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China

Reise nach China – unterwegs im Reich der Mitte

Besuchen Sie auf Reisen nach China die zahlreichen Paläste von Pekings verbotener Stadt, das Shaolin-Kloster und einen der vielen Buddha- und Konfuzius-Tempel.
Das Reich der Mitte erwartet seine Gäste mit einer faszinierenden kulturellen Vielfalt. In der Hauptstadt Peking können Sie auf Reisen Chinas altes Kaiserreich in Stein gehauen bewundern. Die verbotene Stadt besticht durch ihre unzähligen Pavillons, Thronsäle, Pagoden und Gärten. Nur einen Tagesausflug nach Norden erstreckt sich die Chinesische Mauer über etwa 21.000 km hinweg von der Gobi-Wüste bis ans Gelbe Meer, in die einstige deutsche Kolonialstadt Tsingtao. Von hier kommt übrigens auch das bekannteste Reisbier des Landes, über dessen Herstellung Sie beim Besuch der Brauerei mehr erfahren. An der Küste sind außerdem Metropolen wie Shanghai, im Hinterland muslimisch geprägte Städte wie Xian sehenswert.

Gut zu wissen bei Reisen nach China

Geografische Lage Die Volksrepublik China ist nach Russland das flächenmäßig zweitgrößte Land in Asien. Es liegt im Osten des Kontinents und reicht bis nach Zentralasien hinein. Dort grenzt es an Länder wie Kirgisien und Tadschikistan.
Größe Chinas Fläche umfasst insgesamt 9.571.302 km²
Einwohnerzahl Mit 1,3 Mrd. Menschen ist China das bevölkerungsreichste Land der Welt.
Sprache Mandarin und Kantonesisch sind die am weitesten verbreiteten Sprachen Chinas. In Hongkong und Macao sind außerdem Englisch bzw. Portugiesisch Amtssprachen. In den Regionen werden viele Dialekte und andere Sprachen wie Tibetisch, Uigurisch und Mongolisch gesprochen
Flughafeninformationen Peking (PEK) bildet das wichtigste Luftverkehrsdrehkreuz. Daneben befinden sich bedeutende Flughäfen in Shanghai (PVG), Guangzhou (CAN), Hangzhou (HGH) und Hongkong (HKG).
Reisepass/Visum Vor Ihrer Reise nach China müssen Sie ein einmonatiges Touristenvisum bei der Botschaft beantragen. Ihr Reisepass sollte über den Aufenthalt hinaus noch mindestens sechs Monate gültig sein.
Landesvorwahl +86
Währung Renminbi/Yuan
Kreditkarten Die meisten Geldautomaten akzeptieren Kredit- und EC-Karten. Teilweise sind die Nummern auf dem Eingabefeld andersherum angeordnet als in Europa. In einigen Hotels, Supermärkten und Restaurants können Sie bargeldlos bezahlen. Dennoch ist es sinnvoll, Bargeld bei sich zu tragen.
Zeitzone UTC+8

Das vielfältige Klima Chinas

Aufgrund der Größe des Landes gibt es in China etliche Klimazonen. Der Nordosten ist von kontinentalen Einflüssen geprägt, die für lange kalte Winter und trockene, heiße Sommer sorgen. Durch den Monsun sind zwischen Juli und September außerdem viele Regenschauer in dieser Region üblich. Peking und die Gebiete westlich der Hauptstadt werden vom Wüstenklima der Takla Makan beeinflusst. Bisweilen gibt es verstärkt Smog, bedingt durch Sandstürme. Südöstlich von Peking ist das Wetter im Winter trocken und schneearm und im Sommer regenreich. Der Süden zeichnet sich durch subtropische und tropische Verhältnisse aus.
Für alle, die eine Rundreise durch China planen, sind die Monate von Mai bis Juni und von September bis Oktober ideal. Dann herrschen landesweit relativ milde Temperaturen, die sich für Entdeckungen verschiedenster Art eignen. In Peking liegen die Werte von Juni bis August bei etwa 30°C, im Mai und September bei knapp über 25°C, im April und Oktober bei ca. 20°C. In Shanghai zeigt das Thermometer lediglich im Juli und August mehr als 30°C, in den anderen Monaten deutlich weniger an. Im Unterschied zu Peking müssen Sie hier aber nicht mit Minusgraden rechnen.

Chinas Sehenswürdigkeiten: zwischen Tradition und Moderne
Pekings verbotene Stadt: Wo einst die Kaiser herrschten

Peking heißt übersetzt so viel wie „nördliche Hauptstadt“ und blickt auf eine mehr als dreitausendjährige Geschichte zurück. Schon weit vor der modernen westlichen Zeitrechnung residierten hier die Kaiser. Die Ming- und die Qing-Dynastien haben den größten Einfluss auf die urbane Architektur hinterlassen – von ihnen stammen viele der prächtigen Bauten innerhalb der Verbotenen Stadt. Diese befindet sich direkt am Platz des Himmlischen Friedens und hinter dem prächtigen Eingangsportal, an dem das Porträt Mao Zedongs an die Machtübernahme der Kommunisten erinnert. Mehr als 20 Kaiser, u.a. der letzte Regent von China, lebten an diesem Ort. Sie alle haben die Verbotene Stadt verändert und ihre eigenen Gebäude errichten lassen. Entsprechend begeben Sie sich auf einen Rundgang durch die Geschichte. Sie können bis zu 890 Paläste mit ihren Pagoden und weit über 9.000 Räume besichtigen. Imposant sind zudem die geschwungenen Dächer der Pagoden, die reich geschmückten Marmorterrassen sowie die Keramikreliefs, z.B. die Wand der neun Drachen. Die meisten Besucher beginnen ihren Rundgang im Palastmuseum, wo sie einiges über die Vergangenheit des kaiserlichen Chinas, z.B. anhand von Alltagsgegenständen, Exponaten aus der Schatzkammer sowie Fotografien, erfahren. Eines der Highlights ist die Halle der höchsten Harmonie, die seit 1420 als Kulisse für Krönungen, Geburtstags- und Neujahrsfeste genutzt wurde.
Wenn Sie sich für die moderne chinesische Geschichte interessieren, können Sie den Sitz der Nationalversammlung, die Große Halle des Volkes und das Denkmal für die Helden des Volkes besichtigen. Ebenso wie diese befindet sich am Platz des Himmlischen Friedens das Mausoleum Mao Zedongs, dessen einbalsamierter Leichnam hier aufgebahrt ist. Lohnenswert ist zudem ein Blick in das Museum zur chinesischen Revolution, in dem Originalexponate aus dieser Epoche ausgestellt sind. Abseits des Platzes des Himmlischen Friedens gehört der Himmelstempel Tiantan mit seiner prächtigen runden Halle des Erntegebets zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Pekings. Interessant sind darüber hinaus der große Konfuziustempel und die Weiße Pagode. In den Vororten können Sie die Gräber der Mingkaiser besuchen, die von 1368 bis 1644 über China herrschten.

Das moderne China: Finanzhauptstadt Shanghai

Wo vor 25 Jahren noch Reisfelder waren, stehen heute mächtige Wolkenkratzer mit spiegelnden Glasfassaden. Die Rede ist vom küstennahen Shanghaier Stadtteil Pudong, der mittlerweile die wichtigsten Banken und Geschäftszentralen in China beherbergt. Das Wahrzeichen des Viertels ist der 468 m hohe Oriental Pearl Tower, ein markanter Fernsehturm mit violett schimmernden Kugelelementen. Direkt daneben befindet sich ein kleines Museum zur Stadtgeschichte. Auf der mittleren Plattform sind ein traditionelles Teehaus sowie ein Restaurant untergebracht. Zudem genießen Sie von oben einen traumhaften Ausblick auf die bekannten Hochhäuser der Metropole. Zu ihnen gehört u.a. der Shanghai Tower, der mit 632 m eines der höchsten Gebäude Chinas ist und über die höchste Aussichtsplattform der Welt auf 561 m verfügt.
Shanghai bedeutet aber längst nicht nur Moderne. Auf der berühmten Einkaufs- und Flaniermeile Nanjing Lu steht bereits seit dem Jahr 247 n.Chr. der berühmte Jing’an-Tempel. Im Inneren fasziniert die fast 4 m hohe Buddhastatue aus Jade. In einer weiteren Halle wurde eine deutlich höhere Version in Silber aufgestellt. Überwältigend sind zudem die mehr als 500 goldenen Buddhastatuen, die Sie hier vorfinden. Von Weitem werden Ihnen zudem die Türme mit ihren sieben übereinander lagernden Stockwerken und geschwungenen Dächern ins Auge fallen. Von ihnen werden regelmäßig Glocken- und Trommelsignale gesendet. Mit dem Taxi benötigen Sie von dieser Anlage aus etwa 20 min bis zum Garten Yu Yuan, der um 1559 angelegt wurde. Er besticht mit seinen Drachenfiguren, Meditationshallen, Teichen und dem prächtigen Teehaus.
Aus der Zeit der erzwungenen Öffnung Chinas für den Weltmarkt stammen die europäischen Handelsvertretungen im sogenannten „Bund“. Die Promenade am Ufer des Huangpu-Flusses befindet sich gegenüber von Pudong und ist eine außergewöhnliche Mischung an Architekturstilen. Britische Gesellschaftshäuser mit viktorianischer Fassade reihen sich hier an die französische Banque de L’Indochine und das Gebäude der früheren Hongkong und Shanghai Bank.

Im weiteren Umfeld von Shanghai: Nanjing und Suzhou

Auch wenn die Zugfahrt von Shanghai bis nach Nanjing etwa 3 Stunden dauert, befindet sich die „südliche Hauptstadt“ für chinesische Verhältnisse im weiteren Umfeld der Finanzmetropole. Was den Ort so interessant macht, ist seine Geschichte: Bereits im Kaiserreich war er mehrfach das politische Machtzentrum. Eine bedeutende Rolle übernahm Nanjing nach der Abdankung des letzten Kaisers im Jahr 1912. Der neue republikanische Präsident Sun Yat-sen übernahm das Regierungsamt und verlegte die Hauptstadt hierhin. Aus dieser Epoche sind das Mausoleum Sun Yat-sens sowie der ehemalige Präsidentenpalast erhalten geblieben. Letzterer ist einer der wenigen Orte in der Volksrepublik, an dem die republikanische Flagge wehen darf. Wenn Sie in Ihrem Urlaub in China wandern möchten, ist ein Aufstieg zu den Purpurbergen ein empfehlenswerter Tipp. Von oben genießen Sie eine herrliche Aussicht über einen der mächtigsten Flüsse Asiens, den Jangtsejiang. Auf diesem können Sie eine Bootstour zu verschiedenen Reisezielen in China, etwa nach Wuhan oder Suzhou unternehmen.
In Suzhou befinden Sie sich im Venedig des Ostens. Malerische Kanäle und verzierte chinesische Brücken machen die Destination für Urlauber so attraktiv. Am Ufer der vielen Wasserstraßen erheben sich prächtige Pagoden und Tempel wie der Hanshan Si oder der Beisi Ta. Sehenswert sind des Weiteren die kunstvoll angelegten Gärten, insbesondere der Zhuozheng Yuan und der Wangshi Yuan. Als bedeutendes Handelszentrum diente Suzhou lange Zeit als Umschlagplatz für Seide. Seit 1991 verfügt der Ort über ein eigenes Museum, das sich eben dieses Themas annimmt und Ihnen eine detaillierte Einführung in die Herstellung des edlen Stoffes gibt.

Die geheimnisvolle Terrakotta-Armee von Xian

Am 29. März 1974 machten Bauern in der zentralchinesischen Provinz Xi’an eine sensationelle Entdeckung. Nachdem in 4 m Tiefe einige Tonstücke zum Vorschein kamen, tauchten bald schon bronzene Pfeilspitzen auf. Archäologische Grabungen legten schließlich eine ganze Armee samt Pferden aus Terrakotta frei. Geschaffen wurde sie mit hoher Wahrscheinlichkeit um das Jahr 221 v.Chr., elf Jahre nach dem Tod des ersten chinesischen Kaisers Quin Shihuangdi. Die Funde sind Teil seines Grabmals. Es gilt als eines der größten Mausoleen weltweit. Neben diesem UNESCO-Weltkulturerbe ist die komplett erhaltene Stadtmauer von Xi’an sehenswert. Auf dieser können Sie mit dem Fahrrad einmal um die Stadt fahren und u.a. am muslimischen Markt eine Pause einlegen.

Reisetipps für Abenteurer in China: Shaolin, Tibet und Uiguren

Wer auf Reisen nach China Tipps abseits der Standardrouten sucht, ist mit dem Shaolin-Kloster in der Provinz Henan gut beraten. Die für ihre Kung-Fu-Kampfkunst und die enorme Selbstbeherrschung bekannten Mönche trainieren in der Waldpagode bereits seit mehr als 1.500 Jahren. Neben der Anlage selbst können die kunstvollen Kampftechniken bewundert werden.
Ein ebenfalls sehr religiöser Ort ist Lhasa, die Hauptstadt von Tibet. Für Reisen in diese Region benötigen Sie eine Sondergenehmigung. Sobald Sie diese erhalten haben, können Sie die Traditionen der buddhistischen Tibeter kennenlernen und den Potala-Palast besichtigen, in dem einst der Dalai Lama residierte. Die Festung thront auf dem „Roten Berg“ und beherbergt die Gräber der früheren Dalai Lamas. Bei der Gestaltung wurden mehr als 3.700 kg Gold verarbeitet. Am Horizont sind die schneebedeckten Berge des Himalaya zu erkennen.
Etwas schwieriger ist es bisweilen, in die Uiguren-Gebiete im Nordwesten zu gelangen. Je nach politischer Lage sind diese für Urlauber gesperrt oder geöffnet. Wer die Chance eines Besuchs hat, lernt das muslimische China kennen. In der Hauptstadt Ürümqui können Sie mehrere Moscheen besichtigen, am Himmelssee spazieren gehen und sich im Regionalmuseum die Mumien der Tocharer ansehen.

Russische und deutsche Kultur im Nordosten: Harbin und Tsingtao

Der Nordosten Chinas ist für sein raues Klima und die ausländischen Einflüsse bekannt. Die Stadt Harbin war bspw. lange Zeit eine russisch geprägte Siedlung, die einen wichtigen Knotenpunkt für den Handel zwischen beiden Ländern bildete. Bis heute ist die orthodoxe Kirche das wichtigste Wahrzeichen Harbins. Auf der Zhongyang-Straße können Sie prächtige Repräsentativbauten im barocken und byzantinischen Stil bewundern. Jeden Winter organisiert die Stadt das internationale Eis- und Schneeskulpturenfest, das mit spektakulären Kreationen begeistert.
Die deutschen Kolonialsiedler ließen sich vor allem in Tsingtao bzw. Quingdao am Gelben Meer nieder. Sie haben China Fachwerkbauten und eine Kirche im romanischen Stil hinterlassen. Im Viertel Ba Da Guan ist darüber hinaus ein großer Teil japanischer Architektur erhalten geblieben. Ein weiteres Highlight ist die Chinesische Mauer, die unweit von Qingdao am Wasser endet.

Fernöstliche Kultur: zwischen traditioneller Philosophie und abwechslungsreicher Küche

Die chinesische Kultur ist bis heute vom Buddhismus und vielen weiteren Glaubenslehren geprägt. Auch wenn heutzutage der Kommunismus die offizielle Staatsideologie ist, richten viele Menschen ihren Alltag nach den Lehren von Philosophen wie Konfuzius und Laozi aus. Sie haben den Chinesen auch den Hang zur Harmonie vermittelt. Es geht vor allem um eine Balance zwischen dem Ying und Yang, der Kontrolle der eigenen Energie und Meditationstechniken, die vermeintlich zu Unsterblichkeit führen. So lassen sich viele Eigenheiten der Chinesen nachvollziehen, z.B. der Bau eines chinesischen Tempels in Harbin, um das durch die orthodoxe Kirche gestörte Feng Shui der Stadt auszugleichen.
Gleichsam bezieht sich die Naturmedizin immer wieder auf die altchinesischen Lehren. Was man zu sich nimmt, geht als Charaktereigenschaft in einen über. Andererseits ist die seit Jahrhunderten praktizierte Akupunktur auch eine Bereicherung für die westliche Medizin geworden. Mit feinen Nadeln werden spezielle Nervenpunkte stimuliert, was den Energiehaushalt bzw. das Qi des Körpers in die richtigen Bahnen lenken soll. Andere Methoden, die ähnliche Ansätze haben, sind die Akupressur und das Schröpfen.
Weltberühmt ist darüber hinaus die vielseitige chinesische Küche. Süßsaure und eingedickte Saucen stehen international für die hohe Kochkunst aus dem Reich der Mitte, aber auch die scharfe Szechuan-Küche findet immer mehr Anhänger. Berühmt ist die Vielseitigkeit im Süden bzw. in der Provinz Kanton. Den hier lebenden Chinesen wird nachgesagt, nahezu jedes Tier, „dessen Rücken zur Sonne zeigt“ zu essen. Wer also Lust hat, Schlangen oder Insekten zu probieren, ist in dieser Region genau richtig. Etwas konventioneller sind die Gerichte in der Hauptstadt, wo die Pekingente bspw. eine der bekanntesten Delikatessen ist. Vor dem Backen wird Luft unter die Haut gepresst, damit diese später schön knusprig ist. Daneben wird in China viel und reichlich gedämpft. Als beliebter Snack gelten die gefüllten Teigtaschen Dim Sum, die Sie bisweilen auch frittiert bestellen können.

Ein kleiner Ausflug in die chinesische Geschichte

Man kann davon ausgehen, dass die chinesische Kultur mehr als 3.500 Jahre alt ist und auf die drei Urkaiser Fuxi, Shennong und Huang Di zurückgeht. Über diese etlichen Jahrhunderte wurden die Traditionen von Dynastie zu Dynastie weitergegeben. Unter den Shang begann das Land zudem schrittweise zu wachsen, während der Han-Zeit im 3. Jahrhundert v.Chr. hatte das Reich bis auf Tibet bereits nahezu seine heutigen Grenzen erreicht. Später schrumpfte es wieder und spaltete sich in drei einzelne Provinzen auf.
Eine Blütezeit erreichte China während der Ming-Dynastie zwischen 1368 und 1644. Durch den Handel auf der Seidenstraße gestärkt, wuchs die ökonomische Bedeutung des Landes – Porzellanvasen und Seide wurden zu einem der Verkaufshits der damaligen Zeit. Unter den auf die Ming folgenden Qing wurde China immer abhängiger vom Westen. In den Opiumkriegen musste es Häfen wie Hongkong für Großbritannien öffnen, was schließlich auch innenpolitisch zu massiven Protesten führte. Der mangelnde Wille zur Modernisierung führte zum Ende der Monarchie im Jahr 1911. Nach einer kurzen republikanischen Phase unter dem Präsidenten Sun Yat-sen kam es schließlich zum Bürgerkrieg mit den kommunistischen Truppen Maos und dem gleichzeitigen Kampf gegen die Besatzungsmacht Japan während des Zweiten Weltkriegs.
1949 flüchteten die Republikaner nach Taiwan, und Mao Zedong konnte seine Volksrepublik gründen, die bis zum heutigen Zeitpunkt besteht. Sein Nachfolger Deng Xiaoping öffnete China nach Jahrzehnten der Isolierung und des Terrors wirtschaftlich und stieß eine Modernisierung an, die das Land zum heutigen Exportweltmeister machte. Hochtechnologie und günstige Herstellungsweisen sind das Schlüsselwort für den chinesischen Wirtschaftserfolg.

Darauf sollten Sie auf Ihrer Reise achten: Knigge für China

Für westliche Besucher wirkt die Kultur in China bisweilen etwas rau. Auf der Straße wird viel geraucht und gespuckt. Letzteres dient nach Meinung der Chinesen der Reinigung. Seit etwa einem Jahrzehnt beginnt sich diese Einstellung jedoch zu wandeln. Mehrere Kampagnen haben Erfolg gezeigt und halten junge Chinesen von solchen Angewohnheiten ab.
Bei der Begrüßung gibt man sich in China oft die Hand oder deutet eine kurze Verbeugung an. Wenn Sie zu jemandem nach Hause eingeladen werden, sollten Sie ein kleines Gastgeschenk überreichen. Dieses sollte niemals in gelbes oder weißes Papier eingewickelt sein, da die Farben für Verrat und Tod stehen. Wundern Sie sich nicht, wenn der Beschenkte Ihr Präsent nicht vor Ihren Augen öffnet. Dadurch sollen das Gesicht gewahrt und das Zeigen von Enttäuschung oder Freude vermieden werden.
Gegessen wird meist von einer gemeinsamen Platte. Man legt sich das Gewünschte auf den Teller oder in die eigene Reisschale. Der Gastgeber bestimmt das Menü. Wenn Sie etwas nicht essen möchten, sollten Sie dies mit einer guten Begründung kundtun, damit Ihr Gegenüber das Gesicht wahren kann. Wenn Ihr Glas leer ist, sollten Sie sich nicht selber nachschenken – diese Aufgabe übernimmt Ihr Tischnachbar. Dieselbe Verpflichtung übernehmen Sie, wenn Sie in China an einem Essen teilnehmen. Wichtig ist außerdem, dass Sie niemals die Stäbchen in den Reis stecken oder ins Taschentuch schnäuzen. Abgesehen davon kann es am Tisch durchaus laut zu gehen. Schlürfen und rülpsen sind alles andere als verpönt und zeigen sogar, dass es schmeckt.
Im Gespräch sollten Sie sich um Ausgleich und Balance bemühen. Da viel Wert auf Harmonie gelegt wird, versuchen Chinesen in der Regel, nur wenige Emotionen zu zeigen. Diskussionen über Politik sollten Sie nach Möglichkeit vermeiden, da der Gesprächspartner hier sehr schnell sein Gesicht verlieren kann. Freiraum für kleine Notlügen sollte immer gegeben werden. In die Enge bzw. zu einer konkreten Antwort gedrängt, reagiert man in China stets mit einem Lächeln.

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