie. Hierzu gehört in erster Linie natürlich das Essen. Traditionelle Speisen wie die Rote-Beete-Suppe Borschtsch oder die Teigtaschen Pelmeni sind Klassiker in jedem Haushalt. Aber auch in Restaurants oder den weitverbreiteten Straßenkantinen lassen sich diese Delikatessen probieren. Dazu wird zu bestimmten Anlässen Wodka in 100g-Portionen getrunken. Alkoholische Getränke ohne Speisen zu konsumieren gilt als ungewöhnlich.

Eine ebenfalls bedeutende Tradition, die Sie in Ihrem Urlaub in Russland kennenlernen sollten, ist der Gang in die Banja, der russischen Version der Sauna. Hier schwitzt man sich durch und schlägt sich anschließend mit Birkenzweigen, um die Durchblutung zu fördern. Der Sprung nach der Banja in einen See oder ein Abkühlungsbecken gehört natürlich ebenfalls dazu. Viele der russischen Saunen befinden sich auf dem Land. Doch selbst in den Großstädten lassen sich Badehäuser wie das geschichtsträchtige Sanduny besuchen, das den Moskauern bereits seit 1808 Wärme spendet.

Eine bewegende tausendjährige Geschichte

Die Geschichte der Russen beginnt im 10. Jahrhundert in Kiew, als Fürst Vladimir mit seinem Volk zum Christentum konvertiert. Seither hat sich eine sehr orthodoxe Interpretation der Religion entwickelt, welche sich an die Traditionen von Byzanz anlehnt. Von dort stammen auch die Insignien des Zarenreiches und des heutigen Staates – der doppelköpfige Adler und die Kuppelarchitektur der Kirchen. In der kommunistischen Zeit wurde das Christentum zwischenzeitlich an den Rand gedrängt. Gotteshäuser verwandelten sich in Museen, Gefängnisse oder Planetarien. Erst im Zweiten Weltkrieg gewährte man der Orthodoxie wieder mehr Rechte. In den 80er Jahren feierte die Kirche schließlich das tausendjährige Jubiläum der Taufe Vladimirs und wurde im Jahrzehnt darauf komplett rehabilitiert. Seither ist sie neben dem Sieg im Zweiten Weltkrieg einer der Grundpfeiler der nationalen Identität Russlands. Am 9. Mai, dem Siegestag über Deutschland, verbinden sich diese beiden Eckpunkte. Während Militärparaden über die Straßen ziehen und Menschen mit den Porträts ihrer gefallenen Vorfahren über die Boulevards der Großstädte flanieren, werden in den Kirchen Gedenkgottesdienste abgehalten.

Tipps für Ihren Urlaub in Russland: der Reiseknigge

Religion und Kriegsgedenken sind bedeutende Stützpfeiler der russischen Identität. Entsprechend sollten Sie diese Themen mit etwas Fingerspitzengefühl anfassen. Viele Russen, auch wenn sie sich als atheistisch verstehen, bekreuzigen sich, wenn sie an einer Kirche vorbeigehen. Religiöse Werte infrage zu stellen, kann schnell für Missbilligung sorgen. Loten Sie daher zunächst aus, welche Einstellung Ihr Gegenüber dazu hat und sprechen Sie erst danach heikle Themen an.

Wenn Sie als Frau eine Kirche oder eine Moschee besuchen möchten, ist es oftmals üblich, sich das Haupthaar zu bedecken. Bei den muslimischen Gotteshäusern sind die Regeln hierbei deutlich strenger. In der Orthodoxie ist man vor allem bei den Klöstern auf die Einhaltung der Kleiderordnung bedacht. Dazu gehört es auch, keine Schultern und Knie zu zeigen.

Relativ geringe Bedeutung kommt jedoch den religiösen Feiertagen zu. Das Neujahrsfest ist das wichtigste Fest des Jahres. Mehrere Stunden vor Mitternacht kommt man mit Familie und Freunden zusammen, um gemeinsam zu essen und zu trinken. Nach der Neujahrsansprache des Präsidenten im Fernsehen öffnet man Sekt, schießt Feuerwerkskörper in den Nachthimmel und übergibt sich Geschenke. Bis zum russischen Weihnachtsabend am 7. Januar hat man offiziell frei. In dieser Zeit in Russland Urlaub zu machen, ermöglicht Ihnen einen sehr tiefgründigen Einblick in die russische Kultur.

Eine tief in der Geschichte verwurzelte Eigenheit der Russen ist ihr Aberglaube. Zwar werden viele dieser Bräuche nur mit einem Augenzwinkern gepflegt, dennoch sollten Sie z.B. auf keinen Fall in geschlossenen Räumen pfeifen. Damit wünschen Sie dem Besitzer des Hauses nämlich unbewusst großes Unglück an den Hals. Eine andere Legende besagt, dass Spinnen Geld in die Wohnung bringen und daher nicht getötet werden dürfen.