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Singapur

Britisches Kolonialerbe, futuristische Gebäude und fernöstliches Flair – beim Urlaub in Singapur erleben Sie eine aufregende Mischung aus Tradition und Moderne.

Überblick

Singapur – das sind exotische Tempel und Moscheen neben spiegelnden Hochhausfassaden, historische Gebäude aus der britischen Kolonialzeit und tropische Parkanlagen. Das Miteinander verschiedenster Kulturen und Religionen prägt den südostasiatischen Inselstaat. Entdecken Sie während Ihres Urlaubs in Singapur den Charme der Stadtviertel Chinatown und Little India. Bummeln Sie durch die modernen Einkaufszentren und genießen Sie die kulinarischen Spezialitäten der unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen.

Geografische Lage
Singapur besteht aus einer südlich von Malaysia gelegenen Hauptinsel und über 50 kleineren Inseln.
 
Größe
Die Fläche des Stadtstaates Singapur beträgt 719 km².
 
Einwohnerzahl
5,6 Mio. Menschen leben in Singapur, davon sind ca. 2,16 Mio. Ausländer.
 
Sprache
In Singapur gibt es vier offizielle Landessprachen: Englisch, Mandarin (Chinesisch), Malaiisch und Tamil.
 
Flughafeninformationen
Der einzige Flughafen in Singapur mit Linienverkehr ist der Changi Airport (SIN).
 
Reisepass/Visum
Für einen Aufenthalt in Singapur von bis zu 90 Tagen benötigen deutsche Staatsangehörige einen Reisepass, der noch mindestens sechs Monate nach Aufenthaltsende gültig ist.
 
Landesvorwahl
+65
 
Währung
Singapur-Dollar (S$, SGD), der Brunei Dollar wird überall als Zahlungsmittel akzeptiert, beide Währungen sind gleichberechtigt und stehen im Verhältnis 1:1.
 
Kreditkarten
Alle gängigen Kreditkarten werden in Hotels und größeren Geschäften als Zahlungsmittel akzeptiert. Bargeld kann an Automaten mit Kreditkarten oder EC-Karten ohne VPay-Funktion abgehoben werden.
 
Zeitzone
UTC+8, In Singapur gibt es keine Sommerzeit.

Ein Reiseziel für jede Jahreszeit

Singapur liegt nur ca. 135 km vom Äquator entfernt, daher ist das Wetter ganzjährig tropisch heiß mit geringen Temperaturschwankungen und einer hohen Luftfeuchtigkeit. Die Tageshöchsttemperaturen liegen meist um die 33°C, nachts kühlt es auf 22-24°C ab. Mit Schauern muss häufig gerechnet werden, Sonne und Regen wechseln sich manchmal mehrmals täglich ab. Die Hauptregenzeit ist von Ende November bis Anfang Januar. Für Ihren Urlaub in Singapur empfiehlt sich leichte Baumwollkleidung. Museen, Einkaufszentren und Restaurants sind oft stark klimatisiert, daher sollten Sie immer eine dünne Jacke oder einen Pullover griffbereit haben.

Zwischen alt und neu: Chinatown und der Central Business District

Im Stadtzentrum treffen das hochmoderne Singapur und die traditionellen asiatischen Gebäude direkt aufeinander. In Chinatown wurde die hervorragend erhaltene Architektur liebevoll restauriert. Das Stadtviertel steht unter Denkmalschutz, viele Häuser erstrahlen in zarten Pastelltönen. Sie finden hier neben Restaurants und Bars auch Läden, die Antiquitäten oder chinesische Medizinprodukte verkaufen.

Charakteristisch für Singapur sind die zwei- bis dreistöckigen Häuser im Shophouse-Stil. Sie verfügen nur über eine schmale Straßenfront. Im Erdgeschoss ist ein Laden untergebracht, in dem oberen Stockwerk eine Wohnung. Die niedrigen Bauten mit den Dächern aus Terrakottaziegeln bilden einen reizvollen Kontrast zu den angrenzenden Wolkenkratzern des Finanzviertels.

In Chinatown befindet sich der älteste hinduistische Tempel Singapurs. Der typisch südindische Turm des Sri-Mariamman-Tempels ist mit unzähligen farbenfrohen Götterfiguren verziert. Erst 2007 entstand der buddhistische Temple of the Sacred Tooth. Dessen größtes Heiligtum steht im vierten Stock. Dort sehen Sie ein 3,6 m hohes hügelartiges Bauwerk aus Gold, einen sogenannten Stupa. In ihm sollen Überreste eines Zahns von Buddha untergebracht sein.

Little India und das malaiische Viertel Kampong Glam

Die nach Ethnien getrennten Viertel gehören zu Singapurs besonders interessanten Orten. Sie gehen auf Sir Thomas Stamford Raffles zurück, den Gründer des modernen Singapur. Er verfügte im 19. Jahrhundert, dass jede Gemeinde des aufstrebenden Handelsplatzes in einem eigenen Gebiet leben und sich selbst verwalten soll. Die ersten indischen Einwanderer waren Tamilen, mittlerweile leben in Little India aber auch Inder aus anderen Landesteilen.

Sehenswert sind die zahlreichen hinduistischen Tempel, einer der bekanntesten ist der Sri-Veeramakaliamman-Tempel. Erleben Sie, wie mehrmals täglich sogenannte pujas stattfinden. Dabei werden Gebetszeremonien von südindischer Tempelmusik begleitet. Ein beliebtes Fotomotiv ist das House of Tang Ten Niah. Diese letzte chinesische Villa in Little India ist in kunterbunten Farben angestrichen und sorgt für einen markanten Farbklecks im Stadtbild.

Probieren Sie in Little India die typischen Süßigkeiten aus eingedickter Milch, Mandeln, Nüssen, Gewürzen und viel Zucker. Einen Besuch lohnt auch das Mustafa Centre; dieser Einkaufskomplex erstreckt sich über zwei Straßenblocks. Hier finden Sie zu günstigen Preisen außer Alkohol und Tabak alles, bis hin zu hinduistischen Ritualobjekten wie Fläschchen mit Wasser aus dem Ganges.

Etwas östlich von Little India erreichen Sie nach kurzem Spaziergang das kleine malaiische Viertel Kampong Glam. Durch den Bau der Sultan-Moschee wurde der Stadtteil zum islamischen Zentrum Singapurs. Der Gebetsraum des gewaltigen Gotteshauses mit seiner goldenen Kuppel bietet Platz für bis zu 5.000 Gläubige. Sie können das Gebäude besichtigen, wobei manche Bereiche nur für Muslime zugänglich sind. Anschließend lohnt ein Bummel durch die angrenzenden Straßen mit ihren Cafés, Teppich- und Textilgeschäften.

Auf den Spuren der Kolonialzeit: rund um den Singapore River

Am Ufer des Singapore River lebt die britische Kolonialzeit wieder auf. Eine Statue von Sir Thomas Stamford Raffles markiert die Stelle, an der er zum ersten Mal an Land gegangen sein soll. Mit etwas Glück treffen Sie hier auf einen der indischen Schlangenbeschwörer. Gleich hinter der Raffles‘ Landing Site erstrecken sich die Gebäude des ehemaligen Parlaments, das Victoria-Theater sowie das Empress Place Building. Der frühere staatliche Verwaltungssitz beherbergt heute das Museum der asiatischen Zivilisationen. Ebenfalls im Kolonialstil erbaut wurde das Raffles Hotel, ein Ensemble aus weißen niedrigen Gebäuden mit schattenspendenden Innenhöfen und Durchgängen. Es zählt heute noch zu den Luxusunterkünften Singapurs, die öffentlichen Bereiche sind für jedermann zugänglich.

Rechts und links des Singapore River stehen unzählige Lagerhäuser aus dem 19. Jahrhundert, die im Laufe der Zeit zunehmend verfielen. Ab 1990 wurden diese Gebäude aufwendig restauriert und das Gebiet verwandelte sich in ein attraktives Viertel mit Geschäften, Kunsthandwerksläden, Bars und schwimmenden Restaurants. Die bunten Häuserzeilen am Clarke Quay und dem gegenüberliegenden Boat Quay entwickelten sich zu einem beliebten Ziel für Nachtschwärmer. Besonders stimmungsvoll ist eine abendliche Bootsfahrt auf dem Singapore River.

Vom Wasser umgeben – der Stadtteil Marina Bay

Großartige Ausblicke auf die imposante Kulisse von Singapurs Wolkenkratzern bietet das Gebiet an der Marina Bay, einer kleinen Bucht, in die der Singapore River mündet. Hier steht das Marina Bay Sands Hotel, das mit seiner eigenwilligen Architektur zu einem der Wahrzeichen der Metropole geworden ist. Drei separate Hotelbauten sind in 200 m Höhe durch eine Art Schiffskonstruktion miteinander verbunden. Dort oben können Sie vom SkyPark aus die Aussicht auf Singapur genießen. Der Zugang zu dem rund 150 m langen Infinity Pool in luftiger Höhe ist Hotelgästen vorbehalten. Einen ähnlich guten Blick auf die Stadt haben Sie bei einer Fahrt mit dem 165 m hohen Riesenrad Singapurs, dem Singapore Flyer.

In unmittelbarer Nähe des Marina Bay Sands Hotel befinden sich die Gardens by the Bay. Die Hauptattraktion der tropischen Parkanlage sind die künstlichen 25-50 m hohen Super Trees. Lassen Sie sich nicht die zweimal täglich am Abend stattfindende Licht- und Ton-Show entgehen, wenn die solarbetriebenen Bäume in allen Farben erstrahlen.

Entlang der Orchard Road zum botanischen Garten

Singapur ist ein wahres Eldorado für Kauflustige. An der mehr als 2,5 km langen Orchard Road reiht sich ein hochmodernes Einkaufszentrum an das andere, insgesamt gibt es davon mehr als 150 in der Stadt. Die Orchard Road ist Singapurs bekannteste Einkaufsstraße, in den Läden erhalten Sie Markenartikel aus aller Welt.

Nur ein kurzes Stück vom westlichen Ende der Orchard Road entfernt erreichen Sie den idyllischen botanischen Garten. Die grüne Lunge Singapurs erstreckt sich auf 82 ha Fläche, 2015 wurde die Anlage zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt. Vom Trubel des pulsierenden Zentrums der Großstadt ist hier nichts mehr zu spüren. Besonders sehenswert ist der Orchideengarten. Ein Zuchtprogramm bringt jährlich neue Kreuzungen hervor, bisher sind es über 2.000 Arten. Zum Entspannen laden die Sitzbänke im Palm Valley ein, das über 100 verschiedene Palmenarten beherbergt.

Die Inseln Sentosa und Pulau Ubin: Action und Natur pur

Die 5 km² große Insel Sentosa ist Singapur vorgelagert und hat sich zu einem Vergnügungsgebiet mit unterschiedlichen Attraktionen für alle Altersstufen entwickelt. Erleben Sie Nervenkitzel in den Fahrgeschäften der Universal Studios oder besichtigen Sie die Nachbildungen berühmter Persönlichkeiten in Madame Tussaud’s Wachsfigurenkabinett. Naturliebhaber erfreuen sich an den ca. 1.500 exotischen Schmetterlingen des Butterfly Park oder bestaunen die Unterwasserwelt im S.E.A. Aquarium. Sentosa verfügt über einige sehenswerte Strände, die teilweise künstlich aufgeschüttet wurden.

Einen ganz anderen Charakter hat die doppelt so große Insel Pulau Ubin im Osten Singapurs. Autoverkehr gibt es kaum, die Gegend ist dünn besiedelt. Am besten erkunden Sie die heimische Tier- und Pflanzenwelt dieses Naherholungsgebiets mit einem Mietfahrrad oder zu Fuß auf urigen Wanderwegen. Besonders malerisch ist das Feuchtgebiet Chek Java Wetlands, das Sie von einem Aussichtsturm überblicken können.

Veranstaltungen und Gaumenfreuden in Singapur

An Festen mangelt es in Singapur nicht, fast jeden Monat feiert eine der verschiedenen Volksgruppen. Für die Chinesen ist das chinesische Neujahrsfest Ende Januar oder Anfang Februar die wichtigste Feier des Jahres. Am 9. August begeht Singapur seinen Nationalfeiertag. An diesem Datum finden in der Stadt zahlreiche Umzüge und Paraden statt. Die Festivitäten enden mit einem farbenprächtigen Feuerwerk am Abend. An einem besonderen Spektakel können Sie in Singapur Mitte September teilhaben. Dann brausen während des Formel 1 Grand Prix die Rennautos im Dunkeln über den Stadtparcours.

Singapurs ethnische Vielfalt spiegelt sich in der regionalen Küche wider. In den Restaurants, Garküchen oder Food Courts der großen Einkaufszentren findet sich für jeden Gaumen etwas Passendes. Als singapurische Nationalspeisen gelten ein chinesisches Huhn-Reis-Gericht, das mit scharfen Soßen serviert wird, sowie Chili Crab, gebratener Krebs in einer süß-scharfen Tomaten-Chili-Soße. Malaiisches Essen ist moslemisch geprägt und verzichtet auf Schweinefleisch. Auch Vegetarier kommen auf ihre Kosten. Singapur verfügt über eine große Anzahl Restaurants, die fleischlose Mahlzeiten auf Basis der chinesischen, indischen oder westlichen Küche anbieten.

Singapurs Weg zur multikulturellen Wirtschaftsmetropole

Ausgrabungen und alte Landkarten zeigen, dass schon im 3. Jahrhundert im Bereich des heutigen Singapur ein Handelsposten existiert hat. Singapur trug früher den javanesischen Namen Temasek. Im 14. Jahrhundert unterhielt Temasek Handelsbeziehungen mit Indien, Sri Lanka, Indonesien und China. Ab dem 16. Jahrhundert versuchten europäische Staaten, sich in Asien zu etablieren, um Zugang zum lukrativen Gewürzhandel zu bekommen.

Singapurs Entwicklung zur Handelsmetropole begann mit der Ankunft von Sir Thomas Stamford Raffles. Im Februar 1819 schloss Raffles in seiner Funktion als Handelsagent der Britischen Ostindien-Kompanie mit den malaiischen Herrschern einen Vertrag. Singapur wurde zu einem freien Hafen ohne Handelssteuern erklärt. Es begann ein rasanter Zuzug von ausländischen Kaufleuten und Arbeitskräften. Am 1. April 1867 wurde Singapur zur britischen Kronkolonie.

Durch die geografische Lage wuchs die Bedeutung als Umschlaghafen entlang der Seewege zwischen China und Europa. Bis 1959 war Singapur eine selbstregierte Kronkolonie, ab 1963 bestand eine Partnerschaft mit Malaysia. Bereits 1965 erfolgte die Trennung von Malaysia, Singapur wurde zu einer unabhängigen Republik. Der Stadtstaat musste zunächst um das wirtschaftliche Überleben kämpfen, entwickelte sich aber innerhalb weniger Jahre zu einer erfolgreichen Industrienation und einem bedeutenden Finanzplatz.

Andere Länder – andere Sitten: Tipps für Ihren Urlaub in Singapur

Singapur gehört zu den sichersten und saubersten Städten der Welt. Damit das so bleibt, existieren zahlreiche Vorschriften. Bei Ordnungswidrigkeiten drohen zum Teil drakonische Strafen. Verkehrsregeln nicht beachten, eine Zigarettenkippe achtlos wegwerfen oder Kaugummi auf den Boden spucken kann sehr teuer werden. Rauchen ist in öffentlichen Gebäuden und Verkehrsmitteln generell nicht gestattet. Gleiches gilt in Warteschlangen an Taxiständen oder Bushaltestellen, wenn sich dort mehr als zwei Personen aufhalten.

Die meisten Tempel und Moscheen dürfen auch Andersgläubige besichtigen, allerdings sollten Sie sich am Verhalten der Einheimischen orientieren. Ihre Schuhe müssen Sie fast immer vor Betreten des Gebäudes ausziehen. Für den Besuch ist angemessene Kleidung nötig, zu kurze Hosen oder knappe T-Shirts sind nicht gestattet. Um in einem Sikh-Tempel das Allerheiligste betreten zu können, müssen Sie die Haare bedecken. Reisende bekommen zu diesem Zweck bei Bedarf Schals oder Tücher ausgehändigt. Ansonsten sind Sie in Ihrem Singapur Urlaub mit leichter Baumwollkleidung fast überall richtig angezogen. Nur noble Restaurants und Hotels legen auf formellere Kleidung Wert.

Singapur ist eine sehr fotogene Stadt, reizvolle Fotomotive finden Sie fast an jeder Ecke. Beachten Sie bitte entsprechende Hinweisschilder, manche öffentlichen Gebäude und Bauwerke dürfen nicht fotografiert werden. Gleiches kann für das Innere von religiösen Stätten gelten. Wenn Sie Portraitaufnahmen von Einheimischen machen möchten, sollten Sie vorher um Erlaubnis fragen.

In besseren Restaurants besteht häufig keine freie Platzwahl. Bitte warten Sie, bis Ihnen das Personal einen Tisch zuweist. Trinkgelder sind nicht üblich, meistens wird auf den Rechnungsbetrag bereits 10% Service-Charge aufgeschlagen. Auch Taxifahrer erwarten kein Trinkgeld. Den Angestellten des Changi-Flughafens ist die Annahme von Trinkgeldern strikt verboten.