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Namibia

Namibia Reise – grenzenlose Landschaften und faszinierende Kulturen

Atemberaubende Naturschönheiten, fast vergessene Kulte und Reminiszenzen an die deutsche Kultur erwarten Sie auf einer Reise durch Namibia.
Nur wenige Länder bieten eine derartige Vielfalt an Naturschönheiten wie Namibia. Die Wüste Namib, von der sich der Landesname ableitet, breitet sich entlang der Atlantikküste aus und zieht Reisende mit den unendlichen Sandfeldern in ihren Bann. Die goldgelbe Ebene der Kalahari kontrastiert mit den tiefen Schluchten des Fish River Canyons. Mit diesem eindrucksvollen Naturerbe ist es schwer, sich eine afrikanische Landschaft auszumalen, die an dieser Urlaubsdestination nicht vertreten ist. Untermalt werden die ewigen Naturmonumente von einem überwältigenden Artenreichtum, das von Großkatzen bis zum Spitzmaulnashorn reicht. Tauchen Sie in das faszinierende Land auf einer erlebnisreichen Reise nach Namibia ein.

Namibia – das Wichtigste auf einen Blick

Geografische Lage Die Republik Namibia liegt im Südwesten Afrikas an der Küste des Atlantischen Ozeans. Sie grenzt an Südafrika, Sambia, Angola und Botswana. Dadurch findet man hier das einzige Vierländereck der Welt.
Größe Namibia hat eine Fläche von 824.292 km².
Einwohnerzahl In Namibia leben ungefähr 2,3 Mio. Menschen.
Sprache Die Amtssprache ist Englisch. Daneben werden im Alltag 27 Sprachen und Dialekte, darunter auch Deutsch und Afrikaans, gesprochen.
Flughafeninformationen Namibia besitzt zwei internationale Flughäfen – den Walvis Bay International Airport und den Hosea Kutako International Airport.
Reisepass/Visum Für die Einreise benötigt man einen Reisepass, der noch sechs Monate über die Reise nach Namibia hinaus gültig sein muss mit mindestens zwei leeren Seiten. Es besteht keine Visumspflicht für Aufenthalte unter 90 Tagen für touristische Zwecke.
Landesvorwahl +264
Währung Namibia-Dollar, im Alltag wird auch der Südafrikanische Rand und der Euro akzeptiert.
Kreditkarten In größeren Städten und gehobenen touristischen Einrichtungen werden VISA und Master Card als Zahlungsmittel akzeptiert. Hier findet man auch Bankomaten, an denen Sie Bargeld abheben können. Dieses ist in ländlichen Gebieten unersetzlich.
Zeitzone UTC +1, UTC +2

Sonnenverwöhnte Tage in Namibia

Namibia besitzt ein arides Klima mit subkontinentalem Einfluss. Im Vergleich zu Europa sind die Jahreszeiten konträr, was bedeutet, wenn in Deutschland der Winter vor der Tür steht, herrscht in Namibia Hochsommer.
Die Wüste Namib ist von geringen Niederschlägen und extrem schwankenden Temperaturen gekennzeichnet. Tagsüber ist mit 25-30°C zu rechnen, während nachts zum Teil Temperaturen rund um den Gefrierpunkt möglich sind. In den westlichen Gebieten entlang der Atlantikküste sorgt der kühle Benguelastrom für dichte Bodennebel und ein angenehmes Klima im Hochsommer. Im Savannenwald am nordöstlichen Caprivizipfel herrscht zwischen Dezember und März Regenzeit und starke Regenfälle können auftreten.
Für Tierbeobachtungen im Etosha Nationalpark ist der namibische Winter perfekt: Zwischen Juni und Oktober versammeln sich die Big Five an den Wasserlöchern des Schutzgebietes. Walbeobachtungen in der Walvis Bay sind von Juni bis November von Erfolg gekrönt. Falls Sie sich schon jetzt auf herausfordernde Wanderungen im Fish River Canyon freuen, planen Sie Ihre Namibia Reise in der Zeit von April bis September. Bei relativ kühlen Temperaturen und seltenen Niederschlägen genießen Sie die Fernsicht und das magische Licht Namibias.

Safarierlebnisse, Kolonialstädte und unvergessliche Begegnungen – Sehenswertes in Namibia
Willkommen in der saubersten Stadt Afrikas: Windhoek als Mittelpunkt Namibias

Die namibische Hauptstadt liegt im Herzen des Landes und dient häufig als Ausgangspunkt zur Entdeckung des faszinierenden Landes. Einst waren hier Thermalquellen zu finden, von denen sich der Herero-Name der Stadt „Otjomuise“ – Ort des Dampfes – ableitet. Das Wahrzeichen der 1840 errichteten Kolonialmetropole ist die Christuskirche, deren 24 m hoher Kirchturm 1910 eingeweiht wurde. Die bunten Bleiglasfenster stammen aus Nürnberg und stellten ein Geschenk des Kaisers Wilhelm II. dar. Im historischen Zentrum besuchen Sie die imposante Alte Feste, in der sich das Nationalmuseum Namibias befindet. Obwohl der Großteil der Stadt ein typisch mitteleuropäisches Flair verströmt, erblicken Sie auch Bauwerke, die die afrikanischen Wurzeln wieder aufleben lassen. Der Oberste Gerichtshof erinnert beispielsweise stolz an nordafrikanische Bauten mit langen Säulengängen, die in einen mit einheimischen Pflanzen gestalteten Garten führen. Um die zeitgenössische Kunst Namibias und Afrikas kennenzulernen, eignet sich ein Besuch der Nationalgalerie.

Die Perle an der atlantischen Küste: Walvis Bay

Die größte Hafenstadt Namibias ist die „Walfischbucht“ Walvis Bay. Bei einem gemütlichen Spaziergang beobachten Sie kleine Fischerboote beim Hinausfahren auf das Meer oder staunen, wie aus riesigen Frachtschiffen die Waren ausgeladen werden. Vielleicht erhaschen Sie bei einer Fahrt mit einem Motorboot einen Blick auf majestätische Wale oder eine verspielte Delfin-Schule. Lassen Sie es sich nicht entgehen, den tagesfrischen Fang in einem der kleinen Restaurants zu probieren: Langusten, Austern und andere Delikatessen wissen das klare, kalte Wasser des Atlantik zu schätzen und begeistern Gourmets durch ihre herausragende Qualität. Besuchen Sie im Zentrum der 60.000-Einwohner-Metropole die vollkommen aus Holz errichtete Missionarskirche, deren Grundstein bereits 1880 gelegt wurde. Mehr über die Geschichte der drittgrößten Stadt Namibias erfahren Sie im Civic Center, in dem sich das heimatkundliche Museum befindet.
Südlich von Walvis Bay liegt eine Lagune, die bereits vor über 5.000 Jahren entstanden ist. Zwischen hohen Sanddünen versteckt sich ein wahres Paradies für Hobby-Ornithologen: Hunderttausende Vögel suchen das Vogelschutzgebiet, in dem sich auch weitläufige Salzfelder finden, während ihres Zuges in arktische Regionen auf. Langbeinige Flamingos können hier während einer Kajak-Fahrt genauso beobachtet werden wie laute Seeschwalben oder bunte Pelikane.

Lüderitz – eine Bilderbuchstadt im Süden Namibias

An der Grenze der Wüste Namib zum Atlantik finden Sie die kleine, auf Felsen erbaute 20.000-Einwohner-Gemeinde Lüderitz. Als erstes fallen Ihnen die bunten Jugendstilfassaden der Häuser auf, die allesamt auf die 1883 erfolgte Grundsteinlegung durch den Bremer Tabakhändler Franz Adolf Lüderitz zurückgehen. Verspielte Gründerzeitvillen, Straßenlaternen aus Gusseisen und eine surreale Naturkulisse machen den ersten geschützten Hafen an der südlichen Atlantikküste zu einem beeindruckenden Ausflugsziel.
Das Wahrzeichen der von deutscher Kolonialarchitektur geprägten Küstenstadt stellt die 1911 errichtete Felsenkirche dar, die über der Stadt auf dem Diamantberg thront. Einen spannenden Einblick in den Diamantenabbau, der einst die wirtschaftliche Grundlage der Stadt darstellte, erhalten Sie im Eberlanz Museum. Werfen Sie auch einen Blick in das Kapps Hotel, das das älteste der Stadt ist und bis heute mit der eleganten Einrichtung den überschwänglichen Zauber des Diamantenbooms bewahrt hat. Obwohl das Wasser in der natürlichen Bucht mit maximal 18°C nicht zum Baden einlädt, können Sie auf langen Spaziergängen die versteckten Strandabschnitte mit nistenden Brutvögeln für sich entdecken.

Kunene – zurück zum Anbeginn der Zeit im Norden Namibias

Die Region Kunene liegt an der Grenze zu Angola und erfasst weite Teile der Skelettküste. Die malerischen Epupafälle stellen im nordwestlichen Gebiet Namibias den Hauptanziehungspunkt für Reisende dar. Der schnell fließende Kunene, der Grenzfluss zu Angola, fällt inmitten des Hochlandes über 40m in die Tiefe. Von einer kleinen Aussichtsplattform aus staunen Sie über das herrlich erfrischende Naturschauspiel.
Die „zweifelhafte Quelle“ Twyfelfontein beherbergt in ihrer direkten Umgebung über 200 Gesteinsplatten mit prähistorischen Felsmalereien und Felsritzungen. Die Gravuren in dem gleichnamigen Tal sind Schätzungen zufolge über 5.500 Jahre alt und stellen vorwiegend Jagdszenen dar. Die zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärten Zeichnungen besichtigen Sie auf einer geführten Wanderung über einen Bergpfad mit fantastischen Ausblicken auf die rostbraunen Felsgebilde. Nordöstlich der Twyfelfontein-Region breitet sich der „versteinerte Wald“ aus. Über 250 Mio. Jahre alte Baumriesen ragten einst bis zu 30 m in die Höhe. Heute liegen diese fossilen Naturphänomene, auf denen noch immer die Jahresringe zu erkennen sind, direkt auf der Erde.

Erongo – Strandurlaub mit Kultur verbinden

Die Küstenregion gruppiert sich rund um die Regionalhauptstadt Swakopmund. Der belebte Badeort wartet mit eher kühlen Wassertemperaturen um 15°C, optimalen Windverhältnissen zum Surfen und pittoresken Dünenlandschaften auf. Der von vielen Plätzen der Stadt zu sehende, rot-weiß-gestreifte Leuchtturm erinnert stark an seine Artgenossen an der Nordsee. Viel Neues über die prähistorischen Siedlungen Namibias erfahren Sie im Swakopmund Museum.
Rund 90 km im Landesinneren begrüßt Sie schon von Weitem das charaktervolle Brandbergmassiv. Der Königsstein ist mit 2.573 m nicht nur der höchste Gipfel der Gruppe, sondern auch des ganzen Landes. Das nahezu runde Brandberg in Namibia beherbergt über 50.000 Felszeichnungen an knapp tausend Fundorten. Jäger, Zebraherden und die berühmte Weiße Dame sind schätzungsweise 3.000 Jahre alt und können auf einer Wanderung durch von seltenen Feigenbüschen, Akazien und Flaschenbäumen umsäumten Pfaden in Augenschein genommen werden.

Etosha Nationalpark – Safarireisen durch das größte Schutzgebiet des Landes

Auf Ihrer Namibia Reise dürfen einige Tage im 22.275 km² großen Nationalpark nicht fehlen. Der „große weiße Platz“, was der Name in Oshivambo bedeutet, wurde bereits 1907 zu einem Naturschutzgebiet erklärt. Im Zentrum des Parks befindet sich die namensgebende, 5.000 km² große Etosha-Pfanne, die aus Kalksalz besteht und nahezu unbewachsen ist. Während der Regenzeit füllt sich diese mit Wasser und zieht neben tausenden Wasservögeln auch Herden von Antilopen und Zebras an. Rund um diese finden Sie unterschiedlichste Landschaftsformen vor: Von unendlich scheinenden Grasfeldern über karge Dornbuschsavannen und Trockenwälder bis hin zu den Dolomit-Inselbergen bietet der Etosha Nationalpark eine überwältigende Vielfalt an neuen Eindrücken.
Natürlich ziehen die berühmten Big Five, die hier einen geschützten Lebensraum vorfinden, die Reisenden magisch an. Beobachten Sie wie Afrikanische Elefanten friedlich zu Wasserlöchern ziehen, staunen Sie über die Wendigkeit der massigen Nashörner oder halten Sie den Atem beim Anblick eines Löwen oder dem Sprint eines Gepards an. Zahlreiche Antilopenarten, Zebras und kleiner Buschbewohner vervollständigen die 130 Säugetierarten, die hier ein Zuhause gefunden haben.

Der größte Canyon Afrikas: der Fish River Canyon

Der zweitgrößte Canyon der Welt liegt inmitten des ǀAi-ǀAis-Richtersveld Transfrontier Parks. Am Unterlauf des 800 km langen Fischflusses beginnt wie aus dem Nichts bei Seeheim die 161 km lange Schlucht, die nach Ais-Ais führt. Diese wurde vor ca. 500 Mio. Jahren vom Fischfluss ausgespült und begeistert Reisende mit fantasievollen Gesteinsformationen und spektakulären Panoramen. Ausgedehnte, geführte Wanderungen, die aufgrund der extremen Temperaturen nur zwischen April und September stattfinden, führen Sie unter anderem an die tiefste Stelle des Canyons, die sich in 549 m Tiefe befindet. Insbesondere die Abendsonne taucht das durchbrochene Felsmassiv in ein mystisches rot-oranges Licht, das das Gestein wie Feuer erstrahlen lässt. Bei der Wanderung erblicken Sie quirlige Springböcke, zarte Antilopen und ausdauernde Bergzebras, die die ganzjährig unterirdisch gespeisten Wassertümpel aufsuchen.

Die Kalahari-Wüste: der letzte Rückzugsort für Mensch und Tier

Die wüstenähnliche Savanne breitet sich im südlichen Afrika zwischen Namibia, Botswana, Angola und Sambia auf 2,5 Mio. km² aus und ist damit die größte zusammenhängende Sandfläche der Welt. Die sandige, flache Landschaft wird von vereinzelten Roiboossträuchern, Akazien und Dornbüschen dominiert. Wenn Sie Glück haben, können Sie die Kalahari direkt nach einem Regenschauer erleben: Bunt leuchten wie von Zauberhand die Büsche und Gräser auf und begeistern durch das Farbenspiel. Die östliche Landesregion ist aber auch außerhalb dieser Wetterphänomene ein beliebtes Ziel für Safaris durch den Kgalagadi-Transfrontier-Nationalpark, der an der südafrikanischen Grenze liegt. Halten Sie von einem sicheren Jeep aus Ausschau nach Löwen, Antilopenherden oder stolzen Giraffen. Besonders eindrucksvoll sind die beheimateten Webervögel, die sowohl durch die bunte Federpracht, als auch durch die kreativen Nestkonstruktionen beeindrucken.
Die Gebiete der Kalahari sind das Hauptsiedlungsgebiet der San. Die Vorfahren der als Nomaden lebenden Buschmänner haben sich bereits vor 25.000 Jahren in der kargen Trockensavanne angesiedelt. In Lebenden Museen besuchen Sie die Siedlung eines Stammes und lernen die traditionelle, naturnahe Lebensweise der Urvölker auf Ihrer Reise durch Namibia aus nächster Nähe kennen. Der San-Kultur im Speziellen widmet sich das Lebende Museum der Ju/´Hoansi, wo Sie in einem typischen Dorf an seinem Leben, seinem Alltag und seinen Traditionen teilhaben dürfen.

Die namibische Kultur – zwischen Afrika und Europa

Als Gegensatz zur kargen Natur und den herausfordernden Lebensbedingungen werden Feste in Namibia ausgelassen und ausgiebig gefeiert. Neben deutschen Klassikern wie Neujahr, Ostern, dem Oktoberfest und dem Karneval erleben Sie auf Ihrer Namibia Reise auch traditionelle Feierlichkeiten der eingeborenen Völker. Am Sonntag nach dem 23. August ist Otjiserandu – das Herero-Fest von Okahandja. Im Mittelpunkt steht die Farbe Rot, in der die viktorianisch anmutenden Trachten und Dekorationen leuchten. Am Wochenende vor dem 10. Oktober findet das Zeraoua-Fest statt. An diesem gedenken die Herero ihren Ahnen und kommen zu langen, farbenprächtigen Umzügen durch Omaruru zusammen.
Die traditionelle Küche Namibias baut auf der Lebensweise der Urvölker des afrikanischen Landes auf. Im Mittelpunkt stehen Früchte, Getreide, Wurzeln und Rindfleisch. Einen Hauptbestandteil jeder Mahlzeit bildet der Pap, ein polenta-ähnlicher Maisbrei, wobei dieser in den nördlichen Regionen aus Perlhirse zubereitet wird. Entlang der Küste sind Meeresfrüchte fester Bestandteil vieler Gerichte. Hochseefische, Schalentiere und Meeresfrüchte dominieren auch in den Caprivi-Gebieten den Tisch. Viele Speisekarten der Restaurants auf Ihrer Reise durch Namibia führen typisch deutsche Gerichte, wie Kasseler oder Schweinsbraten mit Rotkohl. In südlichen Regionen werden häufig süße Beilagen, wie in Südafrika, zum Fleisch gereicht.
John Muafangejo gilt weltweit als der erste namibische Künstler, der trotz vorherrschender Apartheid international Aufsehen erregte. Seine markanten schwarz-weißen Linolschnitte sind bis heute an vielen Häusern des Landes präsent. Im nach ihm benannten John Muafangejo Art Center bewundern Sie eine neue Künstlergeneration, die provokant ihr koloniales Erbe in modernen Installationen verarbeitet. Musikalisch stach der Sänger und Musiker Jackson Kaujeua hervor. Seine Lieder, deren Texte in über 15 namibischen Sprachen verfasst waren, handeln nicht nur von seinen Ahnen, der Natur und anderen traditionellen Themen, sondern vermitteln auch politische Botschaften. Der Künstler kämpfte bis zu seinem Tod 2010 für die Unabhängigkeit Namibias und hinterließ mit seinen Hymnen auf die Freiheit, die oft afrikanische Melodien modern interpretierten, ein über die Grenzen Namibias hinaus bedeutendes Erbe.

Der lange Kampf für die Unabhängigkeit – die Geschichte Namibias

Obwohl das südafrikanische Land bereits seit prähistorischer Zeit von nomadisch lebenden Hirten des Stammes San besiedelt war, setzte erst im 15. Jahrhundert der erste Europäer während der portugiesischen Seefahrten seinen Fuß auf namibischen Boden. Im Zuge der panafrikanischen Völkerwanderung drangen im Laufe des 17. bis 19. Jahrhunderts andere Stämme, wie die Herero, die Nama und andere nach Namibia ein und drängten die Buschmänner an die südliche Grenze der Kalahari ab.
Im 19. Jahrhundert begann eine vermehrte Zuwanderung aus Europa, wobei die neuen Einwohner vorwiegend aus Deutschland, England und Portugal stammten. 1885 wurde Namibia – mit Ausnahme von Walvis Bay, das britisch blieb – zur Kolonie Deutsch-Südwestafrika ernannt. Im Januar 1904 brach der Herero-Krieg des afrikanischen Volksstammes gegen die deutschen Kolonialherren aus. Im Anschluss daran erhoben sich andere Gruppen gegen die Deutschen von 1904 bis 1908 im Zuge des Nama-Aufstandes. Der Erste Weltkrieg traf auch die namibische Bevölkerung, die erfolglos einige Gefechte mit südafrikanischen Unionstruppen ausfocht und von diesen besetzt wurde.
1920 gelangte Namibia unter die südafrikanische Verwaltung, mit der zwar der deutsche Einfluss zurückgedrängt, jedoch der südafrikanische samt seiner Apartheid-Regelungen implementiert wurde. Erst 1971 erklärte der Internationale Gerichtshof die Verwaltung für rechtswidrig, woraufhin sich diese bis 1973 nach und nach zurückzog. Die politischen Wirren verhalfen der Südwestafrikanischen Volksorganisation an die Macht, die bis 1988 einen nationalen Krieg gegen Regimegegner und Befreiungsbewegungen führte. Am 21. März 1990 wurde Namibia für unabhängig erklärt.

Reisetipps für Namibia – die Do´s und Dont´s auf Ihrer Afrikareise

Safaris gehören zu jeder Namibia Reise dazu. Die hautnahe Begegnung mit Wildtieren zählt damit zu den Highlights jedes Afrika-Urlaubs. Halten Sie jedoch immer einen respektvollen Abstand zu diesen ein. Auch hektische Bewegungen und der Einsatz von grellem Blitzlicht sollten tunlichst vermieden werden. Bleiben Sie in ausgewiesenen Wildtierbereichen immer im Fahrzeug, denn die hervorragend getarnten Tiere können bei der Verletzung ihres Schutzbereiches aggressiv reagieren.
In Namibia sind Souvenirs aus Tierhäuten, Elfenbein oder Korallen strengstens verboten. Selbst wenn diese auf ländlichen Märkten angeboten werden und die Idee verlockend erscheinen mag, eine kleine Trophäe als Andenken mitzunehmen – lassen Sie die Finger davon und erfreuen Sie sich an den Wildtieren in ihrer natürlichen Umgebung.
Viele Reisende haben an den ersten Tagen in Namibia mit Magenbeschwerden zu kämpfen. Schuld daran sind zumeist klimatische und hygienische Anpassungsschwierigkeiten, die nach wenigen Tagen problemlos abklingen. Achten Sie jedoch darauf, nur Wasser aus original verpackten Flaschen zu trinken und auf Eiswürfel und rohes Fleisch oder rohen Fisch zu verzichten.
Vermeiden Sie es, nachts alleine unterwegs zu sein: Sei es im Busch, wo nachtaktive Raubtiere warten, oder in vermeintlich idyllischen Städten wie Lüderitz. Auch wenn Namibia ein politisch stabiles Reiseziel darstellt, kann es wie überall auf der Welt zu unangenehmen Situationen kommen, die leicht zu verhindern sind. Nutzen Sie bei abendlichen Restaurantbesuchen ein vorab bestelltes Taxi und tragen Sie grundsätzlich möglichst keine Wertsachen oder größere Geldbeträge bei sich.
Fragen Sie beim Fotografieren der Ureinwohner Namibias nach ihrem Einverständnis. Dies ist nicht nur eine Frage des Respekts, sondern auch der guten Sitte. Eine kleine Dankesgeste ist natürlich meistens herzlich willkommen. Vielleicht nehmen Sie Abstand von einer monetären Belohnung – ein echtes Lächeln kann man nirgendwo erkaufen – sondern packen schon im Voraus kleine, günstige Mitbringsel aus Ihrer Heimat ein. Anhänger, kleine Magnete oder ähnliche Souvenirs passen in die kleinste Westentasche und sorgen für einen Austausch zwischen den Kulturen.

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