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Portugal

Urlaub in Portugal, im Reich der Seefahrer und des frühen Frühlings

Urlaub in Portugal bedeutet, ein Land der Sehnsüchte zu erleben. Baden Sie an der Algarve, entdecken Sie bizarre Gebirge und staunen Sie über barocke Pracht.
Laut einem Sprichwort liegt Portugal dort, „wo die Erde endet und das Meer beginnt". Davon zeugen goldgelbe Endlosstrände, tiefblaue Buchten und malerische Küstenstädte. Dem sattgrünen Bergland im Nordwesten stehen die nach Eukalyptus duftenden Küsten bei Lissabon, zum Teil schroffe Gerölllandschaften und natürlich die allseits beliebten Baderegionen an der Algarve, ganz im Süden, gegenüber. Auch die portugiesischen Städte zeichnen sich durch eine nahezu überwältigende Farbenpracht aus. Verbringen Sie Ihren Urlaub in Portugal und erleben Sie ein facettenreiches Land voller Überraschungen.

Portugal im Überblick

 

Geografische Lage Portugal liegt im äußersten Südwesten Europas. Hinzu kommen die Inselgruppen von Madeira und der Azoren, beide im Atlantik.
Größe Mit den Inseln umfasst Portugal 92.212 km².
Einwohnerzahl In Portugal leben ca. 10 Mio. Menschen.
Sprache Neben dem überall vorherrschenden Portugiesisch ist im Nordosten gelegentlich die Sprache Mirandés zu hören.
Flughafeninformationen Die wichtigsten Flughäfen befinden sich bei Lissabon (LIS), Porto (OPO), Faro (FAO), Funchal (FNC) auf Madeira und Ponta Delgada (PDL) auf den Azoren.
Reisepass/Visum Deutsche können mit Reisepass, vorläufigem Reisepass, Personalausweis oder gültigem vorläufigem Personalausweis einreisen. Visa sind nicht nötig. Kinder brauchen Kinderreisepässe.
Landesvorwahl +351
Währung Euro
Kreditkarten Abheben von Bargeld per Kreditkarte wie VISA und MasterCard ist ohne Weiteres möglich, auch mit Maestro-Karten.
Zeitzone Festland und Madeira: UTC+0; Azoren: UTC–1. Von März bis Oktober gilt im ganzen Land die Sommerzeit.

Kleines Land mit vielen Klimazonen

Portugal wird in ost-westlicher Richtung vom Douro im Norden und dem Tejo in der Landesmitte durchflossen. Nördlich des Douro herrscht ein fast mitteleuropäisches Klima mit für südeuropäische Verhältnisse recht kühlen Wintern und warmen Sommern. Dabei ist der Nordwesten wesentlich grüner als der Nordosten, dessen Klima noch kontrastreicher ist. In Porto, an der Mündung des Douro in den Atlantik, herrschen im Hochsommer Durchschnittstemperaturen von 15°C bis 25°C. Dann gibt es oft nur drei bis vier Regentage im Monat. Im Winter hingegen fällt auch im küstenabgewandten Bergland zwischen Porto und Lissabon nicht selten Schnee. Südlich des Tejo erstreckt sich das recht trockene Hügelland des Alentejo. Den äußersten Süden wiederum bildet die Algarve mit sehr warmen und regenarmen Sommern sowie einem besonders frühen Frühling.
Die portugiesische Insel Madeira liegt über 800 km von der südwestlichsten Spitze des portugiesischen Festlands entfernt im Atlantischen Ozean. Auf Höhe der nordafrikanischen Küste ist das Klima hier ein ganz anderes als auf dem europäischen Festland. Das ganze Jahr hindurch ist es frühlingshaft bis sommerlich. Während es im Norden der vulkanischen Insel häufig regnet, kann es im südlichen Teil bis zu sechs Monate lang trocken bleiben.
Ebenfalls portugiesisches Territorium sind die Azoren. Die aus neun größeren und zahlreichen kleineren Inseln und Felsen bestehende Inselgruppe prägt ein ozeanisch-subtropisches Klima. Damit sind sie zu jeder Jahreszeit gut bereisbar, denn während es im Sommer nicht zu heiß wird, sind die Winter in der Regel mild.

Urlaubsziele in Portugal: Traumstädte und märchenhafte Landschaften
Braga, das „portugiesische Rom"

Im Nordwesten des Festlands liegt, eingerahmt von den tiefgrünen Bergen der Provinz Minho, die Universitätsstadt Braga. Sie fällt bereits durch zahlreiche prächtige Kirchen auf. Zu nennen wäre etwa die Kathedrale Sé Velha. Ihr Äußeres erinnert an eine Mischung aus mitteleuropäischer Gotik und portugiesischem Barock. Der Innenraum wiederum vereint, u.a. an den Orgeln, wuchtige Goldverzierungen mit religiöser Enthaltsamkeit, z.B. mit mächtigen, schmuckarmen Säulenreihen. Bragas historisches Zentrum zeichnet sich durch mal weißgetünchte Häuser mit farbigen Fensterrahmen und roten Dächern, mal quietschbunten Gebäuden aus, seien sie gestrichen oder gekachelt. Bragas berühmteste Sehenswürdigkeit thront auf einem Hügel, die weithin sichtbare Wallfahrtskirche Bom Jesus do Monte („Gütiger Jesus vom Berg"). Mehrere, in der Sonne glänzende Treppen führen Büßer oder Neugierige zu dem Heiligtum hinauf. Es gibt aber auch eine Seilbahn. Die barocke Kirche selbst zählt, wie viele Gotteshäuser in Portugal, gleich zwei mächtige Glockentürme.

Zwei Juwelen im grünen Norden

Wenige Kilometer nordwestlich liegt das Küstenstädtchen Viana do Castelo. Markant sind das gotische Rathaus sowie eine kuppelreiche, fast quarderähnliche Wallfahrtskirche; auch sie auf einem Hügel. Einen Abstecher während Ihres Urlaubs in Portugal lohnt der beschauliche Ort Valença am Fluss Minho, nach dem die Region benannt ist. Die Altstadt wird von einer mächtigen Grenzfestung umschlossen. Typisch für ganz Portugal (und seine ehemaligen Kolonien) sind Gehwege aus teils sehr verspielten Mustern von schwarzen und weißen, manchmal außerdem blauen oder roten Steinchen. Sie ahmen z.B. Wellen, Symbole oder Kompanten nach.

Porto und Umgebung

Wie eine Diva thront die Millionenstadt Porto auf terrassenartigen Hügeln über dem Douro, kurz vor dessen Einmündung in den Atlantik. Wenn Sie die Stadt vom Süden her im Zug ansteuern, fahren Sie wahrscheinlich über die wegen ihrer Stahlbögen an den Eiffelturm erinnernde Brücke Ponte Dom Luís I. Von hier haben Sie einen überwältigenden Blick über ein buntes Häusergewirr, den Fluss und die Weinkellereien von Vila Nova de Gaia am Südufer. Dort lagert der weltberühmte Portwein.
In der Metropole selbst erwarten Sie zahllose Reihen von bunten, teils orientalisch geschwungenen Häusern, ferner der riesige Glockenturm der barocken Kirche Igreja dos Clérigos. Oder auch die blau-weißen Kacheln am Gotteshaus Igreja de Santo Ildefonso. Solche Kacheln, die berühmten „azulejos", sind eine portugiesische Besonderheit. Neben zahllosen anderen sehenswerten Kirchen, darunter eine Ehrfurcht gebietende Kathedrale, ist die langgezogene Praça da Liberdade („Platz der Freiheit") an der Prachtmeile Avenida dos Aliados zu nennen. Am nördlichen Ende befindet sich das imposante Rathaus. Sein Uhrturm erinnert latent an den Turm der Igreja dos Clérigos, obwohl das Rathaus aus dem 20. Jahrhundert stammt. Der gesamte Platz wird von repräsentiven Prunkbauten gesäumt, nicht zuletzt Banken. Diese und das geschäftige Treiben hier demonstrieren Portos Relevanz als Wirtschaftszentrum. Wegen des für Südeuropa eher gemäßigten Klimas hat die Metropole einen ganz eigenen Charme. Und an der Uferpromenade finden Sie gemütliche Cafés neben quietschbunten schmalen Häusern.
Ein Geheimtipp für Ihre Reise nach Portugal ist die Bücherei Lello in Porto. Sowohl ihre filigrane Fassade als auch der stuckreiche Innenraum wirken wie eine Mischung aus Jugendstil, portugiesischem Barock und orientalischer Zierkunst. Sie können in Porto aber auch einfach nur entspannen, etwa an seinem weiten Stadtstrand mit Flaniermeile. Oder Sie fahren den Douro hinauf und bestaunen vom Schiff aus das grüne Gebirgsland Nordportugals. Hier gedeihen Reben für verschiedene Weine. Weiter südlich liegt an einer Lagune die pittoreske Stadt Aveiro, die wegen ihrer Kanäle als Portugals Venedig gilt.

Coimbra, die Altehrwürdige

In Coimbra, der drittgrößten Stadt, befindet sich Portugals älteste Universität, die zugleich eine der ältesten Hochschulen Europas ist. Mit ihrer reich geschmückten Kirche und mächtigen Bibliothek bildet sie eine Art Nationalheiligtum. Gegründet wurde sie im späten 13. Jahrhundert, wobei der Standort zunächst zwischen Lissabon und Coimbra schwankte. Gut sichtbar blickt die Universität mit ihrem Turm von einem Berg auf die Stadt hinunter. Denn auch Coimbra schlängelt sich terrassenartig den Hang über einem Flussbett hinauf. Hier ist es der Mondego, Portugals längster Strom, der im Land selbst entspringt. An der Universität wird eine weltbekannte Musiktradition gepflegt, der Fado. Dabei handelt es sich um einen wehmütigen Gesang, der z.B. Heimweh, Liebeskummer oder Trauer um das vergangene Weltreich beklagt.

Lissabon, Juwel am Tejo

Portugals Hauptstadt an der Mündung des Tejo in den Atlantik gilt zu Recht als eine der schönsten Metropolen Europas. Sie allein lohnt schon einen ausgedehnten Urlaub in Portugal. Nach einem verheerenden Erdbeben von 1755 wurde die Stadt fast völlig neu aufgebaut. Von dem alten Lissabon ist nur wenig erhalten. Dazu zählen die zinnenbewehrten Ruinen einer wuchtigen Burg und die Überreste eines gotischen Karmelitenklosters. Vom raschen Wiederaufbau der Stadt zeugt die schachbrettartig angelegte Unterstadt in Hafennähe, die Baixa. Das übrige Lissabon ist hingegen genauso charmant chaotisch wie fast alle protugiesischen Städte. Das südliche Ende der Baixa bildet ein prächtiger Triumphbogen, hinter dem sich der Platz Praça do Comércio erstreckt. Er reicht bis zum Tejo und wird u.a. von einem Biermuseum gesäumt. Am Nordende der Baixa erwartet Sie der malerische Platz Rossio. Hier befindet sich bspw. das Nationaltheater Dona Maria II.
Aus der Zeit vor dem Erdbeben datiert das Kloster Mosteiro dos Jerónimos, ein Prachtbau der Manuelinik, einer zierreichen Form der Spätgotik. Das Kloster stammt aus Portugals Glanzzeiten als Volk der Welten-Entdecker, als exotische Waren aus aller Herren Länder die Staatskasse füllten. Ein anderes Zeugnis dieser Epoche ist der schmuckreiche Turm Torre de Belém, eine in Stein gehauene Verherrlichung portugiesischer Seefahrtskunst. Durch das heutige, großteils sehr verwinkelte und hügelige Lissabon ziehen sich gelbe Straßenbahnen, die berühtmten „eléctricos". Außerdem gibt es mehrere, ebenfalls historische und funktionstüchtige Aufzüge, um die Höhenunterschiede bequem zu überwinden. Zwei mächtige Brücken verbinden Lissabon mit dem anderen Ufer; die Ponte 25 de Abril, die an die Golden Gate Bridge erinnert, sowie die 17km lange Ponte Vasco da Gama. Beim nahen Städtchen Sintra können Sie das „portugiesische Neuschwanstein" bewundern, den Palácio Nacional da Pena. Mit seinen farbenfrohen zinnen- und kuppelbekränzten Türmen und Mauern scheint er einem Märchen entsprungen.

Südliches Portugal und Algarve: Immer der Sonne entgegen

Die schönste Stadt des Alentejo, wenn nicht ganz Portugals, ist wohl Évora. Fast wie eine Fata Morgana erheben sich ihre weißgetünchten Häuser über die in der Sonne flimmernde Erde Südportugals. Ebenso unwirklich ragen in Évora mehrere Säulen in den Himmel, weithin sichtbare Überreste eines römischen Tempels. Neben typisch südländischen Plätzen und einer gotischen Kathedrale wie aus dem Bilderbuch erwartet Sie in der Stadt u.a. eine gruselige Kuriosität: die Capela dos Ossos, eine Kapelle mit Wänden aus Menschenknochen.
Noch weiter im Süden, hinter dem Monchique-Gebirge, liegt Faro; Hauptstadt der auch bei den Portugiesen beliebten Baderegion Algarve. In Faro gibt es neben einer weiteren Knochenkapelle auch weniger unheimliche Attraktionen wie z.B. einen malerischen Jachthafen. Er liegt nicht direkt am Meer, sondern an einer inselreichen, auf der Landkarte bizarren Lagune. Viele Urlauber zieht es nicht zuletzt wegen der goldgelben Traumstrände an die Algarve. Teils sind sie sehr breit und weitläufig, teils verstecken sie sich zwischen wuchtigen Felsmassiven. Dabei gibt es überall an der portugiesischen Küste Traumstrände. Bei allem lieblichen Charme portugiesischer Küstenregionen kann der Atlantik unbändig, aufbrausend und wild sein. Aber bei ruhiger See ist das Wasser eine willkommene Erfrischung im außergewöhnich sonnigen Klima – nicht nur an der Algarve.

Madeira: die Blumeninsel im Atlantischen Ozean

Die Insel Madeira ist berühmt für seine Steilklippen wie für seine Blumenpracht, die sowohl in der freien Natur als auch im Botanischen Garten zu sehen ist. Eine der fünf Seilbahnen Madeiras bringt Sie vom Ort Monte, nahe der Inselhauptstadt Funchal, zu dem hoch am Berg gelegenen „Jardim Botanico". Die zerklüfteten Felsformationen des zentral gelegenen Hochplateaus machen Madeira außerdem zu einem Paradies für Wanderer. Besonders schön läuft es sich z.B. vorbei an Wasserfällen und entlang der Levadas, den Bewässerungskanälen, die das Wasser vom regenreichen Norden in den trockeneren Süden leiten.

Für jeden Geschmack: die portugiesischen Azoren

Die Inselgruppe Azoren steht für Vielfalt. Jeder findet findet in diesem Teil des Atlantischen Ozeans, wonach er sucht. Auf Faial beherrschen duftende Hortensien das Panorama. Die Insel Pico besitzt mit dem ca. 2.351 m hohen Vulkan den höchsten Berg von ganz Portugal. Und während die Hauptinsel São Miguel mit ihren immergrünen Wanderwegen und heißen Quellen lockt, punktet die südlichste Insel, Santa Maria, mit feinen Sandstränden.

Kultur in Portugal

Portugals Kultur prägen nicht zuletzt seine römische Vergangenheit, die maurisch-orientalische Epoche, die nach wie vor tief verwurzelte katholische Religion und die vielen kulturellen Einflüsse aus Übersee im Zuge der Seefahrt. Letzteres macht sich z.B. in der portugiesischen Küche bemerkbar; etwa bei den chouriços, feurig-würzigen Würstchen.
Zu einer Art immateriellem Nationalheiligtum haben die Portugiesen ihre ganz spezielle Form von melancholischer Sehnsucht („saudade") entwickelt, wie sie sich z.B. im Fado-Gesang äußert. An hohen (in aller Regel katholischen) Feiertagen schmücken die Portugiesen ihre Städte und Dörfer mit quietschbunten Lichterketten und Fahnen. Voller Stolz schlüpfen manche in ebenso farbenfrohe Trachten.
In Tavernen wird gut und gerne viel gesungen. Bier ist in Portugal nicht weniger beliebt als Wein, was für Südeuropa nicht selbstverständlich ist. Doch wie z.B. auch in Italien spielt sich das gesellschaftliche Leben der Portugiesen oft im Freien ab; auf dem Marktplatz, dem Gehweg, vor dem Geschäft usw.
Eine besonders große Rolle spielt König Fußball. Luís Figo wird fast wie eine Ikone verehrt. Nach Cristiano Ronaldo ist sogar der Flughafen von Funchal benannt. Wenn Sie während eines Länderspiels der portugiesischen Mannschaft, der seleção, ins Restaurant gehen, müssen Sie mit äußerst nervösen Kellnern rechnen.
Die portugiesische Küche ist überraschend deftig, aber äußerst schmackhaft. Fleisch lieben die Portugiesen ebenso wie Fisch. Eine süße Delikatesse sind Sahnepastetchen („pastéis de nata"), die etwa zum Espresso („bica") schmecken.

Historische Fakten, mit denen Sie glänzen können

Das Königreich Portugal gab es seit dem 12. Jahrhundert. Im Mittelalter kontrollierten die Mauren den Süden des Landes. Nach Kämpfen der Reconquista gegen die Muslime waren diese gezwungen, Portugal den Rücken zu kehren oder sich dem christlichen Glauben zuzuwenden. Zahlreiche wertvolle Kulturgüter wie Verbesserungen im Brunnenbau, landwirtschaftliche Fortschritte (was zum Beispiel Oliven, Zitronen und Baumwolle angeht) blieben den Portugiesen erhalten. Im 15. Jahrhundert schwang sich Portugal dann zum Land der Entdecker und Seefahrer auf. Es begann im Jahr 1415. Da landeten die Portugiesen einen regelrechten Coup: Sie eroberten die wichtige Handelsstadt Ceuta an der afrikanischen Nordküste. Damit begann Portugals langer Aufstieg und Niedergang als Nation der Seefahrer und Eroberer.
Mit ihren spanischen Nachbarn einigten sich die Portugiesen 1494 im Vertrag von Tordesillas auf nichts weniger als die Aufteilung der gesamten Welt in zwei Interessensspähren. So gerieten Brasilien und Afrika sowie Teile Asiens bis nach Japan in den portugiesischen Machtbereich. Während Kolumbus glaubte, nicht eine neue Welt, sondern Indien entdeckt zu haben, wussten es die Portugiesen besser. Die Karavellen Vasco da Gamas erreichten das tatsächliche Indien.
Mit englischer Hilfe bewahrte Portugal seine Unabhängigkeit, ehe es im späten 16. Jahrhundert doch unter spanische Oberhoheit geriet. Bald gingen viele Besitzungen in Übersee an andere europäische Mächte verloren. Im Jahr 1640 riss sich das Land wieder vom großen Bruder los, konnte aber nicht mehr an seine Glanzzeiten anknüpfen. Trotzdem flossen nach wie vor Reichtümer aus Übersee nach Portugal. Lissabon war im 18. Jahrhundert eine der größten Städte Europas.
Als Napoleon das Land besetzen ließ, floh das Königshaus nach Brasilien und leitete somit dessen Loslösung ein. In den letzten beiden Jahrhunderten wurde Portugal von mehreren Revolutionen erschüttert, bis der Ministerpräsident Salazar eine langlebige Diktatur errichtete. Sie währte bis zur demokratischen „Nelkenrevolution" von 1974. Im Jahr 1999 trat Portugal seine allerletzte Kolonie, Macau, an China ab.

Reiseinfos für jeden Tag in Portugal

Im Allgemeinen sind die Portugiesen ein nicht sonderlich aufgeregtes Volk. Ausnahmen gibt es selbstverständlich überall. Ihre ruhige Gemütlichkeit pflegen Portugiesen nicht zuletzt in Restaurants und Bars, die oft auch im Innern gekachelt sind. Dabei essen die meisten Portugiesen zu ganz bestimmten Zeiten. Wer um 16 Uhr ins Restaurant geht, um eine größere Mahlzeit zu bestellen, muss sich in der Regel ein wenig gedulden. Neben dem Frühstück mit Weiß- oder Maisbrot und dem Mittagessen gibt es in Portugal erst ab ca. 18 Uhr Abendessen. Letzteres besteht in den seltensten Fällen aus Brot und Aufstrich, sondern ist üppig wie ein zweites Mittagessen. Zwischendurch picknicken die Portugiesen gerne, etwa im Pinienwald. Wie aber kommen Sie mit einem Portugiesen ins Gespräch?
Französisch beherrschen Portugiesen eher als Englisch. In den küstennahen Regionen ist aber auch Letzteres hilfreich. Wer sich ans Portugiesische selbst traut, wird von den Einheimischen mit Verwunderung und Freude gleichermaßen belohnt. Viele Portugiesen leben im Ausland und machen im Sommer in Portugal Urlaub. Daher kann es Ihnen stets passieren, dass Ihr Gegenüber aus heiterem Himmel Deutsch spricht oder wenigstens versteht. Und wie leben Portugiesen so?
Sie gehen oft in riesige Einkaufszentren, wie man sie eher in Nordamerika verorten würde. Daneben existieren weiterhin nicht wenige urige Einzelläden. Trotz des tief verwurzelten Katholizismus leben zumindest die jüngeren Generationen recht freizügig. An den Strand können Sie also durchaus im Bikini gehen. Dem unvergesslichen Strandurlaub in Portugal steht somit nichts im Wege. Nur sollten Sie für die Kirche oder das Restaurant weniger aufreizende Kleider anlegen. Ein portugiesischer Exportschlager sind übrigens Textilien und Schuhe. Zudem können Sie hier zahlreiche Lederwaren relativ günstig erwerben. Zum Schluss noch ein paar praktische Hinweise:
Portugal verfügt über ein gut ausgebautes Autobahn- und Fernstraßennetz, besonders in Küstennähe. Nicht zuletzt in den bergigen Regionen sollten Sie auf den teils kurvenreichen und schmalen Straßen vorsichtig fahren. Insgesamt geht es auf portugiesischen Straßen etwas ruppiger zu als in Deutschland.
Portugiesen sagen nicht „Guten Morgen", sondern (bis Punkt 12 Uhr) „Guten Tag" („bom dia") und danach „Guten Nachmittag" („boa tarde"). Abends sagen sie sowohl zur Begrüßung wie auch zum Abschied „boa noite“, was wörtlich „Gute Nacht" bedeutet.

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