ALDI Reisen
Jetzt Traumreise finden!

Spanien

Feuriges Spanien: Ihr Urlaub im Land des Flamencos

Überblick

Spanien versprüht im Urlaub eine unglaubliche Faszination, die u.a. von den vielfältigen Kulturen, dem guten Essen und atemberaubenden Sandstränden herrührt.

Flamenco, würziger Wein und aromatische Tapas sind das, was viele Urlauber sofort mit Spanien verbinden. Dabei lassen sich eben diese drei Elemente am besten bei einer Rundreise durch Andalusien kennenlernen. Bemerkenswert sind hier außerdem die perlenweißen Strände. Diese lassen sich außerdem auf den Kanaren, den balearischen Inseln und an der Küste Kataloniens finden. Letzteres ist eine der stolzesten Regionen Spaniens, die sich bewusst vom Rest des Landes abgrenzt. Die eigene Sprache, die Ablehnung des Stierkampfs und spezielle Speisetraditionen wie die Reispfanne Paella machen Katalonien so einzigartig. Wer Abenteuer, Natur und alternative Reiseziele in Spanien sucht, ist wiederum im Norden richtig.

Geografische Lage
Spanien befindet sich im Südwesten Europas und umfasst den größten Teil der Iberischen Halbinsel. Im Westen grenzt Portugal an das Land. Frankreich und Andorra sind Spaniens nördliche Nachbarn. Darüber hinaus verfügt der Staat über mehrere Atlantikinseln, die Kanaren.

Größe
Spanien ist insgesamt 505.970 km² groß.

Einwohnerzahl
Es leben ca. 46 Mio. Einwohner im Land.

Sprache
Spanisch ist die offizielle Amtssprache. Im Osten des Landes wird außerdem Katalanisch, im Nordwesten u.a. Baskisch, Aragonesisch und Galizisch gesprochen.

Flughafeninformationen
In Madrid (MAD) und Barcelona (BCN und GRO) befinden sich die wichtigsten Flughäfen. Daneben sind Malaga (AGO), Palma de Mallorca (PMI), Ibiza (IBZ), Gran Canaria (LPA) und Teneriffa (TFS und TFN) wichtige Reiseziele für Flugverbindungen nach Spanien.

Reisepass/Visum
Für Spanien benötigen Sie kein Visum und können mit dem Personalausweis einreisen.

Landesvorwahl
+34

Währung
Euro

Kreditkarten
Kreditkarten können Sie nahezu überall, bspw. in Geschäften, Restaurants, im öffentlichen Nahverkehr und am Geldautomaten verwenden.

Zeitzone
UTC+1, UTC (Kanarische Inseln)

Das beste Wetter für einen Urlaub in Spanien abpassen

Spanien verfügt über verschiedene Klimazonen. Im Zentrum und im Norden der Iberischen Halbinsel ist es vor allem kontinental heiß – die Winter fallen durchaus kühl aus und es kann bisweilen zu Schneefällen kommen. In Madrid sind im Januar Nachttemperaturen um die 0°C z.B. keine Seltenheit. Tagsüber herrschen dagegen angenehme Werte um die 8°C. Ab dem April steig das Quecksilber allmählich in Richtung 20°C-Marke und erreicht im Hochsommer 30°C. Speziell Juli und August sind dabei von extremer Trockenheit geprägt.

Im Süden liegen die Temperaturen ganzjährig etwas höher. So können Sie bei etwa 17°C auch von Dezember bis März in Andalusien Urlaub machen. Lediglich das Meer ist mit etwa 15°C zu diesem Zeitpunkt etwas frisch – dafür eignet sich die Atlantikküste bei stabilen Winden umso mehr zum Surfen und Kiten. Für einen Strandurlaub im Süden Spaniens sind die Sommermonate bei Wassertemperaturen zwischen 20°C und 25°C perfekt.

Ausnahmen bilden die kühlen Bergregionen der Sierra Nevada und der Pyrenäen sowie die subtropischen Kanaren. Letztere können bei Temperaturen zwischen 21°C und 26°C an der Luft und 18°C bis 23°C im Wasser ganzjährig besucht werden.

Das sind die Highlights: Spaniens Sehenswürdigkeiten. Kulturmetropole und Baderesort in einem: Kataloniens Hauptstadt Barcelona

In Barcelona können Sie hervorragend einen Badeurlaub mit kulturellen Stadtrundgängen, Konzertbesuchen und Ausflügen in bekannte Kunstmuseen verbinden. Nördlich des Hafens breiten sich die goldgelben Strände aus, an denen Sie gute Möglichkeiten zum Relaxen und Sporttreiben finden. Schlichtweg idyllisch ist hier das urige Fischerviertel Barceloneta. In den pittoresken kleinen Häuschen finden Sie heutzutage kleine Kneipen und Tapas-Bars, in denen Sie traditionelle Tortillas, Chorizo und viele andere Spezialitäten zu Wein und Bier probieren können. Weiter nördlich erreichen Sie bei einem kleinen Spaziergang das Olympische Dorf von 1992. Unter anderem wurde hier ein erstes Mal weitsichtig über die Nachnutzung einer großen Sportanlage nachgedacht.

Geradezu eine Symbolfigur für Barcelona ist Antoní Gaudí. Der Architekt war Initiator der modernistischen Bewegung in der Stadt und konnte sich mit seinen Kollegen in vielen Bereichen der Stadt nahezu frei ausleben. Letztere schmückten vor allem den Stadtteil Eixample und die Flaniermeile Passeig de Gràcia. Gaudís Hauptwerk dagegen ist die surrealistische Kathedrale Sagrada Família, deren verspielte Fassade auch nach fast 140 Jahren noch nicht fertiggestellt ist. Gaudí selbst starb 1926 bei einem Unfall vor dem Gebäude. Bestattet wurde er in der Krypta der Sagrada Família. Der Baumeister hinterließ Barcelona aber noch weitaus mehr als das markante Gotteshaus. Legendär sind u.a. die Casa Batlló mit ihren geschwungenen Linien und der Park Güell, der mit seinen fast cartoonhaften Zuckergusstürmchen und Mosaiken surrealer kaum wirken könnte.

Neben Gaudí hat Katalonien viele weitere große Künstler hervorgebracht. Salvador Dalí, geboren im kleinen Pyrenäenort Figueres, gehört zu ihnen. Er verwandelte die traumhaften Welten des Unbewussten in absurd wirkende Gemälde. Wer Fan seines Schaffens ist, kann das Mausoleum mit Museum in Figueres besuchen. Die Werke des Malers und Bildhauers Joan Miró gibt es direkt in Barcelona zu bewundern. Am Fuße des Hausberges Montjuïc befindet sich die nach ihm benannte Stiftung mit mehr als 10.000 Gemälden. In der unmittelbaren Nachbarschaft können Sie das Nationale Kunstmuseum Kataloniens in einer prunkvollen viktorianisch inspirierten Palastanlage besuchen. Empfehlenswert ist vor allem der Teil zur regionalen Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts.

Die kastilischste aller spanischen Städte: Besuch in Madrid

Mit ihren 3,2 Mio. Einwohnern bildet Madrid die größte urbane Region Spaniens und fungiert gleichzeitig als Regierungssitz und Königsresidenz. Das historische Zentrum bildet der Plaza Mayor. Wie typisch für Spanien, wurde der Marktplatz rechtwinklig angelegt und wird von prächtigen Arkaden eingerahmt. Hier können Sie einige der bekanntesten Restaurants und Cafés der Stadt finden. Regelmäßig organisiert die Kommune Konzerte und Events auf dem Plaza Mayor.

Nur wenige Gehminuten vom Plaza Mayor entfernt befindet sich die Puerta del Sol, Madrids Sherry-Viertel. In den vielen kleinen Seitenstraßen können Sie urige Kneipen finden, in denen ihnen ins Alter gekommene Barkeeper wohlgereifte Sherrys anbieten. Zudem können Sie in dieser Ecke zahlreiche Restaurants mit kastilischer Hausmannskost entdecken. Einige U-Bahn-Stationen östlich von hier befindet sich das königliche Schloss. Besuchen können Sie in erster Linie die Parkanlage und den Botanischen Garten vor dem Palast.

Westlich der Grünfläche bieten Ihnen diverse Theater hochwertige Unterhaltung an. Zu den absoluten Kulturhighlights gehören des Weiteren die Museen in diesem Viertel. Im Prado wartet die wichtigste Sammlung spanischer Kunst mit Werken von El Greco, Velazquez und Goya auf Sie. Im benachbarten Museo Reina Sofía können Sie die Gemälde Salvador Dalís und Pablo Picassos, u.a. dessen bewegendes Monumentalgemälde zur Zerstörung des baskischen Städtchens Guernica im spanischen Bürgerkrieg bewundern.

Für Tagesausflüge von Madrid aus sind die Orte Segovia und Toledo empfehlenswert. Segovia ist vor allem für seine spätgotische Kathedrale bekannt, die noch unter Karl V. begonnen wurde. Imposant ist außerdem das 728 m lange Aquädukt aus alten Römertagen. Mit seinen 118 Bögen gehört es zu den größten Bauwerken dieser Art weltweit. In Toledo faszinieren die Burg Alcázar und die Kathedrale Santa Maria, die beide Teil des UNESCO-Welterbes sind. Bis ins 16. Jahrhundert war Toledo die Hauptstadt Kastiliens und der Weiten der Mancha.

Die altehrwürdige Universitätsstadt Salamanca

Als am Ende des Mittelalters die Schriftgelehrten den Hort der Kirchen und Klöster verließen, bildeten sich die ersten weltlichen Universitäten. Hier wurde u.a. der bei den Arabern wiederentdeckte Aristoteles gelehrt – Spanien war angesichts seiner langen Besiedlung durch die muslimischen Stämme Nordafrikas prädestiniert dazu, eine Führungsrolle in diesem Bereich zu übernehmen. Bereits 1218 wurde die Hochschule durch den leonesischen König Alfonso IX. gegründet und entwickelte sich unter dem Philosophen Francisco de Vitoria knapp 300 Jahre später zu einer führenden Akademie der Scholastik. Die prächtigen Studierhöfe und die reich verzierten gotischen Fassaden zeugen ebenso von dieser Blütezeit wie die roten V-Zeichen an den Wänden der Fakultäten. Sie werden traditionell von den erfolgreichen Promovenden als Siegeszeichen hinterlassen.

Sierra Nevada und Granada: Skifahren in Südspanien

Skifahren und Spanien passen augenscheinlich nicht zusammen. Mitten im südlichen Andalusien erhebt sich jedoch der Bergrücken der Sierra Nevada, auf den jeden Winter feiner Puderschnee rieselt. Das mit bis zu 3.482 m höchste Gebirge der Iberischen Halbinsel verfügt über eine stattliche Anzahl an Pisten, auf denen sogar die Weltcups ausgetragen werden. Für Snowboard- und Freestyle-Fahrer wurde 2013 einer der größten Snowparks in Europa errichtet.

Am Rande der großen Gipfel machen viele Urlauber in Granada einen Halt. Mit der Burg Alhambra hat der Ort ein beeindruckendes Vermächtnis aus der Zeit der Mauren auf der Iberischen Halbinsel zu bieten. Die islamische Festung fasziniert nicht zuletzt aufgrund der kunstvoll angelegten Gärten und Wasserbassins. Sie vermitteln Ihnen einen tief greifenden Eindruck von den aufwendigen Bautechniken der Araber im 13., 14. und 15. Jahrhundert. Ins Auge fallen zudem die ornamentreichen Rundbögen und Stalaktitengewölbe.

Urlaub im Süden Spaniens: das Feuer Andalusiens

Andalusien begeistert seine Besucher mit der Mischung aus kargen Wüstenformationen, bizarren Felsen und den malerischen weißen Stränden zwischen Almería und Cádiz. Am Mittelmeer finden Sie dabei einige der schönsten Badebuchten. Marbella und Málaga, Torremolinos und Fuengirola gehören u.a. dazu. Málaga, eine der größten Gemeinden in der Region, ist außerdem aufgrund der maurischen Festung Alcazaba sehenswert. An den Mittelmeerküsten, z.B. in Cádiz und Huelva finden Sie dagegen die besten Voraussetzungen zum Surfen und Kiten vor. Abseits der Strände lohnen sich Besuche im Lagunennationalpark Doñana, in Sevilla mit dem ehemaligen nordafrikanischen Giralda-Minarett und in Jerez de la Frontera, der Stadt, aus welcher der berühmte Sherry kommt.

Kreuzfahrten nach Mallorca: Ihr Besuch auf den Balearen

Mallorca ist zusammen mit den balearischen Nachbarinseln Ibiza und Menorca eines der beliebtesten Reiseziele für einen freizeit- und badeorientierten Urlaub in Spanien. Besonders gerne werden solche Aufenthalte in Kreuzfahrten integriert. Sie kommen in Palma de Mallorca an, besichtigen die gotische Kathedrale La Seu und entspannen sich am Strand vom Platja de Palma oder in S’Arenal. Mallorca lohnt sich darüber hinaus aufgrund seiner mediterranen Natur: Zerklüftete Felsküsten, die Berge der Serra de Tramuntana und der Naturpark S’Albufera mit seinen zahlreichen Vogelbrutstätten sind gute Gründe, um die Insel auch abseits der Strandresorts zu erkunden. Die anderen balearischen Inseln sind wiederum ideal, um z.B. die frühzeitliche Kultur der Talaiot mit ihren Monolithgrabstätten und das Landleben kennenzulernen, welches aromareiche Produkte wie Oliven und den Hartkäse Mahón hervorbringt.

Vulkaninseln im Atlantik: das gibt es auf den Kanaren zu entdecken

Weitab vom Festland verlocken die Kanaren zu ausgiebigen Wanderausflügen. Auf Gran Canaria, Teneriffa und Fuerteventura gibt es imposante Vulkane zu erkunden – der Teide auf Teneriffa bildet sogar den höchsten Gipfel ganz Spaniens. Mit der Seilbahn genießen Sie einen einfachen Aufstieg und blicken, dort angekommen, weit bis zu den Vulkanaschestränden an der Küste. Ein echter Geheimtipp ist La Gomera mit dem wildromantischen Nationalpark Garajonay, wo Sie durch einige der dichtesten Lorbeerwälder in der Atlantikregion spazieren.

Insider-Tipp: ein Abstecher in Spaniens Norden

Bereits mit seiner uralten nicht-romanischen Sprache unterscheidet sich das Baskenland deutlich von anderen Teilen Spaniens. Entsprechend legen die Einheimischen sehr viel Wert auf Bräuche und Traditionen. In Bilbao sollten Sie in der Altstadt unbedingt auf einen Pintxo, die baskische und etwas komplexere Variante der spanischen Tapas, gehen. Ein weiteres Highlight in der Regionalhauptstadt ist das Guggenheim-Museum, ein von Frank Gehry gestalteter, metallisch glänzender Bau mit einigen der besten zeitgenössischen Ausstellungen in Europa. Abseits von Bilbao können Sie im Baskenland die idyllischen kleinen Bergdörfer, das im Spanischen Bürgerkrieg verwüstete und von Picasso verewigte Guernica und den sichelförmigen, goldenen Strand von Donostia besuchen.

Typisch Spanien: kulturelle Eigenheiten des Landes

Die Traditionen Spaniens sind angesichts der vielen sich als autonom verstehenden Landesteile sehr vielfältig. Im Süden gehören der von den Roma-Stämmen eingeführte Flamenco und der Weingenuss aus dem Trinkbeutel Bota zu jedem guten Kneipenbesuch einfach dazu. Hier können Sie auch einige der besten Räucherschinken des Landes probieren. Diese werden in den Restaurants und Tapas-Bars direkt vom Schenkelstück hauchdünn abgeschnitten und zum Wein serviert. Eine der bekanntesten Persönlichkeiten, die man mit Andalusien verbindet, ist Pablo Picasso. Der expressionistische Maler wurde in Málaga geboren und entwickelte hier seine frühen künstlerischen Ideen.

Aus dem Zentrum Spaniens stammen vor allem die historisch gesehen älteren Maler. Die Barock-Gemälde von Francisco de Goya und Diego Velázquez genießen Weltruhm. Nur knapp hundert Jahre vor Velázquez wurde die spanische Lebenswirklichkeit am perfektesten in Worten beschrieben: Miguel de Cervantes mehrteiliger Roman „Don Quijote“ beschreibt auf parodistische Weise die Abenteuer eines mittelalterlichen Ritters in den Weiten der Mancha. Die Szene, in der Don Quijote vergeblich gegen Windmühlen ankämpft, ist zur internationalen Redewendung geworden. Verfilmt wurde die Geschichte mehrere Male, u.a. von Manuel Gutiérrez Aragón, einem der bekanntesten spanischen Regisseure. Er gehört neben Pedro Almodóvar und Alejandro Amenábar zu den bedeutendten Filmemachern Spaniens.

Ein Aushängeschild der spanischen Kultur ist des Weiteren das Essen. Egal, ob Tapas oder Paella, Jamon oder Quesadillas – das Land steht für einen ganz bestimmten Stil in der Küche, der für intensives Aroma und Lebensfreude steht. Gegessen wird in Spanien meist spät. Zum Abend geht man ab 21:00 Uhr ins Restaurant oder lässt es sich im Kreise der Familie schmecken. Gerne trifft man sich zudem auf öffentlichen Plätzen und sitzt dort bei Wein und Snacks bis spät in die Nacht. Geselligkeit spielt in Spanien eine bedeutende Rolle und findet meist unter freiem Himmel statt. Gemeinsam wohnt man Konzerten bei oder schaut sich die großen Fußballspiele von Mannschaften wie Real Madrid oder dem FC Barcelona an.

Ein kurzer Einblick in die Geschichte Spaniens

Spaniens Geschichte geht bis weit in die Antike zurück, als phönizische Seefahrer und später die Römer ihre Handelsorte auf der Iberischen Halbinsel errichteten. Nach einer kurzen Phase der westgotischen Besiedlung kamen um 711 die muslimischen Mauren in die Region und beherrschten die südliche Hälfte des heutigen Spaniens. Ihre Minarette und Paläste lassen sich nahezu überall in Andalusien finden. Ortsnamen mit arabischen Wurzeln, z.B. Almeria und Alcúdia, zeugen von dieser Epoche. Im 8. Jahrhundert begann nach der gängigen spanischen Gerichtsschreibung bereits die Rückeroberung bzw. Reconquista. Diese endete erst mit der Einnahme Granadas am 2. Januar 1492.

Mit diesem Datum fängt eine neue Zeitrechnung in Spanien an: Die kastilischen Könige erzwangen schrittweise die Einigung der Provinzen zu einem Reich und expandierten nach der Expedition Christoph Kolumbus‘ nach Amerika sogar über den „Großen Teich“. Die Kolonien in Zentral- und Südamerika brachten der spanischen Krone Reichtum und die Gelegenheit, zu einer Seemacht heranzuwachsen. Ihr Ende erreichte dieses Imperium mit dem Spanischen Erbfolgekrieg und der Eroberung durch Napoleon Bonaparte knapp hundert Jahre später. Mit diesem Ereignis wurden auch viele der Kolonien des Königreichs unabhängig.

Seit 1873 folgt Spanien demokratischen Grundsätzen, unterbrochen von der langen Phase der nationalistischen Diktatur Francisco Francos. Dieser vorangegangen war ein drei Jahre andauernder blutiger Bürgerkrieg zwischen den linken und rechten Kräften im Land. Nach dem Tod Francos 1975 wurde die parlamentarische Monarchie rehabilitiert und ist seither die offizielle Staatsform. Während sich zunächst viele der heute autonomen Provinzen in den 70er und 80er Jahren separatistisch gaben, fügen sich diese zunehmend in das aktuelle System ein.

Wertvolle Tipps für Ihren Urlaub in Spanien

In Spanien legt man sehr viel Wert auf ein gepflegtes Auftreten. Die Kleidung kann zwar durchaus leger und locker sein – dennoch sollte man auf Sauberkeit und Stil achten. Wenn Sie am Abend Essen gehen, sind langärmlige Hemden und Hosen bei Männern sowie schicke Kleider bei Frauen angesagt. Zudem sollten Sie wissen, dass in Spanien allgemein recht spät gegessen wird – 21:00 oder 22:00 Uhr sind gewöhnlich. In der Regel geht das Mahl fließend über zum geselligen Konsum von Wein und Bier. Wenn Sie ein Restaurant betreten, sollten Sie übrigens stets darauf warten, dass Sie einen Tisch zugewiesen bekommen. Trinkgelder von etwa 10 % sind landesweit üblich.

Bei der Begrüßung gibt man sich für gewöhnlich die Hand oder umarmt sich, so man sich näher kennt, mit angedeutetem Wangenkuss. Die Anrede ist selbst unter Gleichaltrigen höflich. Señor bzw. Señora und Señorita sind ebenso gängig wie die spanische Version von „Sie“ – „Usted“. Einladungen zu Spaniern nach Hause sind selten. Lieber trifft man sich im Restaurant und übernimmt für den Gast die Rechnung. Eine kleine Verspätung von etwa 15min ist bei Treffen durchaus üblich. Wenn Sie Geschenke mitbringen möchten, sollten Sie auf Chrysanthemen verzichten, die üblicherweise nur zu Traueranlässen überreicht werden.

Eine Besonderheit in Spanien ist die Siesta. Während sich in großen Städten und Urlauberorten nur noch wenige Geschäfte diese Mittagspause gönnen, ist sie in Dörfern und kleineren Provinzen durchaus üblich. Für Sie heißt das praktisch: Vor 13:00 Uhr sollten alle Einkäufe erledigt sein. Andernfalls müssen Sie bis 16:00 Uhr warten, dass die Läden wieder öffnen. Bei Gesprächen gibt es eine Reihe an heiklen Themen – das Franco-Regime ist eines davon. Während es in Zentralspanien noch viele Verehrer des Diktators gibt, ist allein sein Name im Baskenland und in Katalonien ein absolutes Tabu. Der Moment, als die beiden baskischen Fußballteams Real Sociedad und Athletic Bilbao im Dezember 1975 die 40 Jahre lang verbotene Ikurriña-Flagge in den Anstoßpunkt steckten, gilt bspw. als moderner Gründungsmythos des heutigen Baskenlandes.