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Japan

Faszination Japan: Auf Reisen im Land der aufgehenden Sonne

Lassen Sie sich auf einer Reise nach Japan von den Shinto-Schreinen, der Geisha-Kultur, den Verkleidungsspielen in Tokio und dem regionalen Essen begeistern.
Japan begeistert auf Reisen mit seiner kontrastreichen Mischung aus uralter Tradition und Postmoderne. In der Hauptstadt Tokio stehen mühelos die hölzernen Shinto-Tempel neben spiegelnden Glasfassaden, der Meiji-Schrein aus dem 19. Jahrhundert neben der Cosplay-Jugend, die sich jeden Sonntag zu Verkleidungsspielen im Yoyogi-Park trifft. Prächtige Pagoden sowie die berühmte Geisha-Kultur erwarten Sie in der alten Kaiserstadt Kyoto. Sehenswert sind außerdem die kleinen Hafenstädte und Inseln an der Pazifikküste. Hier können Sie hausgemachte Spezialitäten wie frittierten Tintenfisch probieren. In den Bergen rund um Nagano lohnen sich Wanderausflüge, u.a. zu den heißen Quellen, die Sie sich bisweilen mit den Schneeaffen teilen müssen.

Reisen nach Japan: Fakten zu Ihrem Urlaubsziel

Geografische Lage Japan bildet den östlichsten Staat des asiatischen Kontinents. Er besteht aus fünf Hauptinseln und mehr als 6.200 kleineren Inseln. Diese erstrecken sich länglich von Norden nach Süden über das Südchinesische Meer. Etwas weiter abgelegen ist die tropische Ferieninsel Okinawa.
Größe Die Fläche Japans umfasst insgesamt rund 378.000 km².
Einwohnerzahl Es leben etwa 127 Mio. Menschen in Japan.
Sprache Japanisch ist die offizielle Amtssprache. Englisch wird in der Regel verstanden, aber nur selten gesprochen.
Flughafeninformationen Zu den wichtigsten Flughäfen Japans gehören die Tokioter Airports Narita (NRT) und Haneda (HND), Kansai (KIX), Chubu (NGO) und Shin-Chitose (CTS).
Reisepass/Visum Bei der Ankunft erhalten Sie eine Aufenthaltsgenehmigung für 90 Tage. Sie benötigen hierfür einen Reisepass, der noch mindestens sechs Monate über Ihren Aufenthalt hinaus gültig ist.
Landesvorwahl +81
Währung Yen
Kreditkarten Mit Kredit- und EC-Karten können Sie in Japan überall Geld abheben. Das bargeldlose Bezahlen ist weit verbreitet.
Zeitzone UTC+9

Mit diesem Klima können Sie in Japan rechnen

Das Klima Japans ist bis auf die Tropeninsel Okinawa weitgehend gemäßigt und wird stark vom Pazifik beeinflusst. Die nördlichste Insel Hokkaido ist dagegen von den kühlen Luftmassen aus Sibirien geprägt. In Zentraljapan, z.B. rund um Tokio und Osaka, erwarten Sie warme bis heiße Sommer. Höchstwerte von bis zu 30°C werden im Juli und August erreicht. Im September liegen sie nur knapp darunter. Der Juni ist mit etwa 25°C deutlich milder. Im Winter herrschen nur selten Minusgrade an der Ostküste – im Durchschnitt zeigt das Thermometer tagsüber 9°C an. Auf der Insel Fukuoka ist das Klimadiagramm um einige Grade nach oben verschoben. Hokkaido gilt angesichts der niedrigen Temperaturwerte als hervorragende Wintersportregion. In der größten Stadt Sapporo erwarten Sie zwischen November und März nächtliche Minusgrade zwischen -2°C und -10°C. Wärmer wird es erst ab April, wenn das Thermometer tagsüber auf 11°C steigt. Von Mai bis Oktober liegen die Temperaturen durchschnittlich zwischen 15°C und 26°C. In den Hochlagen herrscht japanweit deutlich kühleres Klima – es kann hier zu Schneefällen kommen. Warme Kleidung ist in den Bergen unbedingt angebracht.

Die Highlights Ihrer Reise: Japans Sehenswürdigkeiten
Stadt der Kontraste: Tokio zwischen Meiji-Schrein und Manga-Kult

Wenn Sie durch die Straßen von Stadtteilen wie Shibuya, Shinjuku, Roppongi oder Akihabara spazieren, fühlen Sie sich wie in einer ganz anderen Welt. Zum Leben erweckte Mangafiguren, als Schulmädchen verkleidete Bardamen, Pokémon-Darsteller und schrill aus der ein oder anderen Kneipe schallender Karaoke-Gesang füllen diese Bezirke. Sie sind der Mittelpunkt der zeitgenössischen Kultur in Japan und gleichzeitig Aushängeschild des für Europäer oft etwas ungewöhnlich wirkenden Hangs der Japaner zu Fantasy-Welten. Während Sie in Shibuya und Shinjuku überwiegend Karaoke-Bars, diverse Klubs und Cafés finden, ist Akihabara das Paradies für Gamer. Hier reiht sich das kleine Elektronikgeschäft mit Zubehör für den selbst gebastelten Computer an den Sega-Mega-Store, in dem Sie 90er-Jahre-Klassiker wie Sonic auf der Großleinwand spielen können. Wer einen Hauch der Anime- und Manga-Kultur Japans erleben möchte, sollte am Sonntag in den Yoyogi-Park gehen. Hier treffen sich die Cosplay-Fans und veranstalten kleinere Shows, die mehr für sich selbst als für etwaige Zuschauer gedacht sind.
Tokio ist aber nicht nur Postmoderne: Zwischen bunten Straßen, Glasfassaden und dem wie eine rot-orangene Version des Eiffelturms wirkenden Tokio Tower finden Sie kleine und große Schreine. Nur wenige Schritte vom Tokio Tower entfernt, lohnt sich z.B. der Besuch des buddhistischen Zōjō-ji-Tempels. Der Legende nach soll die Anlage bereits seit dem 9. Jahrhundert bestehen. Zu ihr gehören mehrere Gebetshallen, Bögen wie das prachtvolle Sangedatsu-Tor und der Sutren-Speicher von 1605. Eindrucksvoll sind für die Besucher außerdem die steinernen Urnengräber und die bunt geschmückten Jizō-Statuen. Im bereits erwähnten Szeneviertel Shibuya finden Sie am Rande des Yoyogi-Parks eine der wichtigsten Shinto-Stätten Japans, den Meiji-Schrein. Sein Name erinnert an die Epoche der Modernisierung Ende des 19. Jahrhunderts unter dem gleichnamigen Kaiser. Der Schrein ist einer der größten und bekanntesten des Landes und ist rund um den Geburtstag des einstigen Tennōs am 3. November Schauplatz mehrtägiger Zeremonien. Zu dem Ehrenmal gehören neben dem eigentlichen Schrein eine Gemäldegalerie, eine Sportanlage und eine Gedächtnishalle. Beeindruckend sind des Weiteren die riesigen Sake-Fässer, die als Opfergabe hier aufgestellt wurden.
Für alle Frühaufsteher ist in Tokio ein Besuch auf dem Fischmarkt von Tsukiji ein absolutes Muss. Gegen 5.00 Uhr am Morgen kommen die frischen Waren hier an und werden bisweilen direkt verarbeitet. Probieren Sie am Vormittag Sushi-Rollen, deren Inhalt nur wenige Stunden zuvor noch im Meer schwamm. Mutige Gourmets können die Kugelfischfilets, den sogenannten Fugu, von einem zertifizierten Meister seines Fachs zubereitet kosten. Von der eigentlichen Giftigkeit des Fisches bleibt lediglich ein leichtes Kribbeln auf der Zunge übrig. Ein Erlebnis ist es zudem bei den großen Thunfisch-Auktionen dabei zu sein oder einen Abstecher in die Fruchtabteilung zu unternehmen.

Kyoto: Geishas und Pagoden

Kyoto ist Japans alte Kaiserstadt. Von 794 bis 1868 residierten hier die Herrscher des Landes in einer prunkvollen Palastanlage. Diese können Sie nach Vorlage Ihres Reisepasses und vorheriger Reservierung kostenlos besuchen. Bei der Führung zeigt man Ihnen die kaiserlichen Gemächer, die Haupthalle mit dem Thron und die heiligen Kirsch- und Tachibana-Bäume, die rund um die Gebäude gepflanzt worden sind. Abseits des Kaiserpalastes sind der Silberne und der Goldene Pavillon Ginkaku-ji und Kinkaku-ji sehenswert. Letzterer erstrahlt tatsächlich in schillerndem Gold am Rande eines kleinen Teiches und von einem kleinen Waldstück eingerahmt. Am Inari-Schrein können Sie wiederum durch den rot-schwarzen Torbogen-Gang wandeln, wie er für die Shinto-Religion typisch ist.
Unter Japans Städten ist Kyoto diejenige, die für die klassische Kultur des Landes steht. Anstatt schrillen Karaoke-Abenden widmet man sich hier ruhigen Teezeremonien, bei denen Sie die Vielfalt des japanischen Grüntees Macha kennenlernen können. In Ryōan-ji erkunden Sie darüber hinaus einen uralten Zen-Garten mit etlichen Steinen und Buddhastatuen. Das Viertel Gion ist seit Jahrhunderten das Zentrum der japanischen Geisha-Kultur. Bei einem Spaziergang werden Sie die weißgepuderten Gesellschaftsdamen im Kimono durch die Straßen gehen sehen. Besucher können in den Etablissements diverse Abendprogramme mit Teezeremonie, Musik und Schauspiel buchen.

Metropole mit Samurai-Burg: Der Großraum Osaka-Kobe

Die beiden Metropolen Osaka und Kobe liegen im Herzen Japans. Im Urlaub können Sie hier geschäftiges Großstadtflair gepaart mit einem Hauch Samurai-Geschichte erleben. Geradezu mystisch erhebt sich im Schatten der modernen Glasfassaden die alte Burg aus dem 16. Jahrhundert. Wuchtige Mauern rahmen das Hauptgebäude mit seinem mehrstöckigen geschwungenen Dach ein. Im 16. und 17. Jahrhundert wurde in der Anlage nach etlichen Kriegen einzelner Samurai-Armeen und Provinzen gegeneinander die Einigung Japans besiegelt. Mittlerweile ist die Festung ein nationales Kulturgut und zeigt im Inneren eine detailreiche Ausstellung zur Geschichte Japans. Zu den Sehenswürdigkeiten Osakas gehört darüber hinaus der moderne Aussichtsturm Tsūtenkaku. In den 50er Jahren wurde er in der Nähe des Hauptbahnhofs errichtet und überragt seither mit über 100 m die Dächer der Stadt. Von den Besucherplattformen auf 84 m und 87 m Höhe genießen Sie einen herrlichen Blick über die gesamte Innenstadt. Im Frühjahr lohnt sich eine Reise in Japans drittgrößte Stadt, um die Sumo-Meisterschaften zu erleben. Wer früh am Ticketschalter ist, kann sich preiswert den Eintritt zu den Ringwettbewerben der im Land hochverehrten Kolosse sichern.
In Osaka trennen Sie lediglich 25 km von einer weiteren Großstadt, der Hafenmetropole Kobe. In den 90er Jahren machte die Gemeinde angesichts eines verheerenden Erdbebens Schlagzeilen. Dessen Folgen können Sie bis heute im Hafen besichtigen. Die aus dem Boden gehobenen Gehwegplatten hat man beibehalten, um an die Opfer des Unglücks zu erinnern. Auch das Stadtmuseum berichtet u.a. zu diesem Thema. Darüber hinaus können Sie eine umfassende Sammlung westlicher Kunstwerke betrachten, die über den bedeutsamen Handelshafen einst in die Stadt gelangt sind. Berühmt sind in Kobe außerdem die typisch japanischen Thermalbäder, genannt Onsen. Sie haben in der Gemeinde eine breite Auswahl an solchen Bädern, in denen Sie das mineralhaltige Wasser auf Ihre Haut lassen können.

Entdeckungen rund um Hiroshima

Der Name Hiroshima steht für die Schrecken des Atomkriegs. Vom Bombenabwurf 1945 hat sich die Stadt jedoch einigermaßen gut erholt. Wirtschaftlich floriert sie und ist zu einem wichtigen Kulturzentrum im Süden der Insel Honshu geworden. 12 ha groß ist der Friedenspark, in dem Sie die Ruinen der einstigen Stadt und zahlreiche Denkmäler entdecken. Bemerkenswert ist vor allem die ausgebrannte Kuppel der Industrie- und Handelskammer. Nur wenige Meter über ihr explodierte die amerikanische Kernwaffe und breitete ihre zerstörerische Wucht seitlich aus. Das benachbarte Friedensmuseum führt die Besucher mit informativen Schaubildern, Videoständen und interaktiven Stationen durch die Vergangenheit und spricht eine deutliche Warnung an künftige Generationen vor einem erneuten Weltkrieg aus.
Mit dem Zug erreichen Sie innerhalb von etwa einer Stunde den Hafen von Miyajimaguchi, von wo aus Sie auf die Insel Miyajima übersetzen können. Dort begrüßen Sie zunächst die zahmen Rehe, die hier leben und sich gerne von den Gästen gegen etwas Futter streicheln lassen. Das eigentliche Highlight ist aber der Shinto-Schrein. Sein roter Torbogen erhebt sich majestätisch aus dem Meer und ist eines der am meisten fotografierten Motive Japans.

Okinawa: Japans Reisetipps für Strandliebhaber

Strandurlaub in Japan? Ja, auch das ist möglich. Reisen Sie hierfür ganz einfach auf das 500 km südwestlich von den Hauptinseln gelegene Atoll Okinawa. Die Tropeninsel gilt als Japans Hawaii und wird besonders gerne in der Trockenzeit für einen erholsamen Urlaub am Strand besucht. Neben Okinawa selbst bieten Ihnen Miyako und Yaeyama gute Möglichkeiten zum Entspannen. Während Ihres Aufenthalts sollten Sie unbedingt einer Vorführung der hiesigen Eisa-Trommler beiwohnen. Der Musikstil und die dazugehörigen Tänze haben eine lange Tradition auf Okinawa und werden überwiegend von Studenten praktiziert. Das Inselparadies gilt übrigens auch als Geburtsort des Karate-Kampfsports. Ein Museum in Nishihara erzählt Ihnen von der Entwicklung der Kampftechnik.

Skier statt Badehose: Reisen in Japans Norden

Sibirische Kälte und schneebedeckte Berghänge machen Sapporo und die gesamte Insel Hokkaido zu einer ganz besonderen Destination. Speziell im Januar und Februar zieht es viele Urlauber zum Skifahren in den Ort. Die ausgezeichneten Pisten und der gute Pulverschnee verlocken zu rasanten Abfahrten. Zudem werden hier internationale Wettbewerbe im Skispringen und Langlaufen abgehalten. 1972 richtete der Ort sogar die Olympischen Winterspiele aus. Im Februar organisiert man in Sapporo das berühmte Schneefestival mit bis zu 10 m hohen Skulpturen in allen erdenklichen Formen. Berühmtheit genießt die Stadt außerdem aufgrund ihrer uralten Biertradition. Die erste Brauerei von 1876 dient mittlerweile als Museum mit kultigem Biergarten, in dem Sie die Reisbierspezialitäten probieren können.

Japanische Kultur: Was das Land so einzigartig macht

Selbst für asiatische Verhältnisse gilt Japan als ein Land der Mysterien. Die Ehre von Ninjas und Samurais, die betont höflichen Umgangsformen und eine Mode, die zwischen hip und kitschig schwankt, machen die Inseln zu einer spannenden Destination für Reisen. In Tokio können Sie sich z.B. mit Freunden eine Box in einer der Karaoke-Bars anmieten und versuchen, sich gegen die gesanglich sehr gut geübten Japaner durchzusetzen. Für viele Schüler geht es nach dem Unterricht zum Karaoke. Von klein an werden somit die Stimmbänder trainiert – mit dem Ergebnis, dass ein Karaoke-Abend nicht nur Spaß, sondern auch musikalische Highlights verspricht.
Einen besonderen Stellenwert nimmt natürlich das Essen ein. Von der kleinen Kantine an der Straßenecke über die dreieckigen Onigiri-Reispackungen bis hin zum hochwertigen Fugu-Restaurant – in Japan wird nahezu alles auf hohem Niveau zubereitet. Wer nicht zu viel Geld ausgeben und dennoch gut essen gehen möchte, kann z.B. eine der Takoyaki-Bars besuchen. Yaki steht im Japanischen für gegrillt – Tako für Tintenfisch. Die in Teig gehüllten und frittierten Oktopusstücke passen perfekt zum abendlichen Reisbier. In der Gegend um Hiroshima gehören die Okonomiyaki, zu Deutsch: mein liebstes Grillgericht, zu den besten des Landes. Kraut, Mehl, Ei, Käse und Fleisch werden vor dem Kunden auf der heißen Platte gebraten und im Anschluss mit einer speziellen Soße verfeinert. In Kansai werden dazu Nori-Blätter gereicht. Diese sind ebenfalls eine der Grundlagen der berühmten Sushi-Rollen. Die Meister dieser Zubereitungsart verwöhnen Sie in Japans Restaurants mit einfallsreichen Kreationen, die vom einfachen Maki bis zur frittierten Tempura-Variante reichen.
Von der Religion her bekennen sich die meisten Japaner zum Buddhismus oder Shintoismus, wobei sich beide oftmals mit dem Glauben an den gottgegebenen Kaiser vermischen. Vielen der früheren Tennōs sind eigene Schreine gewidmet. Die roten Torbögen und geschwungenen Pagoden sind prägend für die Architektur dieser Anlagen. Viele Japaner kommen zu Feiertagen zu den Schreinen und werfen Yen-Münzen in einen großen Gabenkasten, um die Götter zu besänftigen.

Isolation und Öffnung: Die Geschichte Japans

Die ersten Aufzeichnungen einer eigenständigen und vor allem von China unabhängigen japanischen Kultur gibt es etwa seit der Heian-Epoche zwischen 794 und 1185. Zu jener Zeit entwickelte sich unter den Kaisern die höfische Dichtkultur heraus und es entstanden bald kleine Fürstentümer, die gegeneinander Kriege führten. In ihren Armeen standen die Samurai-Ritter für Ehre und Kampfgeist. Nach der letztendlichen Vereinigung der einzelnen Provinzen schloss sich Japan gegenüber dem Ausland weitgehend ab. Von 1603 bis 1867 wurde kaum Handel betrieben und selbst Einheimische durften das Land nicht verlassen.
Erst mit dem Machtantritt des Meiji-Kaisers öffnete sich das Land. Es wurden eine moderne Verfassung und ein Parlament eingeführt. Die Epoche gilt bis heute als wichtigster Schritt Japans in die Moderne, gleichzeitig aber auch in eine Reihe von Abhängigkeiten von westlichen Handelspartnern. Das demokratische System brach schließlich zusammen und ging spätestens in den 30ern in einen diktatorischen Militarismus über, der die Japaner in einen ganz Ost- und Südasien erfassenden Krieg führte. Mit dem Abwurf der Atombombe über Hiroshima und Nagasaki endete der Expansionsdrang des japanischen Kaiserreichs und eine neue Ära der am Westen orientierten Demokratisierung begann.
Der Marshallplan gab den ersten Anschub für eine ökonomische Entwicklung des Landes, die sehr bald Früchte trug. Japanische Firmen wurden schon in den 70er und 80er Jahren zu den Marktführern in der Hightech-Branche, Elektro- und Computertechnologie. Im öffentlichen Raum lässt sich der Innovationstrieb Japans vor allem in der Infrastruktur erkennen: Der Shinkansen ist beispielsweise einer der weltweit schnellsten Züge. Seine erste Inbetriebnahme in den 60er Jahren stieß auch für viele andere Staaten die Tür ins Zeitalter der Hochgeschwindigkeitsbahnen auf. Heute erreicht der Shinkansen bis zu 320 km/h.

Die Eigenheiten der japanischen Höflichkeit

In Japan wird sich viel entschuldigt. Anstatt „Guten Tag“ oder „Hallo“ zu sagen, begrüßt man sich mit einem lauten „Verzeihen Sie bitte“, oft gefolgt von einem „Es tut mir leid“. Die beiden Phrasen „Sumimasen“ und „Gomenasai“ werden Ihnen bei der ersten Begegnung mit Japanern gewiss weiterhelfen, zumal Sie von einem ausländischen Gast ausgesprochen besonders positiv aufgefasst werden. Sich die Hand zu geben, ist in Japan nicht üblich. Stattdessen verbeugt man sich – je öfter, desto mehr Respekt bringt man seinem Gegenüber entgegen. Zudem spielt die Tiefe der Verbeugung eine große Rolle. Wer sich weit nach vorne lehnt, erweist ein hohes Maß an Ehre. Falls Sie mit diesen Gepflogenheiten Probleme haben, können Sie als westlicher Besucher auch den Handschlag anbieten. Viele Japaner sind solchen Umgangsformen gegenüber ebenfalls offen eingestellt.
An Vor- oder Nachnamen hängen Gesprächspartner meist den Anhang „San“, bei Kindern „Chan“ an, was auch eine Form der Höflichkeitsbekundung ist. Wer in seinem Leben besonders viel geleistet hat, kann auch als Sensei oder Sama bezeichnet werden. Wenn Sie in ein Restaurant gehen oder zu Japanern nach Hause eingeladen sind, sollten Sie vor dem Betreten der Tatami-Matten die Schuhe ausziehen. Vor der Toilettentür stehen spezielle Pantoffeln zur zeitweisen Verwendung bereit. Gastgeschenke sind gängig, werden jedoch nie vor dem Schenkenden geöffnet, um sein Gesicht im Falle einer inneren Enttäuschung nicht zu verlieren. Auf weiße Geschenke sollten Sie verzichten, da Weiß als Farbe der Trauer gilt. Gelb symbolisiert Verrat und die Zahl vier den Tod.
Beim Essen legen Sie die Stäbchen stets neben der Schale und niemals über ihr ab. In der Regel wird von einer gemeinsamen Speiseplatte gegessen und sich das Gewünschte in die eigene Reisschale gelegt. Ein Fauxpas ist es, sich selbst nachzuschenken – das ist Aufgabe des Tischnachbarn, dem Sie im Gegenzug dieselbe Gefälligkeit erweisen müssen. Suppen und Nudeln werden in der Regel lautstark geschlürft. Das Naseputzen am Tisch ist dagegen ein absolutes Tabu. In Japan ist es üblich, die Nase hochzuziehen.

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