ALDI Reisen
Jetzt Traumreise finden!

Tansania

Auf Reisen nach Tansania sichten Sie mit dem Safari-Jeep die Wildtiere Afrikas in der Savanne, baden im Indischen Ozean und bewundern Afrikas höchsten Berg.

Überblick

Der ostafrikanische Staat Tansania ist untrennbar mit dem höchsten Berg Afrikas, dem Kilimandscharo, und der idyllischen Ferieninsel Sansibar verbunden. Letztere gehört zu den beliebtesten Destinationen aller Sonnen- und Strandliebhaber. Doch auch die Festlandküste hat Ihnen herrliche Badebuchten am Indischen Ozean zu bieten, an denen Sie tauchen und surfen können. Keine Reise nach Tansania ist komplett ohne eine Safari durch die Nationalparks des Landes. Hier begegnen Sie aus sicherer Distanz vom Jeep aus wilden Tieren wie Löwen, Elefanten, Nashörnern und Giraffen.

Geografische Lage
Tansania liegt in Ostafrika und hat einen großen Anteil an der Küste zum Indischen Ozean. Daneben grenzt der Staat an Kenia, Uganda, Ruanda, Burundi, die Demokratische Republik Kongo, Sambia, Malawi und Mosambik.

Größe
Das Land umfasst insgesamt 945.087 km².

Einwohnerzahl
Mit ca. 53 Mio. Einwohnern ist Tansania das sechstgrößte Land Afrikas.

Sprache
In Tansania werden etwa 125 Sprachen gesprochen. Neben den offiziellen Amtssprachen Swahili und Englisch sind u.a. auch Arabisch und indische Sprachzweige vertreten. Die meisten Einwohner sprechen Bantusprachen.

Flughafeninformationen
Der wichtigste Flughafen befindet sich in der Großstadt Daressalam (DAR). Daneben werden internationale Verbindungen in die Kilimandscharo-Region (JRO), nach Sansibar (ZNZ) und nach Mwanza (MWZ) angeboten.

Reisepass/Visum
Das Visum für die Einreise nach Tansania erhalten Sie vorab auf der Botschaft oder bei der Ankunft auf einem der internationalen Flughäfen, an großen Grenzübergängen und am Seehafen von Sansibar. Der Reisepass sollte mindestens noch sechs Monate über den Urlaub hinaus gültig sein.

Landesvorwahl
+255

Währung
Tansania-Schilling

Kreditkarten
Viele Supermärkte, Restaurants und Hotels akzeptieren Kreditkarten. Diese funktionieren zudem an den meisten Geldautomaten.

Zeitzone
UTC+3

Urlaub in den Tropen: das Klima in Tansania

Tansania ist ein tropisch geprägtes Land. Ganzjährig ist es in den niederen Lagen sehr heiß und es gibt je nach Region ein bis zwei Regen- und Trockenzeiten. Im Norden sind es derer zwei: Zu heftigen Niederschlägen kommt es hier von März bis Mai und im Oktober und November. Je weiter Sie in Tansania nach Süden reisen, desto ausgedehnter werden die Schauer von November an. Sie reichen hier bis in den April hinein. Danach ist es vorwiegend trocken. Lediglich die Küste ist mit Niederschlag auch in den Trockenzeiten eine Ausnahme. In diesen Monaten fällt aber deutlich weniger Regen als in anderen Regionen. Von August bis Mai liegen die Temperaturen am Indischen Ozean bei über 30°C und nehmen im Juni und Juli nur geringfügig ab. Mit entsprechend hohen Wassertemperaturen um die 27°C dürfen Sie rechnen. Der europäische Sommer umfasst im Übrigen auch die Hauptsaison an der Küste. In den deutlich kälteren Berggegenden geht man für gewöhnlich in der Trockenzeit, vor allem im Januar, wandern.

Pulsierende Städte, der höchste Berg Afrikas und die Serengeti: Tansanias Highlights. Eine der bunten Metropolen Ostafrikas: Besuch in Daressalam

Obwohl Daressalam die größte Stadt Tansanias ist, nutzen nur wenige Urlauber die Gelegenheit einer Ankunft über den internationalen Flughafen, um die Metropole genauer kennenzulernen. Dabei hat Daressalam kulturell einiges zu bieten und verfügt darüber hinaus über zahlreiche malerische Strände. Einen kleinen Spaziergang zu den Badebuchten können Sie an der Waterfront Kivukoni, der Uferpromenade im Zentrum, beginnen. Hier werfen Sie einen Blick auf die historischen Kolonialbauten der Deutschen und Briten. Interessant ist ein Blick in die katholische St.-Joseph-Kathedrale, in der jeden Sonntag die mitreißenden afrikanischen Gottesdienste begangen werden. Im weiteren Umfeld der Waterfront finden Sie außerdem das Nationalmuseum, in dem Sie sich eingehend mit der Geschichte des Landes, seinen vielen Völkern und dem Unabhängigkeitskampf beschäftigen können. Nach so viel Kultur entspannen Sie am besten in der Austernbucht, einem der schönsten Strände von Daressalam. Dabei ist es nicht nur der feine weiße Sand und das türkisfarbene Wasser, welche den Reiz des Küstenabschnitts ausmachen. Die bunten Essensstände und Garküchen verkaufen Ihnen hier frittierten Maniok und Kochbananen, Fisch und frisches Obst. Etwas ruhiger ist es dagegen am Sunrise Beach und am South Beach. Dort können Sie jeden Morgen atemberaubende Sonnenaufgänge erleben. Eine weitere Option, um in Daressalam zu entspannen, sind die Halbinsel Msasani und das Eiland Bongoyo, die beide sehr beliebt bei ausländischen Besuchern sind. Direkt hinter dem Ufer beginnt auf Bongoyo der tropische Regenwald, in dem Sie auf den ausgeschilderten Pfaden die Artenvielfalt Ostafrikas kennenlernen.

Märkte und Basare machen Daressalam zu einer geschäftigen Metropole. Besuchen Sie z.B. in Ihrem Urlaub in Tansania den Fischmarkt von Kivukoni und beobachten Sie das rege Treiben: Die Fischer bringen Waren wie Krabben, Schwertfische, Oktopusse oder Garnelen an Land und versuchen lautstark etwaige Käufer von der Qualität ihres Produktes zu überzeugen. Auch hier warten einige kleine Restaurants auf Sie, die die Meeresspeisen sogleich in aromatische Suppen oder knusprig gebratene Filets verwandeln. Kunsthandwerk finden Sie dagegen auf dem Mwenge-Markt. Allem voran lassen sich hier Schnitzereien und Holzskulpturen erwerben, die das Leben im Stamm nacherzählen. Viele der Souvenirs werden direkt vor Ort gefertigt – bei der Arbeit können Sie den Künstlern sogar zusehen. Wenn Sie dies inspiriert, mehr über das ländliche Tansania zu erfahren, begeben Sie sich am besten ins Village-Museum. Unter freiem Himmel werden traditionelle Hütten mitsamt ihrer Einrichtung gezeigt.

Am Fuße des Mount Meru: A wie Arusha

In Tansania ist die 400.000-Einwohner-Stadt Arusha im Nordwesten schlichtweg als „A“ bekannt. „A“ steht vor allem für lebhafte Gemüse- und Fleischmärkte. Zudem gibt es im Zentrum einen großen Massai-Markt mit regionaler Kunst. Die meisten Besucher nutzen ihre Zeit in Arusha, um den 4.667m hohen Mount Meru zu erklimmen. Wer bereits Erfahrung im Bergsteigen und Höhenwandern hat, kann es innerhalb von zwei bis drei Tagen zum Gipfel und zurück schaffen. Begleitet werden Sie stets von einem der Ranger des Naturschutzgebiets. Einmal angekommen, genießen Sie die herrliche Aussicht über die Serengeti – bei gutem Wetter sogar bis zum Kilimandscharo. Der sich vor Ihnen ausbreitende Arusha-Nationalpark kann am besten bei einer Kamel- oder Jeepsafari besucht werden. Auf Ihrer Tour entdecken Sie große Wildtiere wie Nashörner, Giraffen und Elefanten.

Die junge Hauptstadt Dodoma

Anfang der 70er Jahre entschied man sich in Tansania dazu, die offizielle Hauptstadt des Landes ins Zentrum zu verlegen. In Dodoma entstanden seither etliche Regierungsbauten, die jedoch nur zeitweise genutzt werden. Diese prägen zusammen mit den Häusern aus der Kolonialzeit das Stadtbild – gegründet wurde Dodoma 1907 von deutschen Siedlern, deren Spuren bis heute sichtbar sind. Sehenswert sind nicht zuletzt auch die Gotteshäuser, die katholische Kanisa-la-Biblia-Kirche z.B. und die Gaddafi-Moschee. Im Herzen des Zentrums steht die Nyerere-Statue, welche das Leben des ersten Präsidenten Tansanias ehrt. Lohnenswert ist Dodoma u.a. für Weinliebhaber. Das einzige Anbaugebiet Ostafrikas liegt in der Umgebung der Hauptstadt. Verschiedene Geschäfte und Restaurants warten mit einer Kostprobe auf Sie.

Urlaub am Victoriasee: Mwanza und Umgebung

Der Victoriasee ist der größte See Afrikas. Tansania hat an ihm im Nordwesten Anteil – hier bildet er mit seinem Fischreichtum die Lebensgrundlage für viele der Einheimischen. Die Stadt Mwanza gilt als ein wichtiges Drehkreuz in der Region. Wenn Sie das Gewässer z.B. per Boot oder zu Fuß am Ufer erkunden möchten, ist der Ort ein hervorragender Ausgangspunkt. Vom Hafen aus gehen viele Ausflugsschiffe ab, die Sie zu den schönsten Punkten auf dem Victoriasee bringen. Zudem werden Sie gleich mehrere von Tansanias schönsten Nationalparks vor den Toren Mwanzas kennenlernen können. Nur 10 Minuten sind es mit dem Boot zur geschützten Insel Saanane, auf der Sie malerische Küstenformationen und reicher Waldbestand erwarten. Ebenfalls auf dem Victoriasee liegt das Eiland Rubondo, welches für Vogelbeobachter und Hobbyfischer interessant ist. Sichten lassen sich hier auch mehrere Affenarten, Antilopen, Nashörner und Krokodile. Der berühmte Serengeti Nationalpark liegt etwa 150 km östlich von Mwanza. Er gehört zu den meist besuchten Regionen für Safaris in Tansania. Ein kulturelles Highlight am Victoriasee ist das Sukuma-Museum in Bujora, das sich eingehend mit der Geschichte, Architektur und Sprache des gleichnamigen Stammes auseinandersetzt.

Der Himmel über Afrika: Touren am Kilimandscharo

Im Grenzgebiet zu Kenia erhebt sich der mit 5.895 m höchste Berg Afrikas, das Kilimandscharo-Massiv. Dessen Kibospitze ist trotz seiner Nähe zum tropisch heißen Äquator stets mit einer Haube Schnee bedeckt. Mit etwas Ausdauer und einem obligatorischen Wanderführer können Sie bis zum Gipfel hinaufklettern und den einzigartigen Kontrast zwischen Savanne und Bergland bestaunen. Auf dem Weg nach oben kommen Sie an weitem Steppenland und Sümpfen vorbei, passieren saftiges Grasland und den artenreichen Regenwald, der bis auf eine Höhe von fast 3.000 m reicht. Anschließend eröffnet sich Ihnen ein karges Strauchland, das schließlich bis zu den bläulich schimmernden Gletschern führt. Technisch ist der Aufstieg verhältnismäßig einfach. Probleme bereiten können die dünne Luft in den höheren Lagen und der stetige Anstieg. Wer sich diese Herausforderung nicht zutraut, kann den Anblick auf den majestätischen Riesen inmitten des ostafrikanischen Flachlands auch von Ortschaften wie Moshi oder der Serengeti aus bewundern. In den niedrigeren Lagen lohnen sich zudem kleinere Wanderungen zu den Chagga-Stämmen, Wasserfällen und Wasserstellen, an denen die Tiere der Savanne zum Trinken vorbeikommen. In Moshi ist im Übrigen ein alter deutscher Glockenturm erhalten, der 1901 von einer Leipziger Kirchenmission errichtet wurde.

Raubkatzen im erloschenen Vulkan: der Krater Ngorongoro

Auf dem Satellitenbild von Tansania fällt zwischen Serengeti- und Manyara-Nationalpark ein mächtiger Krater ins Auge. Mehr als 26.000 ha groß ist das Gebiet des Ngorongoro, welches einst Vulkanberg und heute einer der beeindruckendsten Lebensräume für die Tiere Afrikas ist. Zu entdecken gibt es auf dem trockenen Boden mehr als 25.000 Wildtiere, darunter vor allem Raubkatzen – in ganz Afrika könnte deren Dichte kaum höher sein. Neben den dominierenden Leoparden und Löwen lassen sich außerdem Hyänen, Elefanten und Flusspferde sichten. Von den nur noch wenigen existierenden Spitzmaulnashörnern auf der Welt können einige hier beobachtet werden. Eindrucksvoll ist ein Besuch im Krater Ngorongoro vor allem während der großen Tierwanderungen, wenn die Herden an Gnus und Kuhantilopen quer durch das Naturschutzgebiet ziehen. Wenn Sie Elefanten entdecken möchten, sollten Sie sich vor allem an die waldreichen Ränder des Kraters halten. Hier wurden übrigens auch die deutschen Pioniere der Zoologie Michael und Bernhard Grzimek ehrenvoll bestattet.

Entspannen am Strand: Tansanias Badeparadies Sansibar

Sansibar ist das Bade- und Tauchparadies von Tansania schlechthin. Viele Flüge gehen von Deutschland aus direkt auf die idyllische Insel im Indischen Ozean. Auf der Hauptinsel Pemba können Sie Ihren Urlaub z.B. in der pulsierenden Hauptstadt Stone Town mit ihren vielen Händlerstraßen, Bars und einem vielseitigen Freizeitangebot verbringen. Deutlich kleiner und entsprechend ruhiger sind die Fischerdörfer Nungwi, Kendwa und Matemwe. Nehmen Sie sich hier z.B. einen Tauchkurs, wenn Sie einen Eindruck von der tropischen Farbenpracht der hier lebenden Fische und Kleintiere gewinnen möchten. Der Indische Ozean rund um Sansibar gehört zu den weltweit besten Tauchrevieren und ermöglicht es Ihnen, sogar mit kleineren Haien und Delfinen zu schwimmen. Im Juli sorgt das Mwaka Kogwa Festival in Makunduchi für gute Laune. Hierbei erhaschen Sie einen Hauch regionaler Kultur, tanzen im Stil der Einheimischen, lassen sich von der traditionellen Musik mitreißen und genießen das aromatische Essen von Sansibar.

Multiethnische Kultur und Stammestraditionen

Mit mehr als 130 Ethnien und 125 Sprachen gehört Tansania zu den großen Vielvölkerstaaten auf dem afrikanischen Kontinent. Viele der Einwohner verwenden eine der Bantusprachen – zudem sind nilotische, kuschitische und Khoisan-Sprachen verbreitet. Auf Sansibar wird nicht selten Arabisch und Indisch gesprochen. Dass Swahili zu einer Art Landessprache geworden ist, geht auf die deutschen Kolonialherren zurück. Später wurde diese auch vom ersten Präsidenten Julius Nyerere gefördert. Bei der Religion unterscheidet sich Tansania in einen etwa 40% zählenden muslimischen Teil, eine etwa gleich hohe Anzahl Christen sowie ein geringer Anteil an Volks- und Naturreligionen. Letztere spielen jedoch auch bei vielen Anhängern von Islam und Christentum eine große Rolle im Alltag.

Von den uralten Stammestraditionen rühren auch die kunsthandwerklichen Techniken her. Die Schnitzkunst der Makonde ist beispielsweise sehr hoch angesehen. Obwohl ihre Siedlungsgebiete eigentlich im Südosten liegen, verkaufen die Stammesangehörigen ihre wertvollen Skulpturen und Masken aus Ebenholz mittlerweile landesweit. In der Malerei bestimmen die Ansätze der Edward Saidi Tingatingas die Grundwerte. Der Begründer der nach ihm benannten Kunstrichtung band in den 60er Jahren erstmals traditionelle Elemente wie Tierdarstellungen und Felsmalereien aus Ostafrika in seine Werke ein. In der Musik werden rhythmusbetonte Klänge mit Instrumenten wie der Weizenkornrassel Kayamba, den Siwa-Hörnern, dem Tari-Tamburin und Ngoma-Trommeln erzeugt. In den letzten Jahrzehnten haben sich zudem internationale Stile wie Rumba, Reggae und Jazz durchgesetzt. Eine Besonderheit ist das aus einer Mischung ostafrikanischer, arabischer und indischer Einflüsse auf Sansibar entstandene Genre Taarab.

Ein wichtiger Teil Ihrer Reise nach Tansania wird natürlich das Essen sein. Die Küche des Landes ist vielseitig und von den Gegebenheiten der jeweiligen Region geprägt. Am Indischen Ozean und am Victoriasee gibt es so vor allem Fisch. Dieser wird meist frittiert zusammen mit Ugali-Maisbrei oder Kochbananen serviert. Im Hinterland isst man deutlich mehr Lamm- und Ziegenfleisch, Rind oder Hähnchen. Als Beilage oder in Eintöpfen reichen die Tansanier zudem oft Bohnen, Kohl und das spinatartige Gemüse Boga.

Tansanias Geschichte im Überblick

Die ersten Städte bildeten sich in Tansania etwa im 9. Jahrhundert an der Küste des Indischen Ozeans heraus und waren durch die Einflüsse der Araber überwiegend muslimisch geprägt. Einige hundert Jahre später kamen schließlich von Süden her die Portugiesen und begannen schrittweise in die althergebrachten Stammeskulturen der Region einzudringen. Die deutsche Kolonisation fand erst im 19. Jahrhundert statt. Mit militärischen Kräften eroberte das Kaiserreich Küste und Binnenland, die anschließend als Deutsch-Ostafrika zur Kolonie wurden. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde das Territorium vor allem von den Briten besetzt und blieb bis in die 60er Jahre unter deren Obhut. 1961 wurde die Region Tanganjika am gleichnamigen See vom Vereinigten Königreich unabhängig – wenige Jahre darauf folgte Sansibar. Beide vereinigten sich 1964 zur Republik Tansania, deren Name von den drei Anfangsbuchstaben der beiden Gründungsstaaten herrührt.

Zum ersten Präsidenten Tansanias wurde Julius Nyerere, der bis heute eine enorme Anerkennung besitzt. Sein politischer Ansatz war sozialistisch geprägt und orientierte sich in weniger dogmatischer Weise am Grundmodell der Sowjetunion. Anstelle von deren Kolchosen sollte in Tansania auf die Ujamaa, die traditionelle Dorfgemeinde, gesetzt werden. Nyerere blieb bis 1985 Staatspräsident und bis 1990 Vorsitzender seiner Partei. Erst 1992 wurde das Einparteiensystem aufgelöst und 1995 konnten erstmals seit den 70er Jahren Wahlen stattfinden. Seither wechseln die Präsidenten etwa alle zehn Jahre. Von 1995 bis 2005 regierte Benjamin Mkapa, anschließend der Muslim Jakaya Mrisho Kikwete. Seit 2015 führt John Magufuli die politische Richtung seines Vorgängers weitgehend fort. Trotz der enormen Macht des Präsidenten hat mittlerweile aber auch die Nationalversammlung einen gewissen Einfluss.

Tipps für Ihre Reise: ein Knigge für Tansania

Der muslimische Glaube herrscht vor allem an den Küsten und auf Sansibar vor. Auf der Insel hängt die überwiegende Mehrheit dieser Religion an. Hieraus ergibt sich eine sehr konservative Einstellung gegenüber Freizügigkeit. Oben ohne zu baden oder sich sogar an Tansanias Stränden nackt zu sonnen, ist gesetzlich verboten. Teilweise gibt es einige Hotels, die FKK erlauben. Selbst kurze Hosen, schulterfreie Kleider und Hemden sowie Miniröcke können von den Einheimischen negativ aufgefasst werden. Lediglich in einigen Strandresort ist man den Anblick westlicher Touristen in einem solchen Kleidungsstil gewöhnt, was nicht bedeutet, das jener nicht missbilligt wird. Beim Besuch von Kirchen und Moscheen sollten Sie unbedingt Knie und Schultern bedeckt halten. Dem islamischen Glauben nach sollten Frauen zudem ein Kopftuch tragen.

Auf den Märkten Tansanias wird viel gefeilscht. Gehen Sie ruhig auf das Spiel ein und versuchen Sie, den Preis zu senken. In Restaurants und Hotels ist ein solches Benehmen dagegen tabu. Wenn Sie Essen gehen, sollten Sie auf ein gepflegtes Äußeres achten. Trinkgelder werden meist großzügig gegeben und betragen um die zehn bis 15% des Rechnungspreises. Viele der Bediensteten sind auf diese Geste angewiesen. Weiterhin sollten Sie Reiseführern auf Safaris und Bergtouren einen Obolus geben. Bisweilen ist eine Servicegebühr bereits im Paket inbegriffen – hier sollten Sie beim Veranstalter vorab nachfragen.

Korruption ist in Tansania teilweise ein großes Problem. In den größeren Strandbädern ist dies jedoch eher unwarscheinlich, jedoch kann es auf dem Land durchaus vorkommen. Bleiben Sie in hierbei stets höflich und respektvoll. Geduld ist auch in vielen anderen Situationen, wenn es in Tansania etwas länger dauert, der beste Ratgeber.