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Sri Lanka

Beim Urlaub in Sri Lanka können Sie Badetage an Paradiesstränden mit Tierbeobachtungen in freier Wildbahn und Besichtigungen mystischer Kulturstätten verbinden.

Überblick

Winzig wirkt Sri Lanka neben dem indischen Subkontinent, doch das Eiland vereint zahlreiche Reize des riesigen Nachbarn und mehr auf kleinstem Raum. Weiße Palmenstrände an türkisfarbenem Wasser säumen den Großteil der Küsten, während im bergigen Inland atemberaubende Aussichten, Teeplantagen und dichte Urwälder warten. Elefanten, Leoparden und andere Tierexoten nennen die abwechslungsreichen Landschaften ihr zu Hause und lassen sich bei Safaris in freier Wildbahn beobachten. Doch nicht nur Natur, sondern auch Kultur wird im kleinen Sri Lanka großgeschrieben: Entdecken Sie auf Reisen urige Ruinenstätten und Tempelanlagen, die auf steilen Gipfeln thronen, und schlendern Sie in lebhaften Städten durch koloniale Kopfsteinpflastergassen.

Geografische Lage
Sri Lanka liegt ca. 30 km vor der Südostküste Indiens nahe dem Äquator im Indischen Ozean.
 
Größe
Mit einer Fläche von ca. 65.610 km² ist Sri Lanka groß genug für landschaftliche Vielfalt, aber klein genug für Rundum-Erkundungen im Urlaub.
 
Einwohnerzahl
Der Großteil der 22 Mio. Einwohner lebt im dichter besiedelten Westen.
 
Sprache
Die offiziellen Amtssprachen sind Sinhala und Tamil, doch viele Einwohner sprechen auch Englisch.
 
Flughafeninformationen
Die wichtigsten Flughäfen sind: Bandaranaike in Colombo (CMB), Koggala in Galle (KCT) und China Bay in Trincomalee (TRR).
 
Reisepass/Visum
Für die Einreise nach Sri Lanka ist ein Visum erforderlich, das vor der Anreise online beantragt werden kann. Gegen Aufpreis wird das Visum auch bei der Einreise ausgestellt.
 
Landesvorwahl
+94
 
Währung
Sri Lanka Rupien (LKR)
 
Kreditkarten
Mit Ihrer Kreditkarte heben Sie problemlos Bargeld am Automaten ab und bezahlen in größeren Geschäften, Restaurants und Hotels. Kleinere Einrichtungen akzeptieren ausschließlich Bargeld.
 
Zeitzone
UTC+5:30

Die optimale Reisezeit für Ihren Urlaub in Sri Lanka

Das Klima in Sri Lanka ist bestimmt von einem Mix aus der geografischen Nähe zum Äquator, den Bergen im Inland und dem Einfluss des Monsuns. So entstehen zwei vollkommen entgegengesetzte Klimazonen, weswegen sich Urlaube in Sri Lanka ganzjährig anbieten. Denn während der Südwestmonsun zwischen Mai und September große Niederschlagsmengen an der West- und Südwestküste mit sich bringt, bleibt es im Osten und Nordosten trocken. Von Oktober bis April verhält es sich dann genau umgekehrt, wobei der Nordostmonsun etwas gemäßigter ist. So gilt es, den optimalen Zeitraum für die angedachte Reiseroute zu wählen. Wenn Sie im Rahmen einer Rundreise durch Sri Lanka die ganze Insel kennenlernen möchten, bietet sich die Übergangszeit zwischen den Monsunen an, in der sich der Regen meist auf Schauer beschränkt. Allgemein ist es südwestlich der Gebirge etwas feuchter, während der Südosten, Osten und Norden trockener sind. Die Werte schwanken innerhalb eines Tages und während des Jahres nur wenig und liegen in Küstennähe tagsüber zwischen 26-31°C und nachts bei um die 25°C. In den Höhenlagen des bergigen Inlands können die Temperaturen bisweilen allerdings deutlich geringer ausfallen.

Zwischen Vergangenheit und Zukunft: das quirlige Colombo

Sri Lankas Hauptstadt Colombo ist der Startpunkt für die meisten Reisenden und der ideale Ort, um einen ersten Eindruck der kulturellen Vielfalt des Inselstaates zu erlangen. Denn nirgendwo sonst in Sri Lanka bündeln sich die ethnischen Gruppen, Religionen, Architekturstile und kulinarischen Einflüsse wie hier. Die alten Kolonialbauten der Fort-Gegend sind geprägt von niederländischen, portugiesischen und englischen Einflüssen und sprechen somit Bände über die turbulente Kolonialzeit des Landes.
Schlendern Sie von den farbenfrohen Bauten in Richtung der Küstenpromenade Galle Face Green, so passieren Sie ganze Kapitel der Zeitgeschichte, bevor Sie plötzlich vor modernen Wolkenkratzern stehen. Diese bilden auch einen imposanten Hintergrund für Spaziergänge an der Uferpromenade, die ihren Namen redlich verdient. Denn diese gibt sich äußerst grün mit ihrer riesigen Rasenfläche, die von kleinen Imbissbuden gesäumt ist. Viele der hier angebotenen Gaumenfreuden basieren auf frischen Fängen des Tages, wie z.B. Garnelen und Krabben. Eine besonders schöne Atmosphäre herrscht am Galle Face Green dann abends, wenn die Generationen zusammenkommen und den Meerblick vom Rasen aus genießen, während oftmals zahlreiche Drachen die Luft bevölkern.

In Galle durch pittoreske Kopfsteinpflasterwirrungen flanieren

Eine wundervolle Bahnstrecke führt direkt am Meer entlang von Colombo in das ca. 120 km südlich gelegene Galle, das zu den Städtehighlights einer jeden Reise nach Sri Lanka zählt. Das Herzstück der Stadt ist die traditionelle Fort-Gegend, die noch um einiges größer ist als in Colombo. Die zunächst von den Portugiesen im 16. Jahrhundert ins Leben gerufene Siedlung ist eingerahmt von einer gewaltigen Festungsmauer, die fantastische Aussichten auf das Meer gewährt. Im Inneren des Forts mischen sich dann wiederum niederländische und britische Architektureinflüsse mit denen der Portugiesen. Erstaunlich gut sind die alten Gebäude erhalten.
Schlendern Sie über Kopfsteinpflaster vorbei an gemütlichen bunten Häuschen, die heute angesagte Cafés, schicke Boutiquen und feine Hotels beherbergen. Finden Sie ein authentisches Souvenir bei einem lokalen Juwelier und laben Sie sich an der Kulinarik ausgezeichneter Restaurants, die asiatische und europäische Einflüsse zusammenwürfeln. Immer wieder neue Ecken entdecken Sie in dem Labyrinth schmaler Gassen, stoßen mal auf versteckte Innenhöfe, dann wieder auf uralte Banyan-Bäume oder den malerischen Leuchtturm.

Das Herz der Berge: In Kandy auf der Suche nach buddhistischen Schätzen

Eingenistet zwischen Bergen und Hügeln könnte Kandy im Herzen der Insel kaum zentraler liegen und ist somit idealer Ausgangspunkt zu den Sehenswürdigkeiten des Hinterlandes. Dabei ist die Stadt selbst bereits eine Reise ins Bergland wert, lockt Sie doch mit einer unvergleichlichen Kulisse und wahren Kulturschätzen des Buddhismus. Besondere Bedeutung kommt dem Sri Dalada Maligawa zu, dem man den einfacheren Namen „Zahntempel“ gegeben hat. Diese Bezeichnung macht Sinn, denn ein angeblicher Eckzahn des großen Buddha höchstpersönlich verleiht der Anlage ihren Ruhm. Die Reliquie gilt seit jeher als ein Zeichen der Macht, das in der Vergangenheit dem Besitzer die Gewalt über das politische Geschehen Sri Lankas erteilte. So war Kandy mit seinem Zahn auch die letzte Hauptstadt der Könige Sri Lankas.
Eine weitere wichtige kulturelle Institution vor Ort ist das Nationalmuseum mit seinen prä-kolonialen Ausstellungsstücken. Doch Kandys Reiz liegt nicht nur in seinen wichtigen historischen Überbleibseln, sondern auch in der fabelhaften Mischung aus Kultur und Natur. Überall fällt der Blick auf die saftigen Hügel, die das Stadtzentrum umringen, und ein großer See mitten im Herzen Kandys lädt zu ausgiebigen Spaziergängen ein. Schlendern Sie vorbei an Baumriesen und an der Palmeninsel mit ihrer Fontäne inmitten des Sees. Auch Abstecher in die Hügel außerhalb der Innenstadt sind durchaus lohnenswert und führen Sie durch üppig grüne Hügel und vorbei an imposanten Villen.

Urlaub im Garten Eden: Baden an den Paradiesstränden der West- und Südküste

Während die Städte Sri Lankas von reichen Kulturschätzen gesegnet sind, stoßen Sie gleich außerhalb der Stadtgrenzen auf atemberaubende Naturjuwelen. Lediglich 20 min vom Stadtzentrum Colombos entfernt treffen Sie bereits auf die ersten Bilderbuchstrände im Vorort Dehiwala-Mount Lavinia. Der feine Sandstrand zieht sich hier viele Kilometer entlang der Westküste und ist gesäumt von Kokospalmen. Die leichte Brandung des türkisfarbenen Wassers sorgt für richtiges Karibik-Feeling. Viele Abschnitte sind dabei vollkommen unberührt, während andere eine gut ausgebaute Infrastruktur mit Hotels, Bars und Restaurants gleich am Meer bieten. Das etwas weiter südlich gelegene Beruwala eignet sich ideal für Ayurveda Reisen und verbindet diese mit Strandreizen. Und auch außerhalb Galles finden Sie zahlreiche derartige Traumstrände. Zu den schönsten Badebuchten der Region mit feinem Sand und farbenfrohen Korallenwelten unmittelbar vor der Küste gehören die des gleich angrenzenden Ortes Unawatuna.
Kogalla Beach etwas weiter südlich sowie das ehemalige Hippienest Hikkaduwa im Norden sind ebenfalls äußerst beliebt und locken heutzutage mit luxuriösen Strandresorts. Wenn Sie sich weiter Richtung Süden orientieren, passieren Sie zunächst Weligama, das berühmt für seine Fischer ist, die dort traditionell auf Stelzen in der Brandung ihrer Arbeit nachgehen. Dort, an der Südküste Sri Lankas, stoßen Sie weiter östlich auf Tangalle, das als Badeparadies seine ganz eigenen Reize hat: Die endlos lang wirkende Bucht ist gespickt mit lieblichen Strandhotels und noch ein bisschen weniger erschlossen als ihre Schwestern an der Westküste. So genießen Sie hier eine etwas zurückgezogenere und familiärere Atmosphäre, ohne auf das Paradiesische anderer Strände zu verzichten.

Schnorcheln und surfen – an den Traumstränden der Ostküste aktiv werden

Sollte Ihre Reisezeit zwischen Mai und September fallen, bieten Ihnen die Strände der Ost- und Nordostküste die perfekte Alternative zum Baden. Dann ist es hier trocken und die Resorts um Trincomalee und Nilaveli empfangen Gäste mit exquisitem Luxus, warmem Meerwasser und tollen Schnorchelausflügen zu Korallenriffen. Arugam Bay, weiter im Süden der Ostküste hat sich einen Namen bei Surfern gemacht und ist mit zwei Buchten für Anfänger wie auch für Fortgeschrittene und Profis interessant. Darüber hinaus beschert die kleine Siedlung Besuchern ein äußerst idyllisches Ambiente, wenn des Nachts Kerzenlicht in den Restaurants entlang der gemütlichen Hauptstraße und am Strand schimmert. Ein lohnenswerter Ausflug führt zum Felsenkloster Kudumbigala, das unglaubliche Aussichten über die Küste und den Dschungel im Inland beschert.

Sri Lankas exotischer Tierwelt bei Safaris oder auf eigene Faust begegnen

Nicht zuletzt ist Sri Lanka ein idealer Ort für Tierbegegnungen in freier Wildbahn. Von Nilaveli im Norden aus sind Ausflüge zur winzigen Insel Pigeon schnell organisiert. Unterwasserabenteurer begegnen hier ganz ohne Tauchausrüstung und nur mit einem Schnorchel harmlosen Riffhaien – ein unvergessliches Erlebnis, das von vielen weiteren Fischarten und bunten Korallen begleitet wird. Sollten Sie sich in Arugam Bay für einen Besuch des Felsenklosters Kudumbigala entscheiden, erreichen Sie dieses am besten per Rikscha, wobei Ihr Fahrer Sie auch noch gleich bei einem Krokodilsee vorbei fahren kann. Mit etwas Glück entdecken Sie vielleicht auch Elefanten in freier Wildbahn. Das absolute tierische Highlight der Region bietet jedoch der Yala-Nationalpark, der sich mit der größten Dichte wilder Leoparden weltweit rühmt. Einen weiteren Rekord stellt der Nationalpark Minneriya im Norden Sri Lankas auf, an dessen Wasserloch jährlich die größte Zusammenkunft asiatischer Elefanten stattfindet. Hunderte der Dickhäuter migrieren während der Trockenzeit zwischen Juni und September zu dieser letzten Wasserquelle und lassen sich im Rahmen von Safaris beobachten.

Sigiriya und Adam’s Peak: Sri Lankas kulturelle Top-Sehenswürdigkeiten im Hinterland

Die perfekte Symbiose aus Kultur und Natur finden Sie beim Urlaub in Sri Lanka in den Ebenen und Bergen des Hinterlandes. Nahe dem Nationalpark Minneriya im Norden erwartet Sie die ikonische Felsenfestung Sigiriya, die auf keiner Reiseliste für Sri Lanka fehlen sollte. Die im 5. Jahrhundert errichtete Anlage ziert den Gipfel eines 200 m hohen Monolithen und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Der Aufstieg führt vorbei an einzigartigen Felsenfresken und wird schließlich belohnt mit einem Ausblick über das gesamte Umland. Eine ähnliche Erfahrung machen Sie am Adam’s Peak im bergigen Süden nahe Kandy, wo es einen 2.243 m hohen Berg zu erklimmen gilt. Besonders lohnenswert ist die Erklimmung mitten in der Nacht, um dann den unvergesslichen Sonnenaufgang zu erleben. Adam’s Peak gehört ebenfalls zum UNESCO-Weltkulturerbe und erhielt seinen Namen von einem versteinerten Abdruck, der von Buddhisten als Buddhas Fußabdruck verehrt wird, während Hinduisten ihn Shiva zuschreiben und Christen und Muslime glauben, Adam habe ihn hinterlassen.

Viele Religionen, bunte Kultur

Festivitäten in Sri Lanka sind maßgeblich geprägt von den diversen ethnischen Gruppen und Religionen, die auf der Insel vertreten sind. Mit Duruthu Poya feiern Buddhisten im Januar den ersten Besuch Buddhas und die Einführung des Buddhismus im Inselreich. Der wichtigste Feiertag für Hinduisten ist hingegen Maha Shivirathri zu Ehren Shivas, der im Februar liegt. Gläubige ziehen dann in feinen Roben und mit Töpfen voller Wasser zu Tempeln, um dort die Statuen Shivas zu baden und in Gebeten den Legenden des Gottes zu huldigen. Wie in vielen anderen Teilen der Welt zelebrieren die Christen Sri Lankas Ostern und insbesondere Karfreitag, während Muslime den Fastenmonat Ramadan begehen.
Besonders die buddhistischen und hinduistischen Feiern sind auch eine gute Gelegenheit, um einige der architektonischen Sehenswürdigkeiten Sri Lankas zu erkunden. Denn neben den heiligen Stätten wie Sigiriya und Adam’s Peak locken auf der Insel hunderte weitere sehenswerte Tempel. Ein besonders schönes und spektakulär gelegenes Beispiel finden Sie in Matara nahe Galle, wo ein winziger buddhistischer Tempel inmitten eines Palmenhains auf einem Felsen in der Brandung liegt. Das schroffe Felseneiland namens Parey Dewa erreichen Sie über eine Brücke vom Festland aus. Nur eine Bucht weiter nördlich lockt in Weligama eine architektonische Verwandtschaft, wenngleich es sich hierbei nicht um ein Heiligtum handelt: Schlendern Sie unter Bäumen die Küste entlang, bis Sie die kleine Felseninsel Taprobane mit ihrem renommierten Hotel erspähen, die nur bei Ebbe Zugang gewährt.
So vielfältig wie das Inselreich selbst, gestaltet sich die Kulinarik in Sri Lanka. Das Frühstück ist eine wichtige Mahlzeit und wird gerne mit Idiyappam, auch bekannt als Spring Hopper, serviert. Dabei handelt es sich um Reismehl in Nudelform, das gedünstet und mit Chutney serviert wird. Entlang der endlosen Küstenstreifen präsentiert man Ihnen exzellente Fischgerichte und frische Meeresfrüchte, wobei Sie unbedingt das Fischcurry Ambul Thiyal probieren sollten. Eine weitere Spezialität ist Kottu, das allseits beliebte Fast Food Sri Lankas, für das die Köche Roti in Streifen schneiden und dann mit Gewürzen anbraten.

Bewegte Vergangenheit: Buddhismus und Kolonialismus

Die Geschichte Sri Lankas reicht bis zum Balangoda Man zurück, dessen Fossilien eine Besiedlung schon vor 35.000 Jahren dokumentieren. Dieser frühe Jäger und Sammler lebte in Höhlen im bergigen Inland. Es wird vermutet, dass der Balangoda Man die Landschaften im heutigen Horton Plains Nationalpark maßgeblich mitkreiert hat, indem er Wälder niederbrannte, um Tiere zu jagen.
Diverse Chroniken berichten dann von alten Königreichen, die bis in das 6. Jahrhundert v.Chr. zurückreichen. Im 3. Jahrhundert erreichte der Buddhismus die Insel und begann, das politische Geschehen mitzubestimmen. Zahlreiche Königreiche verteilten sich für Jahrhunderte über Sri Lanka, bis Sie unter der Chola-Herrschaft um das Jahr 1000 geeint wurden.
Im 16. Jahrhundert setzten dann Europäer erstmals einen Fuß auf die Insel, insbesondere die Portugiesen. Sie fanden, dass die in sieben Königreiche gespaltene Bevölkerung sich nicht verteidigen konnte und begannen einige der Küstenregionen um Colombo unter ihre Herrschaft zu bringen. Die damals regierenden Sinhalesen zogen sich in das besser verteidigbare Kandy zurück und regierten von dort aus. Als sich die Portugiesen später noch große Landesteile im Inland aneigneten, schloss der König Kandys einen Vertrag mit den Niederländern, um die portugiesische Invasion zurückzuschlagen. Im Gegenzug sollten die Niederlande ein Monopol auf den gesamten Handel der Insel erhalten. Beide Parteien brachen den Vertrag schließlich und die niederländischen Invasoren brachten die gesamte Insel, abgesehen vom Königreich Kandy, unter ihre Kontrolle. Ab dem 19. Jahrhundert wurde Sri Lanka unter dem Namen British Ceylon von England aus regiert. Endlich erlangte die Insel ihre Unabhängigkeit 1948, wobei sie noch bis 1972 zum britischen Herrschaftsgebiet gehörte.

Hilfreiche Informationen zu Sri Lanka

Viele der Benimmregeln und Tipps für Reisen nach Sri Lanka haben ihre Grundlage in den unterschiedlichen Religionen des Landes. Der Großteil der Bevölkerung ist buddhistisch, während Hindus immerhin noch 15 % ausmachen. Lange Zeit führte diese Situation gar zu einem Bürgerkrieg, der erst 2009 beendet wurde. Das Thema ist nach wie vor nicht unbedingt für offene Konversationen geeignet.
Beim Betreten jeglicher religiöser Stätten gilt es, auf freizügige Kleidung zu verzichten, d.h. Schultern und Beine zu bedecken und Kopfbedeckungen abzunehmen. Kirchen können mit Schuhen betreten werden, während diese vor dem Besuch von buddhistischen und hinduistischen Tempeln sowie Moscheen auszuziehen sind. Diese Geste gehört sich ebenso beim Betreten eines jeden Hauses. Außerhalb von religiösen Stätten können Reisende sich etwas freizügiger anziehen, wobei ärmel- und knielange Kleidung dennoch angebracht ist. FKK an Stränden ist nach wie vor ein Tabu, wohingegen die Demonstration von Zuneigung in der Öffentlichkeit nicht mehr besonders strikt gehandelt wird.
Wie auch in anderen asiatischen Ländern ist es für die Menschen wichtig, ihr Gesicht zu wahren. Somit werden Konflikte nicht offen ausgetragen und Kritik nicht direkt geäußert. Es hilft in jedem Fall, auch bei Unannehmlichkeiten weiter zu lächeln und Ruhe zu wahren, da eine direkte Konfrontation in keinem Fall weiterhilft. Viele Einwohner Sri Lankas, besonders in den Urlaubsregionen, sprechen sehr gutes Englisch und manchmal sogar einige Sätze auf Deutsch. Wer mit dem Service zufrieden ist, hinterlässt ein Trinkgeld um die 10 %.
Wie auch in Indien werden Sie in Sri Lanka bei vielen Menschen die Geste des Kopfwackelns beobachten, die im Gegensatz zur westlichen Welt Zustimmung bekundet. Seien Sie daher nicht verwundert, wenn Ihr Gegenüber während einer Unterhaltung fortwährend den Kopf schüttelt. Eine weitere Ähnlichkeit zum indischen Subkontinent fällt beim Essen auf, das typischerweise von den Einheimischen mit der rechten Hand eingenommen wird. Selbstverständlich können Sie dieses ganz natürliche Essverhalten bei einem Urlaub in Sri Lanka einmal persönlich ausprobieren, doch wird Ihnen ebenfalls immer gerne Besteck gereicht.