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Vietnam

Lassen Sie sich auf Ihrer Reise nach Vietnam von der pulsierenden Alltagskultur des Landes, seinen Stränden und den bezaubernden Dschungelwelten begeistern.

Überblick

Vietnam liegt in Südostasien, wo das Land Besucher u.a. mit den Stränden und Buchten des Südchinesischen Meeres und des Golfs von Thailand, dschungelreichen Gebirgen und dem Mekongdelta fasziniert. Entdecken Sie abgelegene Kaffeeplantagen oder dichte Bambuswälder, majestätische Reisterrassen und Meereslabyrinthe aus Kalksteinfelsen. Beeindruckend ist zudem die Kultur Vietnams. Das Leben spielt sich auf der Straße ab: Gar- und Suppenküchen, Kaffee mit süßer Kondensmilch und Handwerksgeschäfte finden Sie allesamt vor der Haustür. Städte wie Hanoi und Hue sind für filigran gestaltete Pagoden und Burganlagen bekannt. Auf einer Reise nach Vietnam können Sie all diese Sehenswürdigkeiten besichtigen.

Geografische Lage
Vietnam bildet das östliche Land Südostasiens. Es grenzt an das Südchinesische Meer, China, Laos und Kambodscha.

Größe
Flächenmäßig ist Vietnam etwa 331.000 km² groß.

Einwohnerzahl
Die Bevölkerung Vietnams lässt sich auf ca. 93 Mio. Menschen beziffern.

Sprache
Vietnamesisch ist die offizielle Amtssprache und weitverbreitet. Daneben besitzen viele Einheimische Kenntnisse des Französischen.

Flughafeninformationen
Hanoi (HAN) und Ho Chi Minh Stadt (SGN) sind die wichtigsten internationalen Flughäfen. Alternativ landen Sie in Cat Ba (HPH), Da Lat (DLI), Can Tho (VCA), Nha Trang (CXR) oder Da Nang (DAD).

Reisepass/Visum
Das Visum müssen Sie vor der Einreise bei der Botschaft in Deutschland erwerben. Ihr Pass sollte noch sechs Monate über Ihren Aufenthalt hinaus gültig sein.

Landesvorwahl
+84

Währung
Vietnamesischer Dong

Kreditkarten
An den Geldautomaten funktionieren Kredit- und EC-Karten. In größeren Hotels und Restaurants werden diese ebenfalls akzeptiert. Auf Märkten und in Garküchen benötigen Sie Bargeld

Zeitzone
UTC+7

Dieses Klima erwartet Sie auf Reisen nach Vietnam

Wenn Sie einen Urlaub am Strand von Vietnam planen, empfiehlt sich die Trockenzeit. Diese geht etwa von November bis April. In dieser Phase liegen die Temperaturen im Norden bei etwa 22°C, in Südvietnam bei 32°C. Ende April setzt der Monsun ein. Jeden Nachmittag kommt es zu starken Regenschauern, die etwa 1 Stunde andauern. An der Küste können tropische Wirbelstürme, die sogenannten Taifune auftreten. Trotz der vermehrten Niederschläge bieten sich auch im Sommer Reisen nach Vietnam an, z.B. zum Wandern in den Bergen. In dieser Region, an der Grenze zu Laos und Kambodscha, sind die Temperaturen deutlich niedriger. Es empfiehlt sich, eine Regenjacke und einen Pullover für solche Ausflüge mitzunehmen. Für die Nächte sind Moskitonetze angesichts der erhöhten Malariagefahr wichtig. Diese gehören bei nahezu allen Hotels zur Grundausstattung. Lassen Sie sich zu diesem Thema vor Reiseantritt bei einem fachkundigen Arzt beraten. Tagsüber ist körperbedeckende, helle Kleidung zwar kein Muss, jedoch anzuraten, um sich vor Sonne und Mücken zu schützen.

Sehenswürdigkeiten in Vietnam: Das sind die Highlights: Hanoi: Streifzüge durch die vietnamesische Hauptstadt

Hanoi liegt im Norden Vietnams und ist mit etwa 6 Mio. Einwohnern die zweitgrößte Stadt des Landes. Zwischen den Strömen an Motorrädern und Fahrradrikschas erheben sich die Gebäude der Altstadt. Besonders sehenswert ist das Viertel Hoan Kiem rund um den gleichnamigen See. Es erwartet Sie eine eindrucksvolle Mischung aus den schmalen, jedoch hochgeschossigen vietnamesischen Häusern und französischen Gassen. Zu den Attraktionen des Bezirks gehören die neogotische St.-Josephs-Kathedrale, der Ngoc-Son-Tempel und das Opernhaus.

Die Regierungsgebäude befinden sich überwiegend in Ba Dinh. Zu Ihnen gehören allem voran der Präsidentenpalast, das Parlament und das Mausoleum des kommunistischen Staatsgründers Ho Chi Minh. Sein einbalsamierter Leichnam ist in dem Haus ausgestellt. In der Nähe können Sie das „Hanoi Hilton“, ein berüchtigtes Gefängnis aus Zeiten des Vietnam-Kriegs besichtigen. Das heutige Museum beschäftigt sich vor allem mit den Kriegsverbrechen der französischen Armee in den 50er-Jahren, thematisiert aber auch die Gefangenschaft amerikanischer Soldaten in den 60ern und 70ern.
Wenn Sie sich für die vietnamesische Kultur und Tradition interessieren, sind Sie in der Einsäulenpagode zwischen dem Mausoleum und dem Ho-Chi-Minh-Museum richtig. Sie gehört zu den ältesten religiösen Bauwerken Hanois. Auf einem einzelnen Baumstamm balancierend wurde sie bereits im 11. Jahrhundert von König Ly Thai Tong gegründet. Heute trägt sie ein aus einem künstlichen See ragender Betonsockel. Vietnamesische Kunst gibt es im Museum Bao Tang My Thuat zu sehen. Bei den Ausstellungsstücken handelt es sich überwiegend um Werke des sozialistischen Realismus, die von der Partei zugelassen sind. Neben den durchaus sehenswerten propagandistischen Gemälden und Skulpturen werden auch buddhistische Kunstwerke gezeigt.

Metropole Südvietnams: das ehemalige Saigon

Seit dem Rückzug der US-Armee aus Vietnam trägt Saigon den Namen Ho-Chi-Minh-Stadt. Die mit mehr als 7 Mio. Einwohnern größte Metropole des Landes fasziniert mit ihrer pulsierenden Kultur. Diese können Sie nicht zuletzt auf dem Markt Ben Thanh kennenlernen. Die Anlage gibt es seit dem frühen 20. Jahrhundert. Unter dem zartrosa verputzten Dach werden nahezu alle Produkte von frischen Fleischwaren bis hin zu Textilien und Elektronik verkauft. Rund um die Markthalle finden Sie außerdem die traditionellen Straßencafés, in denen Sie die aromatischen Aufgussgetränke des Landes, wahlweise mit Eis oder ohne, probieren können. Kulinarikfans sollten die reich belegten Baguettes und die Nudelsuppe Pho kosten. Ein weiterer sehenswerter Ort ist der Markt Dan Sinh. Die Händler bieten Ihnen vor allem Devotionalien aus der Zeit des Vietnam-Kriegs, alte Uniformen, Soldatenfeuerzeuge und Ausrüstungsgegenstände des Vietcong.

Eines der wichtigsten religiösen Bauwerke Saigons ist die Xa-Loi-Pagode. Markant ist der südostasiatische Turm mit seinem sechsstufigen geschwungenen Dach. Reich gestaltet ist zudem die Jade-Pagode, die ob ihrer vielfältigen Farbgebung fasziniert. Im Inneren sehen Sie verschiedene Schnitzereien und Statuen, die taoistischen und buddhistischen Göttern zu Ehren angebracht wurden. Aus der französischen Kolonialzeit stammt die Kathedrale Notre-Dame. Sie wurde zwischen 1877 und 1883 erbaut und ist das Zentrum des Katholizismus in Vietnam. Auf dem Vorplatz rund um die Statue der Jungfrau Maria bieten diverse Händler tagsüber und in der Abenddämmerung Essen, Kaffee und andere Produkte an.

Die Pflanzen- und Tierwelt Vietnams lernen Sie im Botanischen Garten am Thi-Nghe-Kanal kennen. Mit Lianen behangene Tropenbäume, Seen, Krokodile, Warane und sogar Elefanten können Sie entdecken. Zudem betreibt die 1864 gegründete Anlage ein eigenes Aquarium und einen Vergnügungspark. Verschiedene Attraktionen erwarten Sie in der Parkanlage Bin Quoi. Leihen Sie sich z.B. ein Kanu aus und rudern Sie über den See, gehen Sie angeln oder unternehmen Sie eine Radtour.

Reise zum Strand: Vietnams größte Insel Phu Doc

Phu Doc liegt im Golf von Thailand und ist Vietnams größte Insel. Beliebt ist sie vor allem bei Badeurlaubern. Traumhafte weiße Sandstrände und schattenspendende Palmen prägen das Bild. Hinzu kommt die artenreiche Unterwasserwelt. Beim Tauchen in dieser Region Vietnams entdecken Sie tropische Fischschwärme, Meeresräuber wie kleinere Haie und farbenprächtige Korallen. Etwas abseits der Resorts befinden sich traditionelle Fischerhütten, vor denen Pfefferkörner und Tintenfische im Sonnenschein vor sich hin trocknen. Viele Menschen in der Region leben vom Fischfang – Meeresgerichte stehen daher ganz oben auf den Speisekarten der hiesigen Restaurants. Im Städtchen Duong Dong wird Sie der kleinere Buddha-Tempel begeistern. Von diesem genießen Sie einen malerischen Blick auf die „blaue Lagune“. Von hier aus bringen Sie außerdem die markanten Langboote im Rahmen von Touren zu den schönsten Badebuchten rund um die Insel. In makellosem Weiß präsentiert sich Ihnen z.B. der Muschelstrand von Bai Sao. Während Sie sich sonnen, laufen vietnamesische Händler mit dem typischen Kegelhut die Küste ab und verkaufen frische Früchte wie Durians, Ananas, Mangos, Papayas und Kokosnüsse.

Die Insel Cat Ba und die Halong Bay

Im Nordosten Vietnams breitet sich ein Gewirr an Inseln und Kalksteinfelsen mitten im Meer aus. Sie verwandeln die Gegend in ein einziges Labyrinth, welches Sie mit Hilfe der ortskundigen Fischer erkunden können. Diese bieten Ihnen ganztägige Touren durch die Weltnaturerberegion an und ermöglichen Ihnen einen faszinierenden Blick auf die Landschaft. Sie legen dabei mehrere Stopps an den Tropfsteinhöhlen der Halong Bay sowie an den abgelegenen Ponton-Städten der einheimischen Krabbenfischer ein. Dort nimmt man Sie, falls Sie Lust haben, zum Tauchen und Kanufahren mit. Die besten Ausgangspunkte für einen Ausflug zur Halong Bay sind die Stadt Haiphong und die Insel Cat Ba. Letztere ist auch aufgrund ihrer Strände und des dschungelreichen Hinterlandes sehenswert.

Strandurlaub in Mittelvietnam: zwischen Nha Trang und Hue

Die Küstenregion zwischen Nha Trang und Hue gehört zu den schönsten Orten für einen Badeurlaub. Über etliche Kilometer hinweg breiten sich die weißen Strände aus. Nha Trang zählt darüber hinaus zu den Gourmetzentren des Landes. Wer die typisch vietnamesische Küche kennenlernen möchte, hat sich genau für die richtige Destination entschieden. Ein weiteres Highlight ist der hügelreiche Küstenabschnitt zwischen Da Nang und Hoi An. Eine Schmalspurbahn fährt die gesamte Linie ab und ist seit Jahrzehnten eine echte Besucherattraktion. In Hoi An angekommen, erwartet Sie ein UNESCO-geschütztes Fischerdorf, das mit seiner gut erhaltenen Architektur einen Einblick in das Jahrhunderte alte Alltagsleben der Vietnamesen im Einklang mit dem Meer gibt. Neben den uralten Fischerhütten sind außerdem die zahlreichen Tempel sehenswert.

Nur eine kurze Autofahrt entfernt befindet sich die alte Königsstadt der Nguyen-Dynastie. In Hue können Sie die Ruinen der „Verbotenen Stadt“ und deren wuchtige Festungsmauern besichtigen. Die mehrstöckige Pagode der himmlischen Frau verweist auf die lange Epoche des vietnamesischen König- und Kaiserreichs. In der Umgebung liegen am Ufer des Parfümflusses die einstigen Herrscher begraben. Imposant ist vor allem das Mausoleum von König Minh Mang. Die Anlagen können üblicherweise im Rahmen eines Ausflugs mit dem Drachenboot besichtigt werden.

In der Umgebung Hues lohnt sich des Weiteren ein Abstecher in den Nationalpark Bach Ma. Nach den Verwüstungen des Vietnam-Krieges ist das Gebiet eines der letzten geschlossenen Waldstücke des Landes. Die Bäume wachsen an einem etwa 1.500 m hohen Berg empor und bieten mehr als 300 Vogelarten einen Lebensraum. Auf den Wanderwegen kommen Sie u.a. am Rhododendron-Wasserfall vorbei, der ca. 200 m in die Tiefe stürzt. An der Küste erreichen Sie schließlich die Lagune Cau Hai. Im extremen Gegensatz zum waldreichen Bach Ma steht die Demilitarisierte Zone (DMZ), welche einst die Systemgrenze zwischen Nord- und Südvietnam bildete. Bei einer Besichtigung gelangen Sie zu den historischen Tunnelsystemen des Vietcong und auf den Ho-Chi-Minh-Pfad, den wichtigsten Versorgungsweg der nordvietnamesischen Armee während des Kriegs. Hoch in den Bergen wachsen auf den Feldern rund um die ehemalige US-Armeebasis Khe Sanh hochwertige Kaffeebohnen. Sie gedeihen zwischen den während der Tet-Offensive verlassenen Kasernen und Hubschraubern.

Wandern in den Bergen: Entdecken Sie die Reisfelder von Sa Pa

Sa Pa ist ein kleines Städtchen hoch in den Bergen Nordvietnams. Nur wenige Kilometer von der chinesischen Grenze entfernt, leben in dieser Gegend zahlreiche nicht-vietnamesische Stämme, die zum Teil Naturreligionen angehören. In Sa Pa kommen Sie u.a. mit den Mong in Kontakt, die Besucher oft mit auf ihre Farmen nehmen. Eine Wanderung dauert mindestens 3 Stunden und führt Sie in ein abgeschiedenes Naturidyll. In malerischen Terrassen wächst der Reis, eingerahmt von Bambuswäldern und kleinen Fischtümpeln. Gemächlich bewegen sich die Einheimischen mit Offroad-Motorrädern und auf Wasserbüffeln reitend durch die Landschaft.

Vietnam als Kulturlandschaft: Das erwartet Sie

Trotz der kommunistischen Staatsform sind viele religiöse Bräuche und Traditionen erhalten geblieben. Im Land leben etwa 20 Mio. Buddhisten und 6 Mio. Katholiken. Für viele nichtgläubige Vietnamesen haben zudem die konfuzianische und die taoistische Philosophie eine große Bedeutung. In Wohnhäusern und Geschäften gibt es außerdem viele Schreine, an denen den Naturgeistern Opfergaben dargebracht werden. Früchte und Sake sollen diese besänftigen. Rituale dieser Art werden durch sogenannte Stadtschamanen, Dong genannt, durchgeführt. Diese organisieren auch Trance-Zeremonien, die Körper und Geist stärken sollen.

Aus dem Altertum stammen die festlichen Kleidungsstücke. Die Trachten der Nguyen-Zeit können vor allem in den ethnologischen und kulturgeschichtlichen Museen betrachtet werden. In diesen bekommen Sie außerdem traditionelle Schamanentrommeln zu sehen. Seit Jahrhunderten leben die Menschen in Vietnam vor allem vom Fischfang und Reisanbau. Eine bedeutende Region hierfür ist das weitverzweigte Mekongdelta, in dem die frischen Produkte direkt auf den schwimmenden Märkten angeboten werden. Als einer der Hotspots gilt in dieser Hinsicht das Städtchen Can Tho. In Nordvietnam werden Waren eher an Straßenecken und vor der Haustür der Wohnhäuser von Händlerfamilien verkauft. Das Leben findet zu einem großen Teil unter freiem Himmel statt. Für umgerechnet etwa 1 € können Sie so die Suppenspezialitäten probieren, die von Hausfrauen in Garküchen frisch zubereitet werden.

Lohnenswert ist außerdem ein Besuch eines der Barbecue-Lokale. Hier sitzen Sie auf kleinen Plastikstühlen und grillen in Streifen geschnittene Fleisch- und Fischstücke auf dem Gaskocher selbst. Andernorts schenken Ihnen ältere Damen Bier vom Fass aus – diese Tradition nennt sich in Vietnam Bia Hoi. Auf den Bürgersteigen versammeln sich außerdem gerne private Gesellschaften, die ihr Essen kochen und ausgelassen feiern. Oft wird man von den überaus freundlichen Vietnamesen direkt dazu eingeladen, Platz zu nehmen und die Gerichte zu verkosten. Zu den verschiedenen Speisen wird stets eine Schüssel mit Reis gereicht. Diese füllen die Gastgeber eifrig auf, sobald sie leer ist. Wenn Sie keinen Reis mehr wünschen, lassen Sie das Schälchen einfach zu einem Drittel voll.

Ein kurzer Abriss zur Geschichte

Im Mittelalter entstanden in Vietnam die ersten Königsdynastien, die sich unabhängig vom damals mächtigen China etablierten. Das mit Abstand wichtigste Herrscherhaus waren die Nguyen, deren Name sich bis heute an viele Familien weitervererbt hat. Im 18. und 19. Jahrhundert residierten sie in Hue und schufen die prächtige Verbotene Stadt. In dieser Zeit tauchte erstmals der Begriff Viet Nam auf. Nur etwa 50 Jahre später verstärkten die französischen Kolonialherren ihren Einfluss auf die vietnamesischen Regenten. Im Gegenzug bauten sie die Infrastruktur aus und schufen mehrere Protektorate.

Aus der Abhängigkeit von Frankreich konnten sich die Vietnamesen erst in den 50er Jahren befreien. In der Schlacht von Dien Bien Phu ging die französische Kolonialarmee katastrophal unter. Das Land wurde schließlich in einen kommunistischen und einen westlich orientierten südlichen Teil gespalten. Hieraus entwickelte sich in den 60er Jahren der Vietnam-Konflikt, ein Stellvertreterkrieg zwischen dem von US-Truppen unterstützten Südvietnam und dem Norden, dem seinerseits von der Sowjetunion und von China Hilfestellung geleistet wurde. Während des Waffengangs kam es zu massiven Bombenabwürfen sowie zum Einsatz von Napalm und Pflanzenvernichtungsmitteln. Bis heute ist der Urwald in der Demilitarisierten Zone nicht nachgewachsen.

Die etlichen Bombenkrater in Mittelvietnam haben clevere Bauern immerhin zu Fischteichen umgewandelt. 1968 eroberte der Vietcong bei der Tet-Offensive amerikanische Stützpunkte und griff die US-Botschaft in Saigon an. Weltweit begannen Proteste gegen das amerikanische Vorgehen, was schließlich zum Waffenstillstand und dem Ende des Konflikts in den 70er Jahren führte. Seit 1975 ist Vietnam wieder ein Staat unter kommunistischer Regierung. Nach dem Kalten Krieg hat das Land eine erstaunliche wirtschaftliche Entwicklung hingelegt und öffnet sich zunehmend für Geschäfte mit dem Westen. Diese Doi-moi-Reformen haben auch für einen großen Urlauberansturm gesorgt.

Dos und Don’ts in Vietnam

Wie in vielen anderen asiatischen Kulturen, spielt auch in Vietnam ein dezentes und zurückhaltendes Auftreten eine wichtige Rolle. Es wird weder geprahlt noch laut gesprochen. Stattdessen kommuniziert man ruhig – zeigt Ausgeglichenheit und Harmonie. Bei der Begrüßung gibt man sich respektvoll die Hand. Auf den Austausch von Zärtlichkeiten sollten Sie in der Öffentlichkeit verzichten. Die Vietnamesen gelten als äußerst gastfreundlich und laden Reisende gerne zu sich nach Hause ein. Sie sollten jedoch stets eine zweite Einladung abwarten, bevor Sie zusagen. Das erste Wort ist meist nur eine Floskel der Höflichkeit. Wenn Sie die Wohnung betreten, sollten Sie vorab die Schuhe ausziehen. Dasselbe gilt für viele Geschäfte und Tempel. Gäste bringen in der Regel kleine Geschenke wie Blumen, Süßigkeiten oder Likör mit.

Auf eine gepflegte Kleidung legt man in Vietnam sehr viel wert. In Restaurants und auf der Straße tragen die Vietnamesen leichte, körperbedeckende Kleidung. Badehosen haben in Städten, Restaurants und in Tempeln nichts zu suchen. Flip Flops sind vor allem während der Monsunzeit erlaubt. Beim Essen erhalten Sie stets eine Schale Reis, zu der Sie kleinere Happen vom Tisch hinzufügen. Die Stäbchen im Reis stecken zu lassen, gilt als Affront. Beim Zuprosten schaut man sich in die Augen und hält das Glas mit beiden Händen fest. Trinkgelder sind unüblich – in Urlaubergegenden können Sie dem Kellner dennoch einige Dong als Aufmerksamkeit geben.

Bevor Sie jemanden fotografieren, sollten Sie um Erlaubnis fragen. Streng verboten ist es hingegen, militärische Anlagen, Flughäfen und Häfen abzulichten. In Gesprächen sind die Kriegsgeschichte und die kommunistische Ideologie bisweilen Reizthemen. Nur wenige Vietnamesen werden Sie darauf aufmerksam machen, dass ihnen etwas unangenehm ist. Es geht vielmehr darum, sein eigenes Gesicht und das des Anderen zu waren. Verlegenheit spiegelt sich in einem etwas rätselhaften Lächeln wider, das für westliche Besucher oft nur schwer zu interpretieren ist.