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Kuba

Rum und Zigarren, Traumstrände und Prachtbauten prägen Ihren Urlaub auf Kuba, das auf den Spuren von Fidel Castro weitere beeindruckende Facetten besitzt.

Überbllick

Viele Revolutionäre prägten Kuba und formten die heutige kubanische Gesellschaft. Durch die verschiedenen politischen Einstellungen und Herrschaften sind wunderschöne Bauwerke entstanden und historische Sammlungen hinterlegt worden. Doch was immer es zu Kubas Revolutionsgeschichte zu erzählen gibt, Ihre Gastgeber sind stolz auf ihre Perle der Karibik. Sie sind fröhliche Menschen, die zu mitreißenden Salsa-Rhythmen ausgelassen feiern. Der reichen Architektur auf der einen Seite folgt ein wildromantisches Landesinnere mit schroffen Felsen und fruchtbaren Tälern. Dort, wo Kaffee, Zuckerrohr und Tabak gedeihen, zeigt sich die Landschaft von ihrer natürlichen Schönheit: Eine einzigartige Kulisse mit endlos langen Sandstränden verführt zu einem Urlaub auf Kuba.

Geografische Lage
Kuba befindet sich circa 154 km südlich der amerikanischen Inselgruppe Key West. Der Inselstaat wird im Norden und Osten vom Atlantischen Ozean, im Süden vom Karibischen Meer und im Westen vom Golf von Mexiko umgeben.

Größe
Mit einer Gesamtfläche von rund 110.800 km² ist Kuba die größte Insel in der Karibik.

Einwohnerzahl
Auf Kuba leben etwa 11,2 Mio. Menschen.

Sprache
Amtssprache ist Spanisch, in den großen Hotels und Städten wird Englisch verstanden.

Flughafeninformationen
Zu den wichtigsten Flughäfen zählen: Havanna (HAV), Varadero (VRA) und Holguin (HOG).

Reisepass/Visum
Für Ihre Einreise benötigen Sie einen gültigen Reisepass sowie bei einem Aufenthalt von bis zu 30 Tagen ein Touristenvisum.

Landesvorwahl
+53

Währung
Peso Cubano Convertible (CUC)

Kreditkarten
Mit VISA/MasterCard können Sie bezahlen oder Geld abheben. Kreditkarten mit einem Bezug zu einer amerikanischen Bank sowie EC- und Maestro-Karten werden nicht akzeptiert. In ländlicheren Regionen oder kleineren Hotels ist die Kreditkartenzahlung unüblich.

Zeitzone
UTC-5, UTC-4 Sommerzeit

Reisen zur besten Zeit

Auf Kuba herrscht ein tropisches Klima ohne große Temperaturschwankungen. Zur besten Reisezeit zählen die Trockenmonate von November bis April. Während dieser Zeit zeigt das Thermometer tagsüber durchschnittlich 25°C an und sinkt in der Nacht auf angenehme 20°C. Von Mai bis September steigt die Temperatur auf rund 30°C und mehr. Dann nehmen auch die Niederschläge zu. Die Regenzeit kann mit unregelmäßigen, kurzen tropischen Schauern schnell wieder vorbei sein oder vor allem im September und Oktober von Hurrikanen begleitet werden. Dennoch gilt Kuba das ganze Jahr über als ein beliebtes Reiseziel. Und auch ein Bade-, Surf- oder Tauchurlaub ist ganzjährig möglich. Die Wassertemperaturen im Atlantischen Ozean und im Karibischen Meer verführen bei Werten zwischen 24°C und 28°C zum Schwimmen oder Wassersport. Wer hingegen einen Ausflug oder eine Wanderung in die Gebirgsregionen im Landesinneren unternimmt, der sollte wärmere Kleidung im Rucksack haben. Hier liegen die Temperaturen niedriger als in den Küstenorten und sinken in der Nacht nicht selten auf 10°C und weniger.

Inspirationen zu Ihrem Urlaub auf Kuba: Die Weltmetropole Havanna

Wer auf Kuba ist, muss Havanna gesehen haben. Kombinieren Sie die kubanische Hauptstadt mit einem anschließenden Badeaufenthalt in den Ferienorten des Landes oder besichtigen Sie die traditionsreiche Metropole bei einer Kuba Rundreise. Darüber hinaus besteht von vielen Urlaubsregionen Kubas die Möglichkeit, die größte Stadt des karibischen Eilandes auf einem organisierten Ausflug kennenzulernen. Doch ganz gleich, für welche Tour Sie sich entscheiden, es erwartet Sie eine faszinierende und lebendige Metropole. Die Altstadt zählt seit 1982 zum Weltkulturerbe der UNESCO und versprüht einen unverwechselbaren Charme. Flanieren Sie vorbei an den alten Gebäuden spanischer Kolonialarchitektur bis hin zur quirligen Einkaufsstraße Calle Obispo. Dort finden Sie nicht nur exotische Läden, sondern auch das Hotel Ambos Mundos mit dem Museumszimmer in Erinnerung an Ernest Hemingway. Über 20 Jahre lebte der US-amerikanische Schriftsteller auf Kuba und schrieb hier einige seiner bekanntesten Werke, zum Beispiel „Der alte Mann und das Meer“. Und noch heute ist Hemingway allgegenwärtig, wie die vielen Fotos in seinen naheliegenden Lieblingsbars Bodeguita del Medio und El Floridita beweisen. Kehren Sie in diese urigen Gaststätten ein und treten Sie bei einem Mojito oder Daiquiri in die Fußstapfen des Schriftstellers.

Die Besichtigung einer Zigarren- und Rumfabrik darf bei einem Havannabesuch nicht fehlen. In unmittelbarer Nähe zum Hafen befinden sich die Zigarrenhersteller Partagas und La Corona sowie das Rummuseum des beliebten Nationalgetränks Havana Club. Gönnen Sie sich anschließend mit der Pferdekutsche, mit dem dreirädrigen Cocotaxi oder mit einem bonbonfarbenen Oldtimer aus den 50er Jahren eine entspannende Fahrt über den Prachtboulevard Malecón und lassen Sie sich von den luxuriösen Schmuckstücken wie dem Hotel Nacional de Cuba und dem exklusiven Stadtteil Miramar beeindrucken. Und während Sie durch die Gassen chauffiert werden, fallen immer wieder die Porträts zweier Persönlichkeiten ins Auge: Che Guevara und Fidel Castro. Während der Platz der Revolution mit dem 142 m hohen Turm an die legendären Reden beider Freiheitshelden erinnert, dokumentiert das Revolutionsmuseum eindrucksvoll die Lebenswege der beiden. Am Abend lädt das Original der oft kopierten Tropicana-Show mit einer fröhlichen Mischung aus Akrobatik und lateinamerikanischen Salsa-Rhythmen zur Unterhaltung ein.

Die Tabakhauptstadt Pinar del Rio

Gut 164 km südwestlich von Havanna liegt die Provinzhauptstadt Pinar del Rio. Die bereits 1669 gegründete Stadt liegt seit eh und je so verkehrsgünstig, dass sie von der regionalen Tabakproduktion profitierte und zu Wohlstand kam. Mehr als drei Viertel der landesweiten Tabakproduktion führen über Pinar del Rio, wo beispielsweise die bei Kennern hochgeschätzten Vegueros per Hand gedreht werden. Wer mehr über die Herstellung erfahren möchte, der sollte die Fábrica de Tabacos Francisco Donatién besuchen. Im Zentrum der Tabakhauptstadt lohnt ein ausgedehnter Spaziergang. Beginnen Sie Ihren Rundgang an der Hauptstraße Calle Marti mit ihren Kolonialbauten, besichtigen Sie die Kathedrale von San Rosendo aus dem Jahre 1883, erkunden Sie das klassizistische Theater Milanes und probieren Sie in der Likörfabrik Casa Garay den Guavenbrandy Guayabita.

Santiago de Cuba: auf den Spuren vom Buena Vista Social Club

Zu den weiteren besonderen Reisetipps auf Kuba gehört die zweitgrößte Metropole. Santiago de Cuba ist die Stadt der Musik, des Rums, unter anderem wurde hier die Rumbrennerei Bacardi gegründet, und der Revolution. Sie war die Heimat vom populären Buena Vista Social Club, deren Musikstücke heute in den zahlreichen Bars ihr Revival erleben. Darüber hinaus proklamierte Fidel Castro am 1. Januar 1959 vom Rathausbalkon den Sieg der Revolution. Noch heute erinnern das frühere Fabrikgelände und die prunkvolle Villa an die Rumbrenner-Dynastie sowie das Museum in der ehemaligen Moncada-Kaserne an die Revolutionäre. Das Cuartel de Moncada zeigt Interessierten nicht nur den glorreichen Sieg von Castros Soldaten, sondern auch seinen gescheiterten Versuch aus dem Jahre 1953.

Camagüey – die Stadt der Tonkrüge

Die drittgrößte Stadt auf Kuba ist Camagüey. Das bezeichnende Merkmal dieser Universitätsstadt sind ihre wuchtigen Tonkrüge, die einst vielerorts zum Auffangen von Regenwasser dienten. Bummeln Sie auf dem kopfsteingepflasterten Plaza San Juan de Dios mit seinen verschnörkelten Straßenlaternen zum Fluss Hatibonico, wo regelmäßig am Ufer der wichtigste Bauernmarkt Kubas zu finden ist. Am Abend empfiehlt sich ein Besuch im Teatro Principal. Das Theater ist der Sitz vom Ballet de Camagüey. Die Ballettformation zählt zu den Besten Südamerikas und ist weit über die Landesgrenzen hinaus für ihre Interpretationen von „Schwanensee“ und „Giselle“ bekannt.

Geheimnissvolles im Westen

Wer eine Reise nach Westen unternimmt, wird über die landschaftliche Schönheit staunen. Vor allem in der Region Viñales prägt der Tabakanbau das ländliche Idyll mit den renommiertesten Plantagen der Tabakwirtschaft. Umgeben wird der fruchtbare Boden von den Gebirgszügen der Cordillera de Guaniguanico, die mit ihren Kegelkarstbergen eine geheimnisvolle Atmosphäre schaffen. Besonders lohnenswert ist ein Ausflug zur Cueva del Indio. Die etwa vier Kilometer lange Höhle im Tal Valle de San Vicente überrascht mit einem unterirdischen Fluss, den Sie mit einem kleinen Boot befahren können. Noch spektakulärer sind die Tropfsteinformationen in der Caverna de Santo Tomás nahe der Ortschaft El Moncada. Die eindrucksvolle Grotte ist eines der größten Höhlensysteme Lateinamerikas und bot zur Kolonialzeit den afrikanischen Sklaven ein geheimes Versteck. Nicht minder interessant ist die riesige Felsmalerei Mural de la Prehistoria im Valle de Viñales, die die Evolutionsgeschichte malerisch darstellt.

Zentralkuba von Nord nach Süd

Weiße Traumstrände prägen die Nord- und Südküste in Zentralkuba. Verbringen Sie Ihren Kuba Urlaub beispielsweise im lebendigen Badeort Varadero, wo der schöne Park Josone und das Delfinarium nur zwei von vielen Freizeitzielen rund um die modernen Hotels bilden. Oder genießen Sie ruhige Ferientage auf den vorgelagerten Inseln Cayo Santa Maria und Cayo Coco, die mit ihren unzähligen Mangroven ein attraktives Paradies für Naturliebhaber sind. Auf dem Weg nach Süden erhebt sich in der Stadt Santa Clara majestätisch eine sechs Meter hohe Statue in den kubanischen Himmel. Sie zeigt den ruhmreichen Kommandanten Ernesto Che Guevara in voller Montur und erinnert an die siegreiche Revolution. Daneben hat der Held seine letzte Ruhestätte. Eiskalt und wunderschön geht es an der Bergkette des Escambray-Gebirges zu. Dort, wo sich einst die Rebellen um Che Guevara versteckt hielten, liegt der atemberaubende Wasserfall El Nicho unterhalb vom Berg Pico San Juan. Nehmen Sie hier auf dem frei zugänglichen Gelände ein erfrischendes Bad im glasklaren Wasser.

Eine nahezu unberührte Flora und Fauna erwartet Sie auch an der Südküste. Während die tropische Karibikinsel Cayo Largo die Heimat von Meeresschildkröten ist, widmet sich die Ortschaft Trinidad mit dem Museo de Arqueologia der naturhistorischen Sammlung. Überhaupt erinnert die am Karibischen Meer liegende Stadt Trinidad mit einigen Gebäuden an den architektonischen Stil Havannas. Das lässt sich so erklären, das die nimmersatten Zuckerbarone bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts versuchten, die Bauwerke zu kopieren. Heute finden Sie die steinernen Zeitzeugen dieser Blütezeit rund um den Plaza Mayor. Weitere wertvolle Eindrücke zur Zuckerhauptstadt Trinidad erhalten Sie im 20 km außerhalb liegenden Valle de los Ingenios. Dahinter verbirgt sich das Tal der Zuckermühlen, das seit 1988 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Für welche Küstenregion Sie sich auch entscheiden, sie alle sind ein wahres El Dorado für Sonnenanbeter und Wassersportler.

Ein schönes Land im Osten

Vor allem ruhesuchende Individualreisende lieben den Osten Kubas. Schon der Seefahrer Christoph Kolumbus kommentierte bei seiner Ankunft am 28. Oktober 1492 in der Bucht Bariay das unbekannte Land mit dem Ausruf: „Niemals habe ich ein schöner Land erblickt“. Über 40 feine Strände mit mannshohen Kokosnusspalmen prägen das flach abfallende Ufer in der Provinz Holguin. Besonders die Badeorte Playa Esmeralda und Guardalavaca sind für Wasserratten ein beliebter Treffpunkt, wo auch Taucher und Surfer ideale Bedingungen vorfinden. Wer lieber trockenen Fußes die Region erkunden möchte, der leiht sich ein Fahrrad aus, reitet oder geht auf dem Boulevard am Hotel Club Amigo Atlantico shoppen. Die Provinzhauptstadt Holguin besitzt mit dem Calixto García einen herrlichen Park sowie mit dem La Periquera ein interessantes Museum der Provinzgeschichte. Oder laufen Sie die 450 Treppen vom Berg Loma de la Cruz hinauf und belohnen Sie sich auf dem Gipfel mit einem atemberaubenden Ausblick.

Auf den Spuren von Kolumbus führt Sie Ihre Reise an den östlichsten Rand des Landes. Während im kleinen Dorf Bariay die klassizistischen Säulen im Parque Monumento Nacional an die Ankunft des Seefahrers erinnern, widmet sich die Stadt Baracoa im örtlichen Museum der Geschichte. Nicht minder beeindruckend ist die Umgebung der Küstenstädtchen, wo ein tropischer Regenwald, der spektakuläre Yumuri Canyon und der Berg El Yunque Mountainbiker und Wanderer herausfordern.

Feste feiern und kulinarisch genießen

Die Kubaner sind ein lebensfrohes Volk und lassen ihre Gäste gerne an den landestypischen Gepflogenheiten teilhaben. So kann es Ihnen passieren, dass Sie in den Altstadtgassen von einem bunt kostümierten Musikumzug überrascht oder ganz spontan zu einem Tänzchen gebeten werden. Denn Musik und allem voran heiße Salsa- und Merengue-Rhythmen liegen im Blut Ihrer Gastgeber. Den Höhepunkt dieser ausgelassenen Einlage erleben Sie zwischen Juli und August. Dann findet inselweit der kubanische Karneval mit farbenprächtigen Umzügen, schönen Maskeraden und Straßenfesten statt. Ob das Jazzfestival im Januar, das Zigarrenfest im Februar oder die Volksmusik-Darbietungen im März – eigentlich haben die Kubaner immer einen Grund ausgelassen zu feiern.

Zu den geselligen Festen reihen sich fest terminierte Gedenktage an. Die meisten davon ehren die Revolution wie der 01. Januar, der 26. Juli und der 10. Oktober. Und wie in kommunistischen Ländern üblich, werden diese Tage mit viel Aufwand betrieben. Sehr eng mit diesen Feierlichkeiten verbunden sind der Revolutionär Che Guevara und der langjährige Staatspräsident Fidel Castro. Mit ihren Genossen befreiten Sie einst Kuba aus den Fängen des Diktators Batista und prägten fortan ihr Land.

Damals wie heute zählen Reis und Bohnen zu den wichtigsten Zutaten in der kubanischen Küche. Kocht man beides zusammen, entsteht Congri – das Nationalgericht. Oder probieren Sie einmal Picadillo a la Habanera, Rinderhackfleisch mit Tomaten und Oliven. Dazu serviert der Kubaner eine Art Süßkartoffel, die Malanga, oder die frittierte Kochbanane Plátanos Fritos. Als Nachtisch empfehlen sich der süße Vanillepudding Natilla und der klassische Flan mit einer Karamellcreme. Dazu rundet der kubanische Kaffee in Espressoform mit viel Zucker das kulinarische Mahl ab.
Als Partybegleiter und zum Ausklang Ihres Urlaubstages auf Kuba gehören die Cocktails dazu. Weit oben auf den Getränkekarten steht der Cuba Libre aus Rum und Cola. Wer hingegen den hellen Rum mit Limette, Minze, Zucker und Soda mixt, erhält einen köstlichen Mojito. Nur mit Rum, Limette und Zucker entsteht der klassische Daiquiri.

Die revolutionäre Geschichte Kubas

Obwohl die ersten Siedler hier schon vor über 8.000 Jahren lebten, beginnt für die Kubaner die Geschichte mit der Entdeckung durch Kolumbus. Der Seefahrer nahm die Insel bei seiner Ankunft am 28. Oktober 1492 für den König Spaniens in Besitz. Unter der spanischen Herrschaft regierten Unterdrückung und Willkür bis schließlich Anfang des 16. Jahrhunderts die letzten indigenen Völker mit Gewalt aus dem Land vertrieben wurden. Dafür investierten die Spanier in Zehntausende westafrikanische Sklaven, die vor allem den Zuckerrohranbau aufrechterhalten sollten.

Die Unzufriedenheit nahm ihren Lauf und die ersten Unabhängigkeitskämpfe begannen 1868. Als nach elf Jahren Krieg die Revolution für gescheitert erklärt wurde, wagte 1895 der kubanische Nationalheld José Marti einen neuen Versuch gegen die übermächtige spanische Armee. Erst mit der Intervention der USA zogen die Spanier am 10. Dezember 1898 ab.

Die USA besetzten fortan die Insel und entließen Kuba schließlich 1902 in die Pseudo-Unabhängigkeit, denn die Souveränität lag weiterhin bei den Amerikanern. Doch die Interimsregierung wurde im Laufe der Zeit immer weniger anerkannt und durch einen Staatsstreich von Fulgencio Batista am 4. September 1933 gestürzt.

Doch auch der Widerstand gegen Diktator Batista wuchs. Der junge Fidel Castro scheiterte mit seinem ersten Putschversuch am 26. Juli 1953 und wurde zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt. Bereits nach zwei Jahren kam Castro frei und ging nach Mexiko ins Exil. Dort lernte er den Argentinier Ernesto „Che“ Guevara kennen. Beide schmiedeten den Plan zum Guerillakampf und brachen am 25. November 1956 mit einer 79-Mann-Armee an Bord des Motorbootes Granma nach Kuba auf. Zwei Jahre dauerte der Kampf bis schließlich Batista am 01. Januar 1959 floh. Ganze sechs Wochen später übernahm Fidel das Amt des Präsidenten, das er bis zum August 2006 innehatte.

Tipps für Ihren Urlaub auf Kuba

Noch heute ist ein Kuba Aufenthalt eine Reise in längst vergessene Zeiten. Und genau diese geheimnisvolle Mischung zwischen europäischen Devisen und kommunistischem Alltag machen den Reiz an diesem hübschen Fleckchen Erde aus. Jeder Kubaner ist stolz auf sein Land. Aus diesem Grund sollten Kommentare oder Fragen zur politischen Einstellung stets vermieden werden. Aber mit Ihrer Begeisterung über die Schönheiten des Landes sprechen Sie direkt in die Herzen der Menschen.

Ihre Gastgeber sind einfache Menschen, die mit einer staatlichen Gehaltsstruktur das Leben meistern. Zeigen Sie Respekt. Ein Trinkgeld von ungefähr 10% bessert das niedrige Einkommen auf. Obwohl Betteln auf Kuba eine Seltenheit ist, freuen sich kleine und große Kubaner über Aufmerksamkeiten. Seife, Kugelschreiber und Kleidung kommen immer gut an.

Nicht erwünscht sind hingegen Aufnahmen von militärischen Einrichtungen und dem einen oder anderen öffentlichen Gebäude. Nicht alles was schön ist, darf automatisch fotografiert werden. Das gilt auch für Menschen. Die werden es zwar kaum ablehnen, wollen aber vorher gefragt werden.

Auf Kuba ist vieles anders als bei uns. So dürfen zum Beispiel Kubaner – egal ob Männlein oder Weiblein – die meisten Hotels weder privat besuchen, noch dort übernachten. Darüber hinaus sieht der kontrollierte Tourismus kein FKK vor. Natürlich dürfen Sie im Bikini an den Strand oder Pool. Aber Oben-ohne-Baden wird nicht immer gerne gesehen.
Ihre Kostbarkeiten führen Sie auf Kuba selbstverständlich nicht aus. Obwohl der Inselstaat kein gefährliches Land ist, deponieren Sie Geld und Dokumente im Hotelsafe. Andersherum sollten Sie sich beim Kauf von Zigarren oder Rumflaschen keine billigen Imitate andrehen lassen. Achten Sie beim Erwerb auf die Zollbanderole, die Ihnen die staatliche Echtheit garantiert. Und führen Sie nur das aus, was Ihnen gehört und die Ausfuhrbestimmungen sowie die europäischen Einfuhrbeschränkungen zulassen.

Im ersten Moment irritierend ist so manche öffentliche Toilette. Oftmals wacht eine Dame oder ein Herr über die hygienische Einrichtung und reicht Ihnen beim Betreten das abgezählte Toilettenpapier. Es empfiehlt sich die eigene Vorsorge und die Mitnahme von Taschen- oder Feuchttüchern.