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Österreich

Traumhafte Landschaften und kulturreiche Städte – Urlaub in Österreich

Sport in den Alpen, Kunst in den Städten: Ein Urlaub in Österreich eignet sich gleichermaßen für aktive Reisende wie für Kulturinteressierte.
Sowohl im Winter mit seinen endlosen Pisten, als auch im Sommer mit unzähligen Seen und Wanderwegen für Badegäste und Sportler: Ein Urlaub in Österreich lohnt sich zu jeder Jahreszeit. Hinzu kommen charmante Städte wie Graz, Salzburg und Wien, die durch ihre historischen Bauwerke, die unmittelbare Nähe zur Natur und eine lebhafte Kultur begeistern. Entdecken Sie das vielseitige Land an der Donau und lassen Sie sich von der Gemütlichkeit, Geselligkeit und der Liebe zur Natur und Kunst in Österreich anstecken.

Wissenswertes zu diesem Reiseziel

Geografische Lage Österreich liegt zentral in Mitteleuropa. Die Nachbarländer sind Deutschland, Tschechien, die Slowakei, Ungarn, Slowenien, Italien, Liechtenstein und die Schweiz.
Größe Mit einer Fläche von 83.879 km² ist Österreich etwas größer als Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen zusammen.
Einwohnerzahl In Österreich leben heutzutage etwa 8,4 Mio. Menschen.
Sprache Die Amtssprache ist Deutsch. In manchen Landesteilen wird auch Kroatisch, Slowenisch und Ungarisch gesprochen.
Flughafeninformationen Mit Graz (GRZ), Innsbruck (INN), Klagenfurt (KLU), Linz (LNZ), Salzburg (SZG) und Wien (VIE) verfügt Österreich über sechs internationale Flughäfen, von denen letzterer mit Abstand der größte ist.
Reisepass/Visum EU-Staatsbürgern reicht für eine Reise nach Österreich ein Personalausweis.
Landesvorwahl +43
Währung Euro
Kreditkarten Kreditkarten werden an Tankstellen, in Hotels und in manchen Restaurants akzeptiert, EC-Karten sind aber weit stärker verbreitet.
Zeitzone UTC+2, UTC+1 Winterzeit

Von den Bergen bis ins Flachland: Österreich und sein Klima

Geografisch ist Österreich trotz der überschaubaren Fläche sehr unterschiedlich. Dominieren im Westen und Süden des Landes noch Berge, wird es zum Osten hin immer flacher. Das hat natürlich auch Auswirkungen auf das Klima. Die alpinen Bundesländer Salzburg, Tirol und Vorarlberg sind überaus schneereich, in den höher gelegenen Gebieten ist selbst im April meist noch Wintersport möglich. Der Osten, etwa die Hauptstadt Wien und das Burgenland, sind von sehr heißen Sommermonaten und kalten Wintern geprägt, aber deutlich niederschlagsärmer als der Westen.
Das südlichste Bundesland Kärnten, das an Italien grenzt, gilt im Sommer als wärmste Region des Landes und hat ähnlich viele Sonnentage vorzuweisen wie Rom. Im Winter jedoch finden sich auch hier einige der beliebtesten Skigebiete des Landes, ebenso wie in der benachbarten Steiermark. Allgemein ist zu sagen, dass für Wintersportler die Monate November bis März die beste Reisezeit sind, während Wanderer und Badeurlauber besonders im Juli und August die besten klimatischen Bedingungen für einen Urlaub in Österreich vorfinden.

Zwischen Stadt und Land: Sehenswürdigkeiten in Österreich
Malerisch und geschichtsträchtig: die Mozartstadt Salzburg

Salzburg ist als Heimat von Wolfgang Amadeus Mozart und auch für seine heutigen Kulturveranstaltungen bekannt. Das zeigt sich jährlich im Juli und August, wenn sich die Stadt zum europäischen Zentrum für klassische Musik und Theater verwandelt. Dann finden im Schatten des geschichtsträchtigen Doms die Salzburger Festspiele statt und locken viel Prominenz aus ganz Europa an. Insgesamt finden in den Festspielwochen mehr als 200 Darbietungen statt. Neben Aufführungen von Mozarts Stücken ist vor allem die Inszenierung von Hugo von Hofmannsthals Theaterstück „Jedermann“ ein Highlight.
Auch außerhalb dieser Veranstaltungsreihe ist Salzburg einen Besuch wert. Über der malerischen Altstadt etwa thront die Festung Hohensalzburg. Die bestens erhaltene Anlage, mit deren Bau bereits im 11. Jahrhundert begonnen wurde, zählt zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Österreichs. Der Aufstieg zur etwa 540 m hoch gelegenen Festung lohnt sich nicht nur wegen der zu besichtigenden Räume, sondern auch wegen des weitreichenden Ausblicks über die Stadt und die Umgebung, die Sie von den Burgtürmen aus haben. Lohnenswert ist auch ein Besuch im Schloss Mirabell, dessen kunstvoll angelegte Gärten vor allem im Sommer in voller Pracht erblühen, sowie im Haus der Natur, wo u.a. versucht wird, Kindern auf spielerische Art die Welt der Naturwissenschaften näher zu bringen. Ein Highlight der Moderne ist der Hangar 7 am Flughafen. Das futuristische Bauwerk gehört zum Red-Bull-Imperium und ist Heimat verschiedener Formel-1-Autos, Flugzeuge und Hubschrauber, die bei Extremsportarten zum Einsatz kamen.

Der Tipp an der Mur: Kulturstadt Graz

Graz ist die zweitgrößte Stadt Österreichs und die bedeutendste im Süden des Landes. Obwohl sie im Jahr 2003 Europas Kulturhauptstadt war, sind Reisen hierher bisher ein Insidertipp geblieben. Geprägt ist das Stadtbild vom Schlossberg, auf dessen Gipfel mit dem Uhrturm das Wahrzeichen steht. Erreichbar ist das Bauwerk per gläsernem Lift. Oben angekommen, können Sie an klaren Tagen bis zu den nahegelegenen Bergen der Alpen blicken. Graz ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie sich moderne Architektur in ein geschichtsträchtiges Stadtbild einfügen kann. Erkennbar ist das etwa am Kunsthaus. Das schräge Gebäude mit seiner exzentrischen Fassade trägt den Beinamen „Friendly Alien“ und hält für Besucher eine umfangreiche Sammlung zeitgenössischer Kunst bereit.
Ähnlich kreativ präsentiert sich die Murinsel. Optisch an eine aufgeklappte Muschel erinnernd, ankert das Gebilde mitten im Fluss Mur und ist per Steg vom Ufer aus erreichbar. Während der museale Teil der Murinsel modernem Produktdesign gewidmet ist, befindet sich auch eines der hippsten Cafés der Stadt auf dem künstlichen Eiland. Klassisch geht es im zweitgrößten Opernhaus des Landes zu. Es steht für gehobene Ansprüche, was sich sowohl im prunkvollen Ambiente als auch bei den Aufführungen zeigt. Übrigens: Die Steiermark, deren Hauptstadt Graz ist, gilt als Genussregion Österreichs. Einige der besten Weine des Landes stammen aus diesem Teil der Alpenrepublik. Und mit dem Kürbiskernöl gibt es auch eine köstliche Spezialität, die exklusiv vor Ort hergestellt wird. Lassen Sie sich die Gelegenheit nicht entgehen, ein Restaurant mit regionaler Küche zu besuchen und sich durch die typischen Gerichte zu probieren.

„Wien, Wien, nur du allein“ – Highlights der österreichischen Hauptstadt

Wien wird oft als Österreichs Wasserkopf bezeichnet, lebt doch fast ein Viertel der Österreicher in der Hauptstadt. Die mittlerweile zweitgrößte Stadt im deutschsprachigen Raum ist aber auch für ihre zahlreichen historischen Bauten, Museen und kulturellen Einrichtungen bekannt. Das Wahrzeichen ist der „Steffl“, der zentral gelegene Stephansdom. Der gotische Prachtbau ist 136 m hoch und beherbergt mit der „Pummerin“ eine der größten Glocken Europas. Die Katakomben wiederum sind typisch wienerisch-morbid, denn dort liegen tausende Skelette von Pesttoten in öffentlich einsichtigen Räumen.
Auch das Museumsquartier, kurz MQ, ist eine Attraktion auf einer Städtereise nach Wien. Einst als Stallungen für die Pferde des Kaisers errichtet, wurde die Anlage später in ein Zentrum für verschiedene Kunstformen umgewandelt. Neben bedeutenden Ausstellungshäusern wie dem Leopold Museum, dem Museum für moderne Kunst und der Kunsthalle Wien befinden sich auf dem Areal auch Einrichtungen für Architektur, Tanz, Literatur und vieles mehr. Der zentrale Platz des MQ wird jährlich im Sommer mit charakteristischen Sitz- und Liegemöglichkeiten namens „Enzi“ ausgestattet, auf denen junge Wiener in der Sonne baden oder einen erfrischenden „Spritzer“, also Wein mit Mineralwasser, aus den umliegenden Lokalen genießen. Mit dem Kunsthistorischen und dem Naturhistorischen Museum sind zudem zwei der bekanntesten Wiener Museen nur wenige Schritte entfernt.
Um einen Eindruck von Wiens historischer Bedeutung zu bekommen, lohnt sich eine Fahrt mit der Straßenbahn rund um die Ringstraße, die das Zentrum der Stadt umschließt. Dabei passieren Sie viele der wichtigsten Bauwerke und Einrichtungen, wie etwa die Staatsoper, die Neue Burg, das Parlament oder das Burgtheater. Dem Wiener werden große Melancholie und eine ausgeprägte morbide Seite nachgesagt. Vielleicht kommt es daher, dass der Wiener Zentralfriedhof zu den schönsten Bestattungsorten Europas gehört. Das riesige Areal wirkt oft mehr wie ein Park, denn wie eine Ruhestätte, deren Charakteristik sich von der opulenten Präsidentengruft über die Prominentengräber von Falco oder Udo Jürgens bis hin zur natürlichen Wildnis des jüdischen Abschnitts völlig ändert. Zum Abschluss lohnt sich während eines Aufenthalts in der Hauptstadt ein Abstecher mit dem Bus nach Grinzing. Vom dortigen Kahlenberg aus genießen Sie den besten Blick über Wien, und auf dem Weg bieten sich zahlreiche „Heurige“ für eine Einkehr zu Wein und kleinen Imbissen inmitten österreichischer Gemütlichkeit an.

Bergwelten mit Schneegarantie: die Alpen in Westösterreich

Österreich ist von den Alpen geprägt und deswegen ein beliebtes Urlaubsziel für Sommer- und Wintersportler. Insbesondere die im Westen des Landes liegenden Bundesländer Salzburg, Tirol und Vorarlberg gelten als Inbegriff eines Traumziels für Skifahrer und Snowboarder. Allein die zehn größten Skigebiete verfügen insgesamt über eine Pistenlänge von fast 2.000 km. Diese teilen sich in verschiedene Schwierigkeitsstufen auf und liegen zwischen 600 und mehr als 3.000 m hoch. Zu den bekanntesten und beliebtesten Urlaubsorten zählen etwa Kitzbühel, Seefeld oder St. Anton in Tirol, wobei besonders Kitzbühel im Winter als Promi-Hotspot gilt. In Vorarlberg ist neben den Wintersportorten auch der Bodensee, den sich Österreich mit Deutschland und der Schweiz teilt, ein gut frequentiertes Ziel.

Zur Sommerfrische in die Seenlandschaft: das kaiserliche Salzkammergut

Das Salzkammergut im Dreiländereck zwischen Oberösterreich, Salzburg und der Steiermark gilt als historisches Erholungsgebiet und ist an Seen ebenso reich wie an Kurorten. Schon Kaiser Franz Joseph fuhr mit seiner Gemahlin Sissi gerne zur Sommerfrische nach Bad Ischl, hier feierte das Paar auch seine Verlobung. Die Region ist geprägt von den Bergen der Alpen und ebenso klaren wie erfrischenden Gewässern, zu denen der bekannte Wolfgangsee zählt. Der „Star“ des Salzkammerguts ist das Örtchen Hallstatt, das mit seiner malerischen Lage und Schönheit so begeisternd wirkt, dass es originalgetreu in der chinesischen Stadt Luoyangzhen nachgebaut wurde. Dieser Kulturraum Österreichs verfügt außerdem über ein gut ausgebautes Netz an Wanderwegen, die von einfach bis sehr anstrengend reichen und deswegen für alle Alters- und Fitnessstufen geeignet sind.

Kärnten: sonnenverwöhnte Seenlandschaft inmitten von Berggipfeln

Ein ganzjährig beliebtes Urlaubsziel ist das südlichste Bundesland Kärnten. Dominieren in der kalten Jahreszeit in den hohen Bergen der Gegend Wintersportler das Bild, ist in den warmen Monaten Badespaß angesagt. Mit mehr als 1.200 hat Kärnten mit Abstand die meisten Seen in Österreich zu bieten, etwa 200 davon werden auch zum Baden genutzt. Darunter finden sich sowohl hochgelegene Bergseen wie der kristallklare Weißensee, als auch tiefer gelegene Gewässer, die wiederum mit ihren hohen Wassertemperaturen ideal zum Schwimmen sind. Der Klopeiner See etwa erreicht oft bis zu 28°C und gilt damit als vermutlich wärmstes Badegewässer in ganz Europa. In Klagenfurt gibt es übringends Sehenswürdigkeiten aus Österreich und vielen anderen Ländern im Kleinformat zu bestaunen: Im Miniaturenpark „Minimundus“ können Sie eine kleine Weltreise unternehmen, ohne das Ufer des Wörthersees zu verlassen.

Geschichte pur entlang der Donau in der Wachau

Auch der Osten des Landes hat seine landschaftlichen Perlen: Die Wachau ist ein Tal der Donau und liegt etwa 80 km von Wien entfernt. In diesem Abschnitt schlängelt sich der Fluss durch die hügelige Landschaft und damit durch ein Gebiet voller historischer Bauwerke und kultureller Zentren. Einer der Höhepunkt ist das Stift Melk. Das anmutige Kloster liegt erhaben auf einer Anhöhe und ist nicht nur von religiöser, sondern auch von künstlerischer Bedeutung: Es ist Handlungsort von Umberto Ecos monumentalem Roman „Der Name der Rose“. Ein weiteres wichtiges architektonisches Zeugnis in der Wachau ist die Burgruine Aggstein. Die gut erhaltene Anlage aus dem 12. Jahrhundert offenbart einen herrlichen Blick auf die Umgebung. Das Dörfchen Dürnstein wiederum bietet sich für einen stärkenden Zwischenstopp an, finden sich hier doch zahlreiche „Heurige“ mit köstlichen Aprikosen-Rezepten aus der Region.

Theater, Kaffeehäuser und Brauchtümer: Denkmäler der österreichischen Kultur

Österreich ist stolz auf seine Traditionen. Viele Feste sind katholischen Ursprungs, aber auch bäuerliche Brauchtümer werden vielerorts noch heute zelebriert. Ein Beispiel dafür ist der Perchtenlauf, der in vielen westösterreichischen Orten im Dezember stattfindet. Dabei tragen die meist jungen Männer kunstvoll geschnitzte Teufelsmasken und versuchen mit lautem Getöse, den Winter zu verjagen. Das sommerliche Äquivalent dazu sind die Sonnwendfeiern im späten Juni. Dabei werden überdimensionierte Strohmännchen angezündet, um damit böse Geister zu vertreiben und die Ernte zu schützen.
Auch die Kultur ist während eines Urlaubs in Österreich allgegenwärtig. Mit den Opernhäusern von Graz und Wien, sowie dem Burgtheater befinden sich einige der angesehensten Häuser der Welt in diesem Land. Und die Wiener Philharmoniker sowie die Sängerknaben sind musikalische Ausnahmeerscheinungen. Hinzu kommen zahlreiche Museen und Sammlungen wie das Leopold Museum in Wien, das besonders Klimt und Schiele gewidmet ist, das avantgardistische Lentos in Linz oder die Albertina mit Schwerpunkt auf grafischer Kunst.
Auf eine lange Geschichte blickt auch die Literatur zurück, stammen doch etwa die Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek und Großmeister wie Peter Handke, Thomas Bernhard, Arthur Schnitzler und Stefan Zweig aus Österreich. Der exzentrischen Ingeborg Bachmann wird jährlich in Klagenfurt mit dem Bachmann-Preis gedacht, der als wichtigster Nachwuchs-Wettbewerb im deutschsprachigen Raum gilt.
Gleichermaßen für die Literatur und für Österreich prägend sind die Kaffeehäuser. Die Kaffeehauskultur ist besonders in Wien stark ausgeprägt, hier werden die meist traditionsreichen Lokalitäten oft mehr als Zweitwohnsitz, denn als Ort für kurze Pausen verstanden. Es ist nicht ungewöhnlich, ohne viel zu konsumieren, Stunden im Café Central, im Prückl oder im Hawelka zu verbringen und die Zeitungen aus aller Welt zu studieren. Manche Schriftsteller des letzten Jahrhunderts haben nicht nur in Kaffeehäusern gearbeitet, sondern sich, wie etwa Friedrich Torberg, auch gleich ihre Post in ihr alltägliches Domizil schicken lassen. Für nächtliche Imbisse gibt es in Österreich die „Würstelstandl“, wo auch zu später Stunde noch deftige Bratwürste auf den Grill geworfen werden.

„Heiß umfehdet, wild umstritten“: Österreichs Geschichte in Kurzform

Österreich blickt auf eine wechselhafte und konfliktreiche Geschichte zurück, die ihre Spuren nicht nur architektonisch hinterlassen hat, sondern auch in der Mentalität der Menschen. Nachdem Teile der heutigen Staatsfläche schon zum Römischen Reich gezählt hatten, wurde im Jahr 996 erstmals ein Herzogtum auf dem Gebiet des heutigen Niederösterreichs als „Ostarrichi“ bezeichnet.
Im 13. Jahrhundert kam das Adelsgeschlecht der aus Schwaben stammenden Habsburger an die Macht, die Österreich Schritt für Schritt zum Weltreich vergrößerten. Besonders die zweimalige Abwehr der Belagerung Wiens durch die Osmanen gilt als der Punkt, an dem sich das Land als einflussreiche Größe etablieren konnte. Zu Spitzenzeiten war die österreichisch-ungarische Monarchie der zweitgrößte Staat in Europa, das Gebiet umfasste große Teile des Balkans und Osteuropas. Die Einflüsse aus dieser Zeit sind etwa in Wien noch heute deutlich spürbar. Kulinarisch, architektonisch und künstlerisch waren es Bewohner des Kaiserreichs aus Böhmen oder Ungarn, die Österreich bis heute prägen.
Der Untergang der Monarchie kam mit dem 1. Weltkrieg, der durch das Attentat auf Erzherzog Franz Ferdinand in Sarajevo ausgelöst wurde. Nach diesem Krieg war die Republik auf heutige Größe geschrumpft, was laut dem Psychiater Stephan Rudas die österreichische Landesseele wie kein anderes Ereignis geprägt hat.
Die dunkelste Episode folgte mit dem Anschluss an Hitler-Deutschland im Vorfeld des 2. Weltkriegs. Nach dem Krieg war Österreich zunächst von den Alliierten besetzt, erst mit dem Staatsvertrag von 1955 erlangte das Land seine Unabhängigkeit zurück. Trotzdem dauerte es noch einige Jahre, bis sich unter der Bevölkerung eine „österreichische Identität“ herausbildete. Erst in den 1980er-Jahren begann die intensive Aufarbeitung der Beteiligung am 2. Weltkrieg und 1995 trat Österreich der Europäischen Union bei.

Ein Land und seine Eigenarten: Tipps für einen Urlaub in Österreich

„Wien.... ist anders“ lautet ein Werbeslogan der Donaumetropole. Das bestätigt sich tatsächlich, lernt man die Stadt erst kennen. Sie unterscheidet sich in vielen Punkten vom restlichen Land und wird von vielen Österreichern in den acht weiteren Bundesländern gleichermaßen als Wasserkopf als auch als Enklave empfunden. Häufig thematisiert wird etwa der Eindruck vom Servicepersonal, das zur Unfreundlichkeit neigt. Während die Bedienung in Österreich fast überall herzlich und zuvorkommend ist, ist die Spezies des leicht missmutigen Kellners in Wien tatsächlich oft anzutreffen. Nehmen Sie es nicht persönlich, eine kühle Distanz gehört für einen Wiener Ober einfach zum Berufsbild und ist meist durchaus augenzwinkernd gemeint.
Während die größeren Städte über ein ausgezeichnetes Netz an öffentlichen Verkehrsmitteln verfügen, ist diese Versorgung in ländlichen Gebieten oft eher rudimentär. Vor allem wenn Sie vorhaben, während Ihres Urlaubs die Natur zu entdecken, lohnt sich eine Anreise im eigenen Auto oder Mietwagen. Ein wenig aus der Zeit gefallen wirken die allgemeinen Öffnungszeiten in Österreich. Während Supermärkte spätestens um 20 Uhr schließen und sonntags gar nicht öffnen, stellen Banken, Postämter und kleinere Läden in ländlicheren Gebieten oft schon gegen 16 oder 18 Uhr den Betrieb ein und bleiben auch an Samstagen zu.
Wenn Sie auf Ihrer Städtereise nach Wien oder Salzburg auch das reichhaltige kulturelle Angebot nutzen möchten, sollten Sie Abendkleidung einpacken. In vielen Theater- und Opernhäusern bekommt man meist auch kurzfristig noch Restkarten, elegante Kleidung wird aber oft vorausgesetzt.
Trinkgeld wird in Österreich generell erwartet, sofern Sie mit dem Service zufrieden sind. Das gilt gleichermaßen in Restaurants, Kneipen und Kaffeehäusern sowie im Taxi oder bei gebuchten Führungen. Angemessen sind dabei 10 %, bei großer Zufriedenheit auch 20 % des Rechnungsbetrags.
Und zum Abschluss der Kardinalfehler, der besonders in Wien gerne mit einer hochgezogenen Augenbraue quittiert wird: Bestellen Sie vor allem in Kaffeehäusern nicht einfach einen Kaffee. Die Auswahl an verschiedenen Zubereitungs- und Serviermöglichkeiten umfasst mancherorts 20 verschiedene Arten. Einen schlichten Kaffee mit Milch bekommen Sie dann, wenn Sie einen „Großen Braunen“ oder „Häferlkaffee“ bestellen.

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