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Irland

Grüne Wiesen, sanfte Hügel, schroffe Klippen: Urlaub in Irland

Ein Urlaub in Irland ist für Naturfreunde wie für Städtereisende interessant. Erwarten Sie lange Küsten, steile Klippen, grüne Hügel und viel Kultur.
Saftige Wiesen in breiten Tälern, von Farnen bedeckte Hügel und steilen Klippen an den Küsten prägen die Natur Irlands. Hinzu kommen Spuren der keltischen Vergangenheit, Städte voller geselliger Pubs mit Livemusik und ein freundliches Klima, das auch im Winter ohne Extreme auskommt. In erster Linie sind es aber die liebenswürdigen und offenherzigen Menschen, die Irland zu einem der beliebtesten Reiseziele in ganz Europa machen. Entdecken Sie das Land auf Wanderwegen, im Auto oder im Rahmen von Städtereisen und genießen Sie die schönsten Seiten der grünen Insel Irland.

Willkommen in Irland: Fakten über Ihr Urlaubsziel

Geografische Lage Irland, westlich von Großbritannien gelegen, ist eine geteilte Insel: Ein Sechstel der Fläche gehört zu Nordirland und damit zum Vereinigten Königreich. Umgeben ist Irland im Osten von der Irischen See und im Westen vom Atlantischen Ozean.
Größe Irland ist ungefähr 70.273 km² groß, was etwa der Fläche Bayerns entspricht.
Einwohnerzahl Etwa 4,7 Mio Einwohner leben heutzutage in Irland, also etwas mehr als in Rheinland-Pfalz.
Sprache Amtssprachen sind England und Irisch.
Flughafeninformationen Von den sechs internationalen Flughäfen in Irland Dublin (DUB), Donegal (CFN), Kerry (KIR), Shannon (SNN), Cork (ORK) und Knock (NOC)) ist der in Dublin der größte.
Reisepass/Visum EU-Staatsbürger brauchen für die Einreise nur einen Personalausweis.
Landesvorwahl +353
Währung Im EU-Mitgliedsstaat Irland wird mit dem Euro (EUR) bezahlt.
Kreditkarten Kreditkarten sind in Irland weit verbreitet.
Zeitzone UTC±0, zwischen März und Oktober UTC+1

Das irische Klima: Mild, aber wechselhaft

Auf der irischen Insel herrscht trotz aller Launenhaftigkeit ein sehr mildes Klima. Durch seine exponierte Lage ist das irische Wetter sehr vom Atlantik beeinflusst, der für warme Wassertemperaturen und laue Winde sorgt. Auch in den Wintermonaten bewegen sich die Temperaturen tagsüber meist zwischen 5°C und 10°C, dafür klettern sie allerdings auch im Sommer selten über 20°C. Der Frühling beginnt meist im März, der Juli und August sind die wärmsten Monate und auch die mit den längsten Tagen. Denn im Hochsommer wird es nicht vor 23 Uhr dunkel, sodass Sie, wenn Sie in diesem Zeitraum Urlaub in Irland machen, vor Einbruch der Dunkelheit 18 Stunden Tageslicht genießen können. Der Winter beginnt bereits im Oktober oder November. Obwohl die Monate Oktober bis Januar sehr niederschlagsreich sind, kommt Schneefall nur sehr selten vor. Regen hingegen gehört zum Alltag in Irland. Auch im trockensten Monat September regnet es durchschnittlich an 21 von 30 Tagen, wenn auch meist nur kurz.

Einige sehenswerte Städte und Landschaften der Insel: Highlights eines Urlaubs in Irland
Dublin: Die stolze Hauptstadt Irlands

Dublin, größte Stadt und Hauptstadt des Landes, ist das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum Irlands. Dublinbesucher sollten den am Ufer des Flusses Liffey gelegenen Stadtteil Temple Bar keinesfalls versäumen. Das zentrale Viertel ist von mittelalterlichen Gebäuden und engen, kopfsteingepflasterten Gassen sowie einer großen Auswahl an Pubs und Restaurants geprägt. In vielen der Pubs wird oft Livemusik dargeboten, von Irish Folk bis zu ausgeflippten Punkbands. Daneben prägen auch kulturelle Institutionen wie die Gallery of Photography, das Temple Bar Music Centre oder das Arthouse Multimedia Centre die Straßen des Viertels. Für Modefans lohnt sich ein Besuch des samstäglichen Cow's Lane Market, wo örtliche Designer Ihre Kollektionen anbieten. Nur wenige Minuten davon entfernt sticht mit „The Spire“ das jüngste Prestigeprojekt der Stadt heraus. Das 121 m hohe, nadelförmige Bauwerk drückt seit seiner Errichtung dem Dubliner Stadtbild den Stempel auf und ist dank seiner beleuchteten Spitze kilometerweit sichtbar. Historisches Wahrzeichen hingegen ist Dublin Castle. Das Gebäude mit seinem charakteristischen Turm liegt nahe der Dame Street im zentralen Bankendistrikt der Stadt, und der dazugehörige Park ist ein beliebter Ort, zum Sonnenbaden oder um Freunde zu treffen. Ein beliebtes Fotomotiv ist die anmutige Ha’penny Bridge über den Liffey, während das von Daniel Libekind entworfene Grand Canal Theatre wieder die moderne Seite der Stadt verkörpert.

„The Real Capitol“ Cork

Cork, die zweitgrößte Stadt Irlands, liegt im Süden des Landes. Vielen Iren zufolge ist Cork wesentlich „irischer“ als Dublin, was Cork den Beinamen „The Real Capitol“ eingebracht hat. Gemeint ist damit die Idylle und Gemütlichkeit, die in der ganzen Stadt spürbar ist. Entlang des Flusses Lee befinden sich noch zahlreiche historische Gebäude, die Cork eine geschichtsträchtige und leicht dörfliche Aura verleihen. Bekannt ist die Stadt auch für das jährliche Kurzfilmfestival und das Jazz Festival, die beide dazu beigetragen haben, dass die Europäische Kulturhauptstadt des Jahres 2005 Cork hieß. Einen Besuch wert ist die Stadt der 25 Brücken auch wegen ihrer lebhaften Restaurantszene, von denen sich viele auf klassisch irische Gerichte mit Meeresfrüchten konzentrieren. Für Selbstversorger lohnt sich ein Einkaufsbummel über den English Market, wo neben Fisch landwirtschaftliche Erzeugnisse aus ganz Irland, aber auch aus dem Ausland angeboten werden und dank seiner hemdsärmeligen Verkäufer immer eine fröhliche wie laute Amosphäre herrscht.

Sligo und seine unberührten Buchten

Das etwa 18.000 Einwohner zählende Küstenstädtchen Sligo liegt im Nordwesten Irlands. Die mehr als 150 Pubs der Stadt wirken in Anbetracht der geringen Einwohnerzahl zunächst vielleicht überwältigend, erklären sich aber durch die gesellige Art der Einheimischen. Die Stadt ist vor allem für ihre naturbelassenen Buchten bekannt, die mal mit Kieseln und mal mit Sand bedeckt sind und gleichermaßen zu Strandspaziergängen wie auch zum Badeurlaub einladen. Sehenswert ist auch die historische Sligo Abbey. Obwohl das ehemalige Kloster mehrfach zerstört und wiederaufgebaut wurde und heute nur eine Ruine ist, ist der Kreuzgang der Abtei noch bestens erhalten. Wahrzeichen von Sligo ist aber die Kathedrale aus dem 18. Jahrhundert, die sich architektonisch an der Baukunst des Römischen Reiches orientiert.

Eine kreative Perle an der Westküste: Willkommen in Galway

Das an der Westküste gelegene Galway zählt knapp 80.000 Einwohner und gilt als hippe, junge und kreative Küstenstadt. Seinen Gästen präsentiert sich Galway vor allem als musikverliebt. Die schmalen und verwinkelten Gassen der historischen Altstadt sind von Straßenmusikern gesäumt, die unterschiedlichste Musikstile präsentieren. Zudem finden in den Pubs von Galway, das für sein lebhaftes Nachtleben bekannt ist, allabendlich Folk-Konzerte statt. Zwischen Mai und Oktober ist die Stadt außerdem Veranstaltungsort verschiedener Festivals, mal dem Film gewidmet, mal den schönen Künsten, mal folkloristischer Musik und mal den an der Küste vor Galway häufig vorkommenden Austern. Verpassen Sie nicht den Spanish Arch, der einst Teil der im 16. Jahrhundert erbauten Hafenbefestigung war, und die Kathedrale der Stadt. Diese wurde zwar erst in den 1950er Jahren errichtet, imitiert aber von der Renaissance über Romantik bis zur Gotik verschiedene Architekturstile aus mehreren Epochen perfekt.

Mittelalter pur in Kilkenny

Kilkenny ist außerhalb Irands überwiegend für das gleichnamige Bier bekannt, von den Iren wird die Stadt im Inneren der Insel aber als eine der schönsten des Landes betrachtet. Vor allem die hohe Dichte an mittelalterlichen Gebäuden verleiht Kilkenny seinen Charme. Das vielleicht schönste Bauwerk der Stadt ist die Sankt Cainnech-Kathedrale. Die Kirche wurde bereits im 13. Jahrhundert im gotischen Stil konstruiert und beeindruckt mit einer Wucht, der ihr eine mahnende Wirkung verleiht. Lohnenswert ist ein Aufstieg auf den Turm, denn oben angekommen erwartet Sie ein faszinierender Ausblick über die ganze Stadt. Obwohl immer wieder umgebaut und ergänzt, wurde das Gotteshaus seit seiner Erbauung durchgehend als Kathedrale genutzt.

Die mystische Atmosphäre des Ben Bulben

Berge in dieser Erscheinungsform sind nur in wenigen Ländern der Welt zu entdecken: Der Tafelberg Ben Bulben in der Nähe von Sligo erstrahlt im unteren Teil in verschiedenen Grüntönen, bevor er in einem flachen steinernen Bergrücken endet. Es verwundert nicht, dass die 527 m hohe Erhebung auch in der irischen Mythologie eine große Rolle spielt, der zufolge die Sagenfigur Diarmuid und sein in einen Eber verwandelter Gegenspieler hier ihren endgültigen Kampf ausgetragen haben sollen. Entlang des Ben Bulben und quer durch die Grafschaft Sligo schlängeln sich übrigens Wanderwege, die dank ihres eher flachen Verlaufs auch für ungeübte Wanderer geeignet und trotzdem reich an landschaftlichen Schönheiten sind.

Aran: Die wilden Inseln im Atlantischen Ozean

Nur 8 km westlich der irischen Hauptinsel beginnen die Aran-Inseln, die aus drei größeren und einigen kleinen Inseln bestehen. Auf dieser Inselgruppe im Atlantischen Ozean leben etwa 1.200 Menschen, deren Vorfahren in vielen Fällen in mühsamer Kleinstarbeit darum gekämpft haben, sich inmitten des rauen Meeres ihren Anteil an der Natur zu sichern. Davon zeugen noch heute die Steinwälle, die erbaut worden waren, damit die Felder nicht vom Ozean fortgespült würden, und auch das bekannteste Exportprodukt der Insel: Die wolligen Aran-Pullover, die auch dem windigsten Küstenklima trotzen. Die Aran-Inseln stehen aber auch für das ursprüngliche, ländliche Irland. Zahlreiche Künstler haben sich im Lauf der Geschichte von der Idylle und der Natürlichkeit der Inselgruppe inspirieren lassen. Erreichbar sind die Aran-Inseln per Fähre, die täglich aus der Küstenstadt Rossaveal aufbricht.

Wild Atlantic Way: zu Fuß entlang der Küste

Ihn ganz zu durchwandern, braucht seine Zeit und nimmt wohl einen längeren Urlaub in Irland in Anspruch: Mit einer Länge von 2500 km ist der Wild Atlantic Way einer der längsten durchgängigen Küstenstrecken der Welt. Der Wanderweg führt vom County Donegal, das westlich von Nordirland liegt und somit den nördlichsten Teil von Irland markiert, bis zum County Cork im äußersten Süden. Die Tour über den Wild Atlantic Way führt Sie vorbei an den Klippen von Slieve League, die mit einer Höhe von bis zu 601 m zu den höchsten Europas gehören, und am Killary Harbour, dem einzigen Fjord Irlands.

Cliffs of Moher: Das imposante Naturdenkmal an der Westküste

Die Klippen von Moher befinden sich am Ende einer Landzunge an der irischen Westküste. Über eine Distanz von mehr als 8 km ragen hier Steinwände senkrecht aus dem Meer und erreichen in manchen Abschnitten eine Höhe von mehr als 200 m. Der höchste Punkt der Klippen ist der O’Brien’s Tower mit einer Höhe von 214 m. Von hier können Sie an klaren Tagen bis zu den Aran-Inseln vor der Küste blicken. Entlang der Klippen führt ein 20 km langer Wanderweg, der Sie zu zahlreichen Aussichtspunkten bringt. Die Schönheit dieser Region blieb übrigens auch Filmproduzenten nicht verborgen. Hier wurden viele Filme gedreht, von denen Harry Potter und der Halbblutprinz sicher der bekannteste ist.

Die Sümpfe von Ballycroy

Der Ballycroy-Nationalpark liegt im Nordwesten des Landes und ist eine der größten Sumpflandschaften in Europa. Das Owenduff-Moor ist das zentrale Feuchtgebiet des Nationalparks und vor allem für verschiedenste Vogelarten als Nistplatz und Überwinterungsquartier von Bedeutung. In den Wintermonaten sind hier etwa Gänse aus Grönland anzutreffen, die der arktischen Kälte entfliehen und sonst auf dem europäischen Kontinent nur noch in Schottland vorkommen. Der Nationalpark ist auch als Wandergebiet beliebt. Das hügelige Land wird nur manchmal von Feuchtgebieten oder Teichen unterbrochen, bietet sonst aber umfangreiche Wege durch das Gebiet.

Mysthische Gärten und eine geschichtsträchtige Burg

Etwa 10 km nördlich von Cork befinden sich die Gärten von Blarney. Thematisch angeordnet wachsen hier verschiedenste Pflanzen, von giftigen Gewächsen über exotische Sträucher aus der Himalaya-Region bis hin zu dschungelartigen Wäldern. Inmitten der Gärten thront die Burg Blarney, die zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Irlands zählt. Aber nicht nur die Flora, auch die natürlichen Steinformationen mit Namen wie Druidenkreis oder Hexenhöhle mit ihren bizarren Formen sind einen Besuch wert. Hier erwartet Sie außerdem der Stein der Sprachgewandtheit, den man der Überlieferung nach küssen soll, um mit dem Talent der freien Rede beglückt zu werden.

Scotch, Literatur und viel Grün: Irlands kulturelles Erbe

Der 17. März ist mittlerweile in vielen Teilen der Welt zum inoffiziellen Feiertag geworden. Umso leidenschaftlicher wird der St. Patrick’s Day natürlich in der Heimat dieses Heiligen gefeiert. An diesem Tag steht Irland sprichwörtlich kopf. In allen größeren Orten werden Paraden abgehalten und Feste veranstaltet, das ganze Land trägt Grün und in den Pubs wird das landestypische Guiness-Bier getrunken. International bekannt ist auch das Kilkenny Arts Festival. Die zentral gelegene Kleinstadt Kilkenny ist dabei mehrere Tage lang Bühne für Künstler aus verschiedenen Sparten. So finden Konzerte, Lesungen und Theateraufführungen statt, vieles davon unter freiem Himmel. Besonders idyllisch ist das irische Weihnachtsfest. Traditionell werden die meisten Häuser farbenfroh und leuchtend geschmückt, was nach Einbruch der Dunkelheit ein berührendes Ortsbild ergibt.
Aus Irland stammen große Schriftsteller wie der Schöpfer von Dracula, Bram Stoker, oder der Dramatiker George Bernard Shaw. James Joyce hat seiner Heimat Dublin mit „Ulysses“ ein literarisches Denkmal gesetzt; Oscar Wilde ist für den Roman „Das Bildnis des Dorian Gray“ und sein Stück „Bunbury, oder Ernst sein ist alles“ bekannt; und Samuel Beckett hat die Welt mit Theaterstücken wie „Warten auf Godot“ vor Rätsel gestellt. Bekannt ist Irland auch für seine Popmusiker: Sinead O'Connor kam in Glenageary zur Welt, Ex-Boomtown Rats-Sänger und Live Aid-Gründer Bob Geldof in Dún Laoghaire und U2 wurden 1976 als Schülerband in Dublin gegründet. Die Schauspieler Pierce Brosnan und Colin Farrell gelten als legitime Nachfolger von Peter O’Toole, der mit einem Ehrenoscar ausgezeichnet wurde.
Die irische Küche ist außerhalb des Landes mehr für ihre Getränke als ihre Gerichte bekannt. Seit Jahrhunderten wird im Land Whiskey hergestellt, der seinen schottischen Pendants qualitativ um nichts nachsteht. Das malzige Guiness-Bier wird auch von vielen Pubs in Kontinentaleuropa ausgeschenkt, und die traditionellen Cider-Apfelweine sind jenseits der Insel ebenfalls beliebt. Zu den bekanntesten Rezepten aus Irland zählt der Eintopf Irish Stew, die gehobene Landesküche zaubert mittlerweile aber lieber ausgezeichnete Muschel- und Krabben-Gerichte.

Über Katastrophen und Konflikte zum Vorzeigestaat: Irlands Geschichte

Im 7. Jahrtausend v.Chr. hinterließ erstmals ein unbekanntes Nomaden-Volk ihre Spuren in Form von primitiven Werkzeugen, die im heutigen Nordirland gefunden wurden. Drei- bis viertausend Jahre später war es ein anderes, ebenfalls unbekanntes Volk, das aus Europa zuwanderte und etwa die Megalithgräber errichtete, was auf hohes astronomisches Wissen schließen lässt. 500 v.Chr. schließlich breiteten sich die Gälen aus, ein keltisches Volk, deren Nachfahren auch heute noch Irland bewohnen. Funde aus diesen frühen Zeiten sind heute im Nationalmuseum in Dublin ausgestellt. Das spätere Irland zersplitterte zwischenzeitlich in bis zu 150 kleine Königreiche. Im Jahr 432 erreichte der Missionar Patrick von Irland das Land. Unter dem Einfluss des heutigen irischen Nationalheiligen breitete sich das Christentum aus und bis in die Gegenwart ist Irland ein katholisches Land, wie die zahlreichen Kirchenbauten zeigen.
Um das Jahr 800 fielen Wikinger aus Dänemark ein und plünderten das Land. Bald darauf übernahmen die Engländer den Großteil der Insel. Sie versuchten, der katholischen Bevölkerung Irlands den Gehorsam gegenüber dem englischen König und der anglikanischen Kirche aufzuzwingen, was erbitterten Widerstand hervorrief. Dem Rachefeldzug fielen, ebenso wie der zwei Jahrhunderte später stattfindende Kartoffelkrise, Millionen Iren zum Opfer, wodurch große Auswanderungswellen in die nordöstlichen USA ausgelöst wurden.
Der Konflikt zwischen Katholiken und Protestanten eskalierte ab 1919 und endete in der Teilung der Insel in das katholische Irland und das protestantische Nordirland. Ein wichtiges Monument aus dieser Zeit ist das Kilmainham Gaol-Gefängnis in Dublin, in dem viele Aufständische inhaftiert waren und das heute Besuchern offen steht. Die langwierigen Auseinandersetzungen zwischen der Irisch-Republikanischen Armee (IRA) und Großbritannien fanden erst mit dem Waffenstillstand von 1998 ein hoffentlich endgültiges Ende.

Empfehlungen und Reisetipps für Irland

Sie werden während Ihres Urlaubs in Irland merken, wie einfach es ist, mit den freundlichen und hilfsbereiten Einheimischen ins Gespräch zu kommen. Zwei Themen sollten Sie aber besser aussparen: Politik, insbesondere Nordirland, und Religion. Der Konflikt mit Nordirland und England ist noch nicht lange vorüber und hat Spuren im Leben vieler Menschen hinterlassen. Der Glaube besitzt zwar nicht mehr denselben Stellenwert wie noch vor einigen Jahrzehnten, spielt aber trotzdem weiterhin eine große Rolle im irischen Alltagsleben. Besonders nach einigen Skandalen in den letzten Jahren spaltete sich die Meinung der Iren zur Kirche, was wahrscheinlich der häufigste Grund für Streitigkeiten im Pub sind.
Zu den wichtigsten Empfehlungen zählt es, immer einen Regenschutz oder -schirm einzupacken. Die Wahrscheinlichkeit, dass zumindest einmal ein Tag ein Wolkenbruch niedergeht, ist sehr hoch.
Trinkgeld ist in vielen Restaurants bereits im Preis inbegriffen und dann auch auf der Rechnung ausgewiesen. Andernfalls erhofft sich das Personal bei Zufriedenheit etwa 15 % der Rechnungssumme. In Pubs hingegen ist es unüblich, Trinkgeld zu geben, vor allem da die Getränke ohnehin meist selbst am Tresen abgeholt werden. Im Taxi sind 10 % des Fahrpreises üblich.
Falls Sie übrigens mit dem Auto durch Irland reisen wollen, lohnt sich ein Navigationsgerät. Die Straßenschilder sind manchmal auf Englisch und manchmal auf Gälisch, auch die Geschwindigkeitslimits und Entfernungen sind mal in Meilen, mal in Kilometern angegeben, sodass ortsfremde Fahrer ohne Hilfsmittel dem Interpretieren der Verkehrszeichen oft zu viel Aufmerksamkeit widmen müssen. Typisch für Irlands Straßen, auf denen übrigens Linksverkehr herrscht, sind auch zahlreiche Kreisverkehre. Dabei gilt: Bereits beim Einfahren blinkt man in die Richtung, in die man ausfahren möchte. Will man also die gegenüberliegende Ausfahrt nehmen, blinkt man gar nicht. Das ist etwas gewöhnungsbedürftig, man findet aber dank der entspannten, defensiven Fahrweise der Iren schnell hinein.

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