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Madagaskar

Naturliebhaber verbringen einen unvergessenen Urlaub auf Madagaskar an endlosen Sandstränden und in einer spektakulären Landschaft mit Vulkanseen und Geysiren.

Überblick

Die paradiesische Insel Madagaskar liegt gegenüber Afrika und zieht Sie mit ihrer äußerst abwechslungsreichen Natur von Anfang an in den Bann. Entdecken Sie neben großen vulkanischen Gebieten, die von Geysiren und weitläufigen Vulkanseen geprägt sind, auch die seltene Tier- und Pflanzenwelt. Bestaunen Sie die reiche Kultur des Eilands mit seinen interessanten Ausgrabungsstätten. In Ihrem Urlaub auf Madagaskar finden Sie gleichzeitig Abenteuer und Erholung pur.

Geografische Lage
Die Insel Madagaskar befindet sich im Indischen Ozean und liegt etwa 400 km von der Südostküste Afrikas entfernt.

Größe
Madagaskar ist mit einer Fläche von 587.041 km² die viertgrößte Insel der Welt.

Einwohnerzahl
Auf Madagaskar leben insgesamt etwa 29 Mio. Menschen.

Sprache
Neben Französisch zählt Malagasy zu der offiziellen Amtssprache. Englisch wird nur selten gesprochen.

Flughafeninformationen
Die 5 größten Flughäfen Madagaskars sind Antananarivo-Ivato (TNR), Fascene (NOS), Toamasina (TMM), Amborovy (MJN) und Sainte Marie (SMS).

Reisepass/Visum
Für die Einreise nach Madagaskar wird bei einem Aufenthalt von bis zu 90 Tagen ein Visum benötigt, das Sie am internationalen Flughafen erhalten. Außerdem ist ein Reisepass, der noch mindestens 6 Monate gültig ist, erforderlich.

Landesvorwahl
+261

Währung
Ariary ist die gültige Währung in Madagaskar. Euros werden als Umtauschwährung in den großen Städten akzeptiert.

Kreditkarten
Vornehmlich VISA Kreditkarten sind als Zahlungsmittel bzw. für das Abheben von Bargeld möglich, allerdings nur in größeren Städten und Hotels.

Zeitzone
Eastern African Time (EAT) UTC+3

Beste Reisezeit für Ihren Urlaub nach Madagaskar

Allgemein herrscht auf Madagaskar ein tropisches Klima, das zentrale Hochland ist gemäßigt und der Südwesten sehr trocken. Die Durchschnittstemperatur in der Sommerzeit (November bis März) reicht von 26 bis 29°C an den Küsten und liegt in höheren Lagen des Inlands bei 20°C. Die Winterzeit (April bis Oktober) beschert Ihnen relativ milde Temperaturen von 22 bis 25°C. Die Ostküste gilt als die niederschlagsreichste und die Westküste als die niederschlagsärmste Region der Insel. Ab Januar beginnt auf Madagaskar die Regenzeit, die bis zum April anhält. Die beste Reisezeit für Urlauber ist von April bis Oktober mit relativ niedriger Luftfeuchtigkeit und etwas kühleren Abendstunden.

Die Highlights der Roten Insel Madagaskar: Antananarivo: Hauptstadt und Herz Madagaskars

Ihr Urlaub auf Madagaskar beginnt in den meisten Fällen mit der Landung am Hauptstadtflughafen von Antananarivo, der nur 12 km vom Zentrum entfernt liegt. Antananarivo heißt übersetzt „Stadt der Tausend“ und wird kurz Tana genannt. Die quirlige Metropole liegt im zentralen Bergland auf einer Höhe von 1.435 m über dem Meeresspiegel. Der bedeutende Königspalast Rova ist auf einem der 12 heiligen Hügel und aus Holz erbaut. Ein angrenzendes Museum auf dem Hügel Analamanga stellt wertvolle historische Funde und das ehemals königliche Schwimmbecken aus. Erlebenswert sind auch die umliegenden farbenfrohen und geschäftigen Märkte. Auf den lebhaften Plätzen werden Lebensmittel des täglichen Bedarfs, Gewürze, einheimische Handwerksgegenstände und sogar Edelsteine feilgeboten. Danach können Sie einen Bummel durch die Altstadt unternehmen, die von eng gewundenen Gässchen und kleinen roten Ziegelhäusern durchzogen ist. Vorbei an unzähligen Restaurants und Geschäften können Sie eines der größten Attraktionen der Insel – den Zoo – besuchen. Bewundern Sie hier neben den Lemuren viele andere einheimische und einzigartige Tierarten. Um sich einen Überblick über die bewegte Geschichte des Eilands zu machen, ist das Piratenmuseum ein interessanter Spot. Hier gehen Sie auf Spurensuche der einstigen Piratenrepublik Libertalia.

Naturerlebnisse von Antananarivo Richtung Westen

Das westlich der Hauptstadt gelegene mächtige Ankaratragebirge fasziniert mit seiner vulkanischen Beschaffenheit und seinen heißen Quellen. Nördlich dieses Gebirgszuges ragt das Tsaratanana Massiv mit dem 2.876 m hohen Maromokotro auf, dem höchsten Berg Madagaskars. Auf der vulkanhaltigen, fruchtbaren Erde der Hügel gedeihen tropische Früchte und vor allem Reis, der auf den zahlreichen angelegten Terrassen wächst. Nahe Ampefy, das etwa 100 km von der Hauptstadt entfernt liegt, bekommen Sie einen Eindruck über diese fruchtbare und reiche Natur des Landes. Der Fluss Lily verbindet den drittgrößten See Madagaskars, den Lac Itasy und den Lac Kavitaha miteinander und besticht durch zahlreiche rauschende Wasserfälle, wie beispielsweise dem Antafofo. Ebenfalls sehenswert ist dort der Analavory Geysir, beachtliche Kraterseen und der heilige Wasserfall Chute de Lily.

Abwechslungsreiche Reise von Madagaskars Mitte zur Ostküste

Sie erreichen von der Hauptstadt aus die zweitgrößte Stadt Antsirabe per Flugzeug oder mit einem Mietwagen auf der Nationalstraße 7 innerhalb von 3 Stunden. Die für ihr Salzvorkommen berühmte Metropole wurde schon zu Kolonialzeiten wegen seiner heilsamen Thermalquellen geschätzt. Von hier aus setzen Sie Ihren Urlaub durch Madagaskars faszinierender Landschaft bis nach Toamasina fort. Für eine Sightseeingtour durch diese landestypische Stadt bietet sich eine Rikschafahrt an, um den einzigen natürlichen Hafen an der Ostküste zu bewundern.

Die einzigartigen Nationalparks auf Madagaskar

Schenken Sie in Ihrem Urlaub auf Madagaskar einigen der 47 Nationalparks der Insel Ihre Aufmerksamkeit, um hier die ganze Palette der unberührten Natur zu erleben. Zu einem Teil des UNESCO-Weltnaturerbes gehört der etwa 400 km südöstlich der Hauptstadt gelegene Ranomafana, der mit über 100 verschiedenen Vogel- und 26 Säugetierarten zu einem der interessantesten Naturerlebnissen zählt. Im dicht bewachsenen Regenwald beobachten Sie den erst vor 20 Jahren entdeckten goldenen Bambuslemur oder auf einer Nachtwanderung den winzigen Mausmaki.

Mehr als die Hälfte der Halbinsel Masaola, die im Nordosten Madagaskars liegt, wird von dem gleichnamigen Nationalpark eingenommen. Er ist vor allem für seine verschiedenen Orchideen- und über 50 Palmenarten bekannt geworden. Eine botanische Besonderheit ist die hier im Jahr 2000 neu entdeckte Art der Takhtajania Pflanze. Natur- und Tierfreunde erleben in der einzigartigen Vegetation des Reservats u.a. die geschützten Tiere wie den schwarzweißen Vari oder das Fingertier. Vogelliebhaber erfreuen sich über die Beobachtung des Seidenkuckucks, dem Vasapapageien und der äußerst seltenen madagassischen roten Eule sowie dem Schlangenadler. Ebenfalls zum Nationalpark zugehörig ist die Insel Nosy Mangabe, die umgeben von Mangrovenwäldern, Sandküsten und Korallenriffen ist. Das Inland wird von einem üppigen Regenwald durchzogen. Von Juli bis September können Sie Buckelwale mit ihren Jungen in der Bucht von Antongil beobachten, die zu einer der großartigsten Attraktionen Ihres Urlaubs auf Madagaskar gehört.
Das 15.000 ha große und meistbesuchte Schutzgebiet der Insel ist der Andasibe-Mantadia Nationalpark, der etwa 150 km östlich von Antananarivo liegt. Der mit Wäldern in verschiedenen Höhenlagen, epiphytischen Orchideen und bis zu 30 m hohen Bäumen bedeckte Park bietet im feuchten Klima den Lebensraum für die Indri-Lemuren, die die größte Art dieser Gattung darstellt. Sie halten sich morgens nahe am Boden auf und ziehen sich gegen Mittag in die Baumkronen zurück.

Im Südwesten Madagaskars liegt der Isalo Nationalpark. Die spektakuläre Gebirgslandschaft ist von bizarren Felsformationen, bunt leuchtenden Gesteinen und sich durch die Täler schlängelnden Wasserläufen geprägt. Unvergessen wird eine Wandertour zum Tal der Affen, das Ihnen die ganze Vielfalt der unberührten Natur offenbart.

Das Strand- und Tauchparadies von Nosy Be und die Pirateninsel St. Marie

Nur eine Flugstunde von der Hauptstadt Antananarivo entfernt liegt das Nosy Be Archipel an der Nordwestküste Madagaskars. Neben Wandertouren in der teils bergigen und bizarren Vulkanlandschaft ist das vor dem afrikanischen Kontinent gelegene Eiland zum Sonnenbaden oder Tauchen der ideale Ort. Bei Tauchgängen bietet sich Ihnen hier eine spannende Unterwasserwelt mit einem großen Fischreichtum. Herrliche Unterwasserwelten finden Sie auch rund um Nosy Be an den Basen der zahlreichen umgebenen Inselchen, wie beispielsweise die malerische Urwaldinsel Nosy Komba. Hier tauchen Sie direkt von einem gecharterten Katamaran aus im relativ flachen und sehr klarem Wasser, um Schwärme der Riff-Fische bei ihren Wassermanövern zuzusehen.

Ruhesuchende und Honeymooner können sich abseits größerer Besucherströme auf Nosy Boraha, wie das Eiland St. Marie von den Einheimischen genannt wird, beim Baden und Schwimmen an unberührten Naturstränden erholen. Paare auf Hochzeitsreise genießen an kleinen und versteckten Buchten in einem wildromantischen Ambiente ihre Zweisamkeit. Von Juli bis August können Sie hier auch vorbeiziehende Buckelwale beobachten. Einen spannenden Besuch garantiert der im westlichen Teil gelegene Piratenfriedhof mit seinen verlassenen Gruften und Gräbern.

Baden und tauchen an Madagaskars Küste

Angenehme Wassertemperaturen von 25 bis 30°C und feinste Sandstrände werden Ihnen an der 4.800 km langen Küste Madagaskars geboten. Die Westküste verfügt über feinsandige und mit Palmen bewachsene Strände, die ausgezeichnet zum Baden geeignet sind. Der 25 km nördlich von Tulear gelegene Ifaty Strand ist mit seinem ruhigen und flach ins Meer abfallenden Ufer vor allem bei Familien sehr beliebt. Auch hier können Sie bei guter Sicht vorbeiziehende Buckelwale ausmachen. Einen anderen Traumstrand finden Sie beispielsweise an der Bucht von Ramena im Norden der Insel. An diesem Küstenabschnitt ist neben dem Sonnenbaden auch ein Besuch in einem exquisiten Fischrestaurant empfehlenswert.

Geheimnisvolle madagassische Kultur

Die Vermischung der verschiedensten Sitten und Gebräuche der einstigen Einwanderer haben die Kultur in Madagaskar stark geprägt. Im Laufe der Jahrhunderte bis heute haben sich 18 unterschiedliche Nationen angesiedelt. Dies ist besonders an der Sprachentwicklung und den Traditionen zu erkennen. Viele Madagassen betreiben einen Ahnenkult, der sich auf die ältesten Vorfahren, die Vazimba, bezieht. Noch heute können Sie auf einige Stammesoberhäupter treffen, die von diesem einstigen Volk abstammen.

Musik spielt im Leben der Madagassen eine sehr große Rolle. Einst führten die vom afrikanischen Kontinent stammenden Bantu die Musikinstrumente Valiha und Jejolava ein. Diese sind bei den traditionellen Liedern und bei Theateraufführungen unverzichtbar.

Dank unterschiedlichster Klimazonen gedeihen auf der Gewürzinsel Madagaskar neben Pfeffer, Vanille und Reis auch eine Vielzahl an Gemüse und tropischen Früchten. Unter Beeinflussung der französischen und indonesischen Küche entwickelten sich auf der Insel landestypische Gerichte. So beispielsweise das Hen’omby sy saosy dipoavatra, ein Steak aus Zebu-Fleisch in einer Pfeffersauce oder Mofomamy, ein gestürzter Ananaskuchen.

Die Geschichte der Insel: Vazimba, Piraten und Franzosen

Es wird angenommen, dass die einst menschenleere Insel vor mehr als 2.000 Jahren erstmals besiedelt wurde. Eine große Einwanderungswelle begann im 10. Jahrhundert mit Siedlern aus Indonesien und gemischten Völkern afrikanischen Ursprungs. Auch afrikanische Bantustämme und arabische Händler waren an der frühen Besiedlung Madagaskars beteiligt – anfänglich im Nordosten der Insel. Indonesische Einwanderer und Bantus bildeten das sagenumwobene Volk der Vazimba, das sich aber durch noch weitere Vermischung mit anderen Volksgruppen seit dem 17. Jahrhundert auflöste.

Ab dem 17. Jahrhundert begann mit den Piraten die berühmteste Geschichte Madagaskars. Die Seeräuber hielten sich vornehmlich an der Ostküste nahe der Insel Nosy Boraha auf. Von hier aus starteten Sie ihre berühmt berüchtigten Raubzüge im Indischen Ozean bis zu den asiatischen Gefilden.

Die Franzosen unterwarfen 1896 nach 10-jähriger Militärgewalt die Insel und gründeten ihre Kolonie. Eine der ersten Amtshandlungen der Kolonialregierung war die Abschaffung des Sklavenhandels sowie der Bau von Straßen und Eisenbahnlinien. Seit 1960 ist Madagaskar eine unabhängige Republik.

Kleiner Reiseknigge und Besonderheiten in Ihrem Urlaub auf Madagaskar

Bei einem Restaurantbesuch dürfen Sie sich leger und den Temperaturen angepasst kleiden, aber keinesfalls zu freizügig, um die Einheimischen nicht zu brüskieren. Bei der Bezahlung der Rechnung ist ein angemessenes Trinkgeld obligatorisch. Auch Hotelangestellten wie Zimmermädchen, Kofferträgern ebenso Fahrern und Reiseleitern auf Ihren Ausflugstouren sollten Sie als Zeichen der Anerkennung einen großzügigen Obolus zahlen.

Es ist erstaunlich, dass so viele unterschiedliche Menschen aus Indien, Afrika, arabischen Ländern und Europa mit ihren jeweils eigenen Bräuchen und Religionen friedlich zusammenleben. Trotz dieser kulturellen Unterschiede werden Sie in Ihrem Urlaub auf Madagaskar auf ein tolerantes und sehr freundliches Volk stoßen. Dennoch müssen Sie bei den verschiedenen Volksstämmen auf bestimmte Verhaltensformen achten. Fragen Sie beispielsweise nie einen Einheimischen nach seiner Stammeszugehörigkeit, das gilt als unhöflich.

Sind Sie zu einer offiziellen Zeremonie (Famadihana) eingeladen, wie beispielsweise zu einer Beerdigung, sollten Sie es nicht versäumen einen Umschlag mit Geld an die Familie zu überreichen. Achten Sie besonders darauf niemals mit dem Finger auf ein Grab zu zeigen. Das gleiche Tabu gilt auch für Personen auf der Straße, die Sie auch nicht anstarren sollten. Kommen Sie an Personen und deren Habe vorbei, ist es höflich eine Entschuldigung auszusprechen. Auf Madagassisch sagen Sie: azafady (entschuldigen Sie) und Sie bekommen dann die Antwort: andao (ist alles in Ordnung).

Kuriose Verhaltensregeln finden Sie vor allem in den ländlichen Gebieten. So heißt zum Beispiel eine Regel im Andringitra Nationalpark dort kein Schweinefleisch zu verzehren, niemals dienstags zu schwimmen oder Lemuren zu essen. Außerdem ist es in jedem Fall von Vorteil einige Worte auf Madagassisch zu lernen, um sich ein wenig besser mit der Landbevölkerung zu verständigen: Beispielsweise begrüßen Sie sich mit „Salama“ und „veloma“ sagen Sie zum Abschied. Wenn möglich vermeiden Sie bitte Spaziergänge in der Dunkelheit, dann sind vor allem in den Städten Taschendiebe aktiv.