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Kenia

In Kenia erwarten Sie im Urlaub schneeweiße Strände mit lebhaften Riffen am Indischen Ozean, artenreiche Safariparks wie Amboseli und der imposante Kenya-Berg.

Überblick

Endlose, feinsandige Strände am Indischen Ozean, paradiesische Naturparks mit weiten Steppen und dichtem Urwald, sowie der unbeschreibliche Artenreichtum machen den modernen ostafrikanischen Staat zum beliebten Ferienziel. Erleben Sie die pulsierenden Metropolen wie Nairobi oder Mombasa, deren erstklassige Restaurants ebenso spannend sind, wie die lebhaften Märkte mit ihrem prallen Warenangebot. Ob Sie am Diani Beach unter Palmen faulenzen, mit Geländewagen Elefanten, Löwen oder Nashörnern nachspüren oder die faszinierende Unterwasserwelt bei sportlichen Tauchgängen erkunden wollen – für einen unvergesslichen Urlaub in Afrika bietet Kenia Ihnen die perfekten Orte.

Geografische Lage
Am Äquator, am Indischen Ozean im zentralen Ostafrika

Größe
580.367 km²

Einwohnerzahl
Knapp 47 Mio. Einwohner

Sprache
Amtssprachen Swahili und Englisch sowie mehrere regionale Dialekte

Flughafeninformationen
Internationale Flughäfen: Nairobi (NBA), Mombasa (MBA) und Eldoret (EDL) sowie etwa 50 Regionalflughäfen und unzählige Buschlandebahnen

Reisepass/Visum
Mit einem mindestens noch sechs Monate gültigen Reisepass, vorläufigen Reisepass und separatem Kinderreisepass ist die Einreise möglich. Es besteht Visapflicht. Visa werden von der Botschaft Kenias ausgestellt, die auch online beantragt werden können. Außerdem erteilen die Behörden an den Flughäfen Nairobi und Mombasa bei der Einreise Visa.

Landesvorwahl
+254

Währung
Kenia-Schilling

Kreditkarten
VISA, Master Card, American Express sowie Bankkarten mit dem Cirrus- und/oder Maestro-Logo werden in den größeren Städten an Geldautomaten, in Kaufhäusern an Flughäfen sowie in Hotels meist akzeptiert. Bei Touren in ländliche Bereiche ist Bargeld notwendig. Es empfiehlt sich, Banknoten im Wert von USD 1,- in kleinen Mengen mitzuführen.

Zeitzone
UTC+3

Urlaub in Kenia bei bestem Wetter

Zwei Klimazonen prägen das Wetter in Kenia. Im Hochland oberhalb von 1.800 m herrschen ab Mitte Dezember Tagesdurchschnittswerte von 25°C, die bis Anfang März anhalten. Regenperioden mit teilweise schauerartigen Niederschlägen sind von April bis in den Juni sowie von Oktober bis November die Regel. Besonders kühl sind Juli und August, wenn durchschnittlich 10°C gemessen werden. Dabei sind Tageswerte von über 20°C häufig, weshalb sich Nairobi im europäischen Sommer für Städtereisen empfiehlt.

Bei angenehmen 75 % Luftfeuchtigkeit und 22 bis über 30°C genießen Sie an Kenias Küste einen sonnenverwöhnten Urlaub, in dem von Mitte Dezember bis Februar Niederschläge unwahrscheinlich sind. Von April bis Juni dauert die Regenzeit, der eine kühlere Periode bis in den August folgt. Für Safaris im zentralen Hochland oder für einen Strandurlaub am Indischen Ozean reisen Sie am besten im Zeitraum von Mitte Dezember bis in den März hinein nach Ostafrika, wenn Regen unwahrscheinlich ist und die Temperaturen mit deutlich über 22°C wohlig warm sind. Das gilt auch für den Indischen Ozean, der Ihnen fast immer Badewassertemperaturen oberhalb 20°C, teilweise sogar von bis zu 26°C beschert.

Zwischen Victoriasee und Indischem Ozean – das famose Reiseland Kenia. Städtereisen im lebhaften Ostafrika – Nairobi und Mombasa

Um die afrikanische Kultur, die kulinarischen Eigenheiten Kenias und das Leben in der modernen Republik zu erkunden, bieten sich die beiden wichtigsten Metropolen des Landes für eine Städtereise an. Im zentralen Süden hat sich aus einem Depot zum Bau der Eisenbahn von Mombasa nach Uganda die Hauptstadt Kenias, Nairobi, entwickelt. Die Metropole wurde in 1.624 m Höhe auf einem Hochplateau angesiedelt, weshalb hier, unweit des Äquators, ein für Europäer überaus angenehmes Klima herrscht. Mit rund 3,2 Mio. Einwohnern der größte Ort, ist Nairobi zudem das politische Zentrum und das kulturelle, sowie wirtschaftliche Herz des schwarzafrikanischen Landes. Überdies beherbergt es zahlreiche Museen, von denen das Nationalmuseum für seine einzigartigen Exponate zur Landesgeschichte und zur Kultur der kenianischen Stämme bekannt ist. Das Wohnhaus der Schriftstellerin Karen Blixen im nach ihr benannten vornehmen Stadtteil Karen beschert Ihnen eine träumerische Reise in die Literatur- und Filmgeschichte. Die für ihren Roman „Jenseits von Afrika“ weltberühmte Autorin gehört zu den modernen Ikonen Kenias. Außergewöhnlich ist der Kakura-Wald im Herzen Nairobis. In dem naturbelassenen Stadtwald wurden entlang der Bäche, Wasserfälle und mächtigen Baumgruppen Parkwege angelegt, die sich für romantische Spaziergänge oder für eine Joggingrunde anbieten.

Mit mehr als 910.000 Einwohnern ist Mombasa die zweitgrößte Stadt Kenias. Sie verfügt über den wichtigsten Hafen für das gesamte Ostafrika. Der historische Teil, der deutlich von der Kultur der Suaheli geprägt ist, liegt auf einer Halbinsel, um die herum sich Mombasa immer weiter entlang der Küste ausgebreitet hat. Dieses Viertel ist wesentlich ruhiger, um nicht zu sagen, geradezu beschaulich und gehört zu den interessantesten Orten in Kenia. Sie werden von den vorzüglichen Restaurants, Cafés und schmucken Geschäften begeistert sein, die einen Bummel durch die Altstadt zum abwechslungsreichen Vergnügen machen. Wahrzeichen Mombasas und ein UNESCO-Weltkulturerbe ist das Fort Jesu, das 1593 zum Schutz des Hafens gebaut wurde. Im dazugehörigen Museum, das in ehemaligen Zellen aus der Zeit des Sklavenhandels untergebracht ist, erfahren Sie anhand faszinierender Exponate mehr über die bewegte Geschichte der Festung. Die wertvollsten Stücke stammen von der Fregatte Santo António de Tanna, die 1697 vor der Küste sank.

Kenias Strände ermöglichen Urlaube der Extraklasse

Der Diani Beach südlich von Mombasa und die Strände Nyali, Bamburi und Shanzu im Norden gehören zu den bekanntesten Badestellen, wegen denen zahlreiche Feriengäste alljährlich nach Kenia fliegen. In der Tat erwarten Sie nahezu schneeweiße, feinsandige Strände, die gelegentlich mit etwas Muschelkalk durchsetzt sind. Wie ein Band schmücken die Sandbahnen über viele Kilometer die Küste und trennen dichte Palmenwälder vom Indischen Ozean. An allen Strandabschnitten wird Wassersport geboten und an einigen ist es dank guter Brandung möglich, auf den Wellen zu reiten. Insbesondere der Diani Beach ist bei Familien und Sporttauchern beliebt. Der seicht ins Meer verlaufende Strand wird seewärts von einer Kette aus mächtigen Riffen geschützt, weshalb kaum Strömungen oder eine Brandung vorhanden sind. Tauchern beschert diese natürliche Barriere eine artenreiche Unterwasserwelt. Außerdem lassen sich so, aus einer vorzüglichen Deckung heraus, die großen Meeresbewohner gut beobachten, darunter Manta-Rochen, mehrere Haiarten und mächtige Thunfische.

Etwas nördlicher ist der Strand zwischen Watamu und Malindi ideal für naturverbundene Urlauber, die zugleich die Sonne am Indischen Ozean genießen möchten. Wegen der zahllosen seltenen Fischarten vor der Küste wurde hier der Watamu-Meeresnationalpark eingerichtet. Bei geführten Tauchgängen oder mit Glasbodenbooten können Sie die lebhafte Unterwasserwelt erkunden. Nur wenige Kilometer westlich des Strandparadieses ist die Marafa-Hells Kitchen eine geologische Formation, die Bergwanderern eine Herausforderung und Naturliebhabern eine atemberaubende Kulisse bietet. Mehrere kesselförmige Krater bilden zusammen eine bizarre Landschaft von unglaublicher Anmut.

Kenias Nationalparks – unglaublicher Artenreichtum

Die landschaftliche Vielfalt und der Artenreichtum des ostafrikanischen Staates sind weltberühmt. Beides präsentiert Ihnen Nairobi, das seit jeher als beste Basis für Safaris in Kenia gilt. Bereits 1946 wurde mit dem Nairobi-Nationalpark das erste große Schutzgebiet eingerichtet. Heute gibt es in Kenia 22 Nationalparks und ebenso viele Naturreservate. Im Meer wurden sechs gigantische Areale unter strenge Kontrolle gestellt, deren lebhafte Unterwasserwelt Sie beim Tauchen, Schnorcheln oder bei Fahrten mit Glasbodenbooten begeistern wird. Direkt vor der Hauptstadt, kaum 7 km entfernt liegt der Nairobi National Park, der 1946 als erste Schutzzone für Pflanzen und Tiere eingerichtet wurde. Auf rund 120 km² leben über 500 Vogelarten und etwa 80 Vertreter der Säugetierfamilie, darunter Giraffen, Zebras, Nashörner, Gazellen, Löwen, Geparde sowie Antilopen. Um den Tieren ganz nahe zu kommen, besuchen Sie am besten das Langata Giraffe Center. Sie können von einem Turm aus die riesigen Kreaturen auf Augenhöhe füttern, die überaus zutraulich sind. Eine Besonderheit ist das Daphne Sheldrick's Orphanage Center, das als Forschungsstation betrieben wird und als Waisenhaus für Elefanten und Nashörner dient.

Der wohl berühmteste Nationalpark Kenias ist die Masai Mara, die im Westen in den Serengeti-Nationalpark des Nachbarlandes Tansania übergeht. Von Nairobi steht Ihnen eine unterhaltsame Fahrt von rund 230 km durch eine famose Landschaft bevor, oder Sie fliegen in kleinen Gruppen von der Landeshauptstadt in die Masai Mara, wo Sie auf einer Buschpiste landen. Das 1.510 km² große Schutzgebiet liegt bis zu 1.650 m hoch und ist der arten- sowie tierreichste Nationalpark Kenias. Im Juli und August ziehen Herden mit Millionen Antilopen, Gnus, Giraffen oder Zebras von der Serengeti durch die Masai Mara auf der Suche nach frischen Weidegründen. Diese Wanderungen zu beobachten ist ein spektakuläres Erlebnis, das Sie nie vergessen werden. Aber auch in der übrigen Jahreszeit bietet die Masai Mara einen unvergleichlichen Artenreichtum. Bei geführten Safaris begegnen Sie Elefanten, Löwen, Flusspferden, Krokodilen oder Leoparden. Herden von Steppenzebras, Thomsongazellen und Impalas grasen friedlich in der schier endlosen Steppe. Zur bunten Vogelwelt gehören neben den stolzen Kronenkranichen auch Geier, Falken und 16 Vertreter der Adlerfamilie.

Ebenfalls an der Grenze zu Tansania ist der Amboseli-Nationalpark zu finden. Das mit 390 km² relativ kleine Schutzgebiet ist für seinen ursprünglichen Wildbestand bekannt, denn die hier lebenden Massai bewachen es seit jeher. Mit dem Amboseli-See und dem jenseits der Grenze in Tansania angesiedelten majestätischen Kilimandscharo mit seiner berühmten weißen Kappe als Kulisse, ist das Naturareal eines der beliebtesten Ausflugsziele Kenias. Ein einzigartiges Erlebnis bietet Ihnen der Nakuru-Nationalpark, dessen 188 km² vollständig eingezäunt sind. Die hier lebenden Tiere sind sesshaft und von den Vogelarten lebt ein Drittel im gleichnamigen See. Dazu gehören auch schätzungsweise 2 Mio. Flamingos, die in dem flachen Gewässer ihre Jungen aufziehen und den Park weltberühmt gemacht haben.

Fast im Zentrum des Landes prägt das Mount-Kenya-Massiv die Landschaft. Das rund 715 km² große Bergareal wurde zusammen mit umliegenden Steppenlandschaften und den Savannen sowie den Wäldern Richtung Indischer Ozean zum Naturschutzgebiet erklärt und ist bei der UNESCO als Weltnaturerbe registriert. Mit dem 5.199 m messenden Batian beherbergt das Mount-Kenya-Massiv den zweithöchsten Gipfel Afrikas, der wie der 325 km südlichere Kilimandscharo immer mit Schnee bedeckt ist. Bergsteiger und Naturfreunde bevorzugen das landschaftlich faszinierende Gebiet, in dem Gletschererkundungen und abenteuerliche Kletterpartien ebenso möglich sind, wie erholsame Bergwanderungen in 3.000 m Höhe.

In der Tat majestätisch – der Victoriasee

Der mit 68.800 km² drittgrößte Binnensee der Welt liegt zu großen Teilen in den westlichen Nachbarländern Tansania und Uganda, wo sein Abfluss den Victoria-Nil bildet, der auch als Weißer Nil bekannt ist. Nur rund 550 km der insgesamt 3.450 km langen Seeufer gehören zu Kenia. Dafür ist diese Region von weitgehend unberührten Naturlandschaften umgeben, durch die Sie Ausflüge und Safaris machen können. Ein einzigartiges Erlebnis erwartet Sie auf Mfangano Island. Die idyllische Seeinsel ist für ihre prachtvollen Höhlenmalereien und das Volk der Suba bekannt. Diese leben vorzugsweise auf dem Nachbareiland Rusinga, wo es weder Autos noch Strom gibt. Mfangano ist der ideale Ort zum Angeln, denn der Fischreichtum des Victoriasees ist legendär. Über 250 Arten leben in dem Gewässer, von denen Buntbarsche den größten Teil stellen. Kein Anglerlatein ist der um 1960 eingeführte Nilbarsch. Als Victoriabarsch bei Fischliebhabern in Europa und den USA begehrt, erreichen ausgewachsene Exemplare ein Gewicht von bis zu 200 kg, was für Sportangler eine echte Herausforderung ist.

Am Victoriasee wird Wassersport geboten, wobei Fahrten mit einem Jetski und Wasserski besonders beliebte Aktivitäten sind. Naturliebhaber zieht es in den dicht bewaldeten Kakamega Forest. Für einen kulturellen Besuch bieten sich die beschaulichen Dörfer des Eilands an, in denen Ihnen die Kinder gerne eine Kostprobe des Erlernten vor der Schule geben. Höhepunkt einer Tour zum Victoriasee sind die kulinarischen Genüsse, denn nirgends sonst werden Ihnen Victoriabarsche oder Nil-Aale so frisch zubereitet, wie in den kleinen Restaurants oder an den Marktständen.

Das multikulturelle Kenia

Kenia ist ein kulturell facettenreiches Land. Im Nordosten sind meist aus Somalia zugewanderte Muslime anzutreffen. An der Küste sind traditionell sunnitische Muslime, sowie Menschen indischer Herkunft angesiedelt. In den abgeschiedeneren Regionen leben einige Stämme nach ursprünglichen Traditionen und in den Metropolen finden sich Anhänger verschiedenster Religionen und Herkunft. Gut 80% der Bevölkerung bezeichnen sich als Christen, denen wenige Buddhisten, Muslime oder Naturglaubensrichtungen gegenüber stehen. Entsprechend bunt ist der Festtagskalender. Während in Mombasa die aus Indien stammenden Einwohner ihre Hochzeiten aufwendig feiern, ist im Stammesgebiet der Massai die Beschneidung der Jungen Anlass für ausgelassene Ritualfeiern. Zum Jahresablauf gehören Ostern, Weihnachten und der Tag der Arbeit am 1. Mai ebenso, wie am 1. Juni der Madaraka Day, der Unabhängigkeitstag.

Bei allen Feiern spielt Tanz eine wichtige Rolle. Weltberühmt sind die rituellen Tanzdarbietungen der Massai, bei denen die Krieger mit gewaltigen Sprüngen beeindrucken. Auch musikalisch ist das ostafrikanische Land vielseitig. In Kenia ist eine große Zahl guter Chöre beheimatet, von denen der Muungano National Choir für seine Interpretation der Missa Luba bekannt ist. Diese gesungene lateinische Messe wird mit den Rhythmen und Melodien des Stammes der Luba inszeniert, was Ihnen einen außergewöhnlichen Konzertgenuss beschert.

Eine sportliche Tradition in Kenia ist das Laufen. Die Jäger müssen in der Savanne oft weite Strecken zurücklegen, und Kinder haben zumeist einen täglichen Schulweg von 1 Std. und mehr zu bewältigen. Dazu passt die Ernährungsweise der Kenianer, deren indisch, arabisch, portugiesisch und karibisch beeinflusste Nationalgerichte sehr ausgewogen sind. In Ihrem Urlaub in Kenia sollten Sie den Maisbrei Ugali oder das mit frischen Kräutern gewürzte, sehr magere Grillfleisch Nyama Choma probieren. Delikatessen sind z.B. die Spinatart Sukuma Wiki und das indische Fladenbrot Chapati, das frisch aus dem Tonofen serviert wird. Dazu essen die Einheimischen gerne Kachumbari-Salat, der aus am Strauch gereiften Tomaten zubereitet wird. An den Seen und am Indischen Ozean gibt es zudem Fisch in allen Variationen.

Kenia – die Wiege des modernen Menschen

Im Gebiet des heutigen Kenia lebten bereits vor über 4 Mio. Jahren die ersten Vormenschen. Bei Ausgrabungen wurden Überreste des Australopithecus anamensis und des Kenyanthropus platyops gefunden, die das belegen. Außerdem gilt der Landstrich unter Forschern als Herkunftsregion des modernen Menschen, denn archäologische Expeditionen bewiesen, dass der Homo habilis sowie der Homo erectus das Gebiet bevölkert haben.

Aus der vorkolonialen Zeit Kenias liegen wenige gesicherte Erkenntnisse vor. Grund ist, dass die Volksstämme im Binnenland keine Schriften kannten und an Aufzeichnungen lediglich wenige Malereien oder Steinritzzeichnungen gefunden wurden, wie in den Höhlen auf Mfangano Island. Weitere geschichtlich interessante Orte liegen an Kenias Küste, an der sich ein reger Handel mit Römern, Arabern und Indern entwickelte. Die Portugiesen herrschten ab dem 16. Jahrhundert, bis der Oman 1698 die Region eroberte.

Kenia wurde 1885 von Deutschen der Küstenbesitzung Witu am Sultanat von Sansibar, die unter dem Schutz ihres Landes stand, besetzt. Ab 1888 übernahm die Imperial British East Africa Company die Kontrolle und verwaltete von hier bis 1895 das damalige Britisch-Ostafrika. Von England abhängig wurde Kenia 1890, als Deutschland Witu im Helgoland-Sansibar-Vertrag an die Briten abtrat. Bereits 1902 bot man weißen Siedlern die fruchtbare Bergregion an und ab 1920 wurde der schwarzafrikanische Staat offiziell zur Kronkolonie erklärt.

Bis 1952 herrschten die Briten über den ostafrikanischen Staat, in dem die Bevölkerung aufgrund ihrer Lebensbedingungen immer unzufriedener wurde. Von 1952 bis 1960 lähmten Aufstände Kenia, die sich auch nach den ersten freien Wahlen 1957 nur langsam eindämmen ließen. Die erste Regierung wurde von der Kenya African National Union gebildet, die das Land am 12. Dezember 1963 in die Unabhängigkeit führte. Erster Staatspräsident der Republik Kenia wurde ein Jahr später Jomo Kenyatta.

Reiseknigge und Tipps für einen Urlaub in Kenia

Nicht nur in den muslimisch besiedelten Gebieten im Nordosten und entlang der Strände Kenias wird beim Essen ausschließlich die als rein geltende rechte Hand zum Essen benutzt. Zur Begrüßung wird sie auch in größeren Städten gereicht, wobei in ländlichen Bereichen ein freundliches Lächeln oder Kopfnicken ausreichend ist. Hohen Respekt genießen alte Menschen, die nicht unnötig berührt werden und denen Sie zuvorkommend begegnen sollten.

Ungewöhnlich sind die Rituale bei Einladungen. Kenianer zeigen sich ihren Gästen gegenüber als sehr freigiebig. Dementsprechend facettenreich sind die Gerichte bei solchen Anlässen. Es ist Tradition, dass Sie von möglichst allen Speisen zumindest kosten, um diese Großzügigkeit und die dahinter stehende Mühe zu honorieren. In der Regel wird nur der Mann eingeladen, der als Geschenk eine Kleinigkeit für die Kinder überreicht – nicht mehr. Ob ihre charmante weibliche Begleitung eingeschlossen ist, sollten Sie taktvoll herausfinden. Zum Essen wird gelegentlich Alkohol serviert, der für die meisten Kenianer aber tabu ist, weshalb der Konsum in der Öffentlichkeit generell verboten ist.

Als Gast ist es empfehlenswert, sich der landestypischen Kleiderordnung anzupassen. Dazu gehören mindestens knielange Röcke und nicht zu weit ausgeschnittene Oberteile für Frauen. Männer mit ärmellosen Hemden und kurzen Hosen stoßen schnell auf Kritik und werden oft in Restaurants, Bars oder Geschäften abgewiesen. Ebenso zurückhaltend sollten Sie sich am Strand zeigen, denn ein FKK-Bad oder das Sonnen „oben ohne“ enden in der Regel mit einer Verhaftung durch die Polizei. Weniger zugeknöpft zeigen sich Kenianer beim Thema Geld, denn Trinkgelder werden gerne genommen.

Bei Unterhaltungen sollten Sie nicht permanent versuchen, Ihre Neugier zu befriedigen, denn das wird als unhöflich empfunden. Besonders Fragen zu rituellen Handlungen, die von Europäern bisweilen als unverständlich erachtet werden, sind zu vermeiden. Äußern sich ältere Menschen zu einem Thema, kritisieren Sie diese besser nicht, denn das gilt in Kenia als unverzeihlich.