ALDI Reisen
Jetzt Traumreise finden!

Polen

Urlaub in Polen: Entdeckungen zwischen Ostsee und Hoher Tatra

Überblick

Lassen Sie sich im Urlaub von Polens Palästen und Burgen in Krakau oder Warschau ebenso begeistern wie von der Natur mit ihren Seen, Bergen und dem Meer.

Polen zieht mit seinen malerischen Ostseestränden Besucher aus aller Welt an. Hier können Sie auf Sonnenliegen relaxen, Bootstouren unternehmen und in einem der hiesigen Sanatorien Wellness genießen. Darüber hinaus buchen viele Feriengäste Ihren Urlaub in Polen, um die Seen der Masuren kennenzulernen. Im Süden faszinieren wiederum die beeindruckenden Berge der Tatra. Prunkvolle Kirchen und Paläste haben Städte wie Krakau und Warschau zu bieten.

Geografische Lage
Polen grenzt im Osten an Deutschland und im Norden und Süden an die Ostsee bzw. die Berge der Tatra und des Riesengebirges. Im Osten befinden sich die Nachbarländer Ukraine und Weißrussland.

Größe
Die Fläche Polens umfasst etwa 312.000 km².

Einwohnerzahl
In Polen leben etwa 38 Mio. Menschen.

Sprache
Polnisch ist die offizielle Amtssprache des Landes. Im Service sind darüber hinaus Englisch und Deutsch weit verbreitet.

Flughafeninformationen
Die wichtigsten Flughäfen befinden sich in Warschau (WAW), Danzig (GDN) und Krakau (KRK).

Reisepass/Visum
Nach Polen können Sie mit dem Personalausweis einreisen.

Landesvorwahl
+48

Währung
Polnische Złoty

Kreditkarten
Landesweit können Sie in Geschäften und Restaurants mit Kreditkarte bezahlen. Zudem werden diese an Geldautomaten akzeptiert. Selbst mit der EC-Karte können Sie hier Bargeld abheben, Sie sollten jedoch eine Gebühr einplanen.

Zeitzone
UTC+1

Das Klima in Polen

Ähnlich wie in Deutschland ist das Klima in Polen überwiegend gemäßigt. In vielen Teilen Polens kommen jedoch kontinentale Charakteristika hinzu, sodass es im Winter deutlich kälter und im Sommer sehr viel heißer und trocken ist. Allgemein gelten die Monate zwischen Juni und August als beste Reisezeit, vor allem dann, wenn Sie in Polen Strand und Seen zum Baden besuchen möchten. An der Küste liegen die Tagestemperaturen im Juli bei etwa 21°C. In Warschau und Krakau werden mühelos auch 25°C erreicht. Wer in diesen Städten zum Sightseeing aufbrechen möchte, ist bisweilen besser beraten, einen Urlaub nach Polen für das milde Frühjahr oder den Herbst einzuplanen.

Königsstädte, Paläste und historische Burgen: Polen bietet vieles. Warschaus Paläste: Zu Gast in der Hauptstadt

In Warschau sind die vielen Paläste für die meisten Reisenden der Hauptgrund für einen Besuch. Im 17. Jahrhundert richtete Jan Sobieski seine Hauptstadt hier ein und ließ den prächtigen Wilanów-Palast errichten. Dieser ist bis heute eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Warschaus. Die französisch inspirierte Anlage befindet sich etwas außerhalb der Innenstadt und fasziniert mit ihrer barocken Ausstattung. Im Inneren können Sie das Palastmuseum mit wertvollen Möbelstücken aus der Zeit Sobieskis, Skulpturen und Gemälden bewundern. Sehenswert ist außerdem der umliegende 43 ha große Park im Romantikstil.

Zwischen dem Wilanów-Palast und dem Königsschloss im Zentrum können Sie sich auf den 10 km langen „Königsweg“ begeben. Der Boulevard verbindet beide Anlagen und führt u.a. auch am Weichselufer und den Überresten der Burg Jazdów vorbei. Am Königsschloss angekommen, werden Sie von der prächtigen zartroten Fassade und dem mächtigen Hauptturm überwältigt sein. Der in den 70er und 80er Jahren wieder errichtete Palast kann besichtigt werden. Sie können sich hier den polnischen Thronsaal, die Schlosskirche, den goldgeschmückten Ballsaal und die Gemäldegalerie mit bedeutenden europäischen Kunstwerken ansehen. Vom Königspalast ist es außerdem nicht weit in die rekonstruierte Altstadt, die mit ihrem quadratisch angelegten Marktplatz, dem Rathaus und den drei historischen Kirchen begeistert.

Mittelalterflair in Krakau

Hoch über den mittelalterlichen Kopfsteinpflastergassen Krakaus thront die Wawelburg. Das Weltkulturerbe diente schon in vorromanischer Zeit als Herrschaftssitz und gelangte unter den Jagiellonen in der Renaissance zur seiner Blüte. In der Wawel-Kathedrale wurden die polnischen Könige gekrönt und zur letzten Ruhe gebettet. In den Katakomben können Sie entsprechend die prunkvollen Gräber der polnischen Regenten in Augenschein nehmen. Neben den Königen vom 13. bis zum 18. Jahrhundert wurden in der Kathedrale auch andere bedeutende Persönlichkeiten aus der polnischen Geschichte wie der Dichter Adam Mickiewicz und der frühere Präsident Lech Kaczynski beerdigt.

Es ist aber nicht nur der Wawel, der Krakau zu einem empfehlenswerten Ort für einen Urlaub in Polen macht. Rund um den länglich angelegten Marktplatz im Zentrum breiten sich die unzähligen kopfsteingepflasterten Gassen und Straßen in alle Richtungen aus. Die hier angesiedelten Kneipen und Restaurants verfügen meist über einen rustikalen Gewölbekeller, in dem Sie herzhafte Spezialitäten wie Bigos oder Piroggen probieren können. Dazu gibt es natürlich eines der würzigen polnischen Biere und aromatisierten Wodka zum Abgang. Neben der Altstadt ist das ehemalige jüdische Viertel Kazimierz empfehlenswert. Im Rahmen einer Führung berichtet man Ihnen gerne von den vielen Geheimnissen und Geschichten, die sich hinter den einzelnen Gebäuden verbergen. Bis heute kann man alte Synagogen, Friedhöfe und Reliefs mit jüdischer Mystik in dem Viertel finden. Die Gaststätten vor Ort bereiten vornehmlich jüdische Gerichte zu.

Südlich von Krakau: Berge und Natur entdecken

Im Süden begrenzen die Berge des Riesengebirges und der Hohen Tatra Polen. Nur wenige Minuten von Krakau entfernt können Sie z.B. ins eine Stunde entfernte Zakopane fahren und dort im Winter Skifahren. Die Sommermonate sind den Wanderern vorbehalten, die sich durch die dichten Nadel- und Laubwälder hindurch in luftige Höhen begeben. Den höchsten Berg Polens, die Schneekoppe, finden Sie im Riesengebirge. Sie bildet bei Jelenia Góra und Wałbrzych die Grenze zur Tschechischen Republik. Ambitionierte Wanderer und abenteuerlustige Reisende können die mehr als 1.600 m hohe Spitze erklimmen. Wenn Sie lieber entspannen und relaxen, besuchen Sie einfach eines der Kurbäder im Süden Polens, z.B. Długopole-Zdrój oder Szczyrk.

Entspannen an der Ostsee: Polnisches Meer und weite Strände

Die polnische Ostseeküste fasziniert mit ihren kilometerlangen Stränden und den zahlreichen Wellnesshotels, die Sie mit verschiedensten Anwendungen verwöhnen. Orte wie Kolberg, Swinemünde oder Sopot genießen diesbezüglich großes Renommee. Jeder Strand verfügt hier über eine erstklassige Infrastruktur: Liegen und Strandkörbe, Restaurants und kleine Imbissbuden, Rettungsschwimmer und Sportschulen sind zu finden. Darüber hinaus nimmt man Sie mit Segel- und Motorbooten mit zu Touren auf der Ostsee. In den Souvenirgeschäften vor Ort werden Schmuckstücke aus Bernstein verkauft – einem der wertvollsten Exportgüter aus der Region.

Hansekultur an der Ostsee: Die Stadt Danzig

Danzig wurde nach dem Zweiten Weltkrieg komplett wieder aufgebaut und erstrahlt heute im Glanz der alten Hansetage. Backsteinerne Kontore und giebelgeschmückte Bürgerhäuser säumen die kopfsteingepflasterten Altstadtgassen. Zu den bekanntesten Gebäuden zählen der Artushof und das Große Zeughaus. Die schönste Aussicht über Danzig genießen Sie vom Rechtstädtischen Rathausturm und von der Marienkirche aus. Letztere ist eines der Vermächtnisse des Deutschen Ordens. In der Haupthalle können bis zu 25.000 Menschen dem Gottesdienst beiwohnen, was das Gotteshaus zur größten Backsteinkirche der Welt macht. Zur Aussichtsplattform begeben Sie sich durch ein Gewirr an Gebälk im Dachstuhl – ein echtes Erlebnis für alle, die daran interessiert sind, wie solche Anlagen einst konstruiert worden sind.

Unweit des historischen Krantors am Rande der Altstadt legen in Danzig die Ausflugsschiffe in Richtung Ostsee ab. Über den Fluss Motława fahren Sie in die Weichsel ein und gelangen schließlich zur Halbinsel Westerplatte. Ein kurzer Spaziergang gewährt Ihnen einen herrlichen Blick auf die Dünen und die Kiefernbäume am Strand. Zudem lassen sich hier Denkmäler und Erinnerungsorte an den Beginn des Zweiten Weltkriegs auf der Westerplatte finden. Teil einer Bootstour sind darüber hinaus die Burganlage Weichselmünde und die Werften. Sie waren in den 80er Jahren Ausgangspunkt der antikommunistischen Revolutionsbewegung. Das Europäische Solidarność-Zentrum im Werftenviertel erinnert daran.

Südlich von Danzig: Marienburg und die Masuren

Nur eine Stunde mit dem Auto benötigt man von Danzig nach Malbork. Von der hiesigen Marienburg aus regierte im Mittelalter der Deutsche Orden über die Ostseeregionen. In dem größten Backsteinbau Europas können Sie die alten Rittersäle mit ihren prächtigen Gewölben und die Küchen, die Wachtürme und die Gräber der Hochmeister besichtigen. Ein weiteres Highlight ist das Bernsteinmuseum innerhalb der Anlage. Hier werden wertvolle Schatullen und andere Schmuckstücke aus dem versteinerten Harz ausgestellt.

In Malbork befinden Sie sich bereits am Tor zu den Masuren. Polens berühmte Seenplatte ist das perfekte Terrain zum Segeln, Rudern und Angeln. Die Orte Pisz, Ełk, Mrągowo und Olecko sind nur einige empfehlenswerte Destinationen in dieser Gegend. Sie liegen strategisch günstig an den Seen und offerieren Ihnen verschiedene Bootsverleihe und geführte Segeltörns. Mit dem Mamry und dem Śniardwy befinden sich Polens größte Seen in den Masuren.

Bräuche und Traditionen

Polen ist ein erzkatholisches Land, in dem Weihnachten und Ostern besonders wichtige Festtage sind. Speziell zum Osterfest haben sich viele Rituale etabliert, so z.B. die Prozession am Ostermontag. Bei den Spaziergängen durch die Innenstädte werden alle Passanten nach Lust und Laune mit Wasser bespritzt – aus Wasserpistolen, mit Schöpfkellen oder Wasserbeuteln. Am vorhergehenden Sonntag steht man früh auf und besucht die Osterandachten, bis das Osterfeuer entzündet wird. Nach Predigt und Gebet werden Feuerwerkskörper gezündet, es erklingen die Glocken und Orgelklang. Anschließend bricht man in der Familie das Fasten. Den gesamten Tag über wird viel und genussvoll gegessen. Rote-Beete-Salat, geräucherte Wurst, die Sauermehlsuppe Żurek und Lammfleisch sind die Klassiker zu Ostern.

Diese Gerichte können Sie natürlich auch das restliche Jahr über in Polens Restaurants bestellen. Eines der bekanntesten Gerichte des Landes ist der Bigos, ein sämiger Eintopf mit reichlich Fleisch, Pilzen und Weißkohl. Wer solche Aromen mag, sollte außerdem die Zrazy, die polnischen Rinderrouladen mit Speck und Salzgurken probieren.

Bewegte Geschichte: Ein Land zwischen den Welten

Polen war, wenn auch als Königreich, lange Zeit selbst eine mächtige Nation, die oft zum Spielball der großen Nationen in Europa wurde. Immer wieder kam es zu Teilungen des Landes, bei denen die Territorien an Russland, Österreich und Deutschland übergingen. Trotz dieser schmerzhaften Erfahrungen ist Polen ein sehr stolzes Land. Seine Könige hält es in Ehren und erinnert immer wieder an die europäische Bedeutung von Herrschern wie Jan Sobieski, welcher 1683 am Kahlenberg die Türken zurückschlug und somit zum Retter Wiens wurde.

Ein enger Austausch mit Deutschland fand in der Barockepoche statt, als der sächsische Kurfürst August der Starke zum König von Polen erkoren wurde. In diese Zeit fällt auch der Aufstieg der reichen Adelsfamilien wie der Potockis und der Czartoryskis. Sie bestimmten über viele Jahrhunderte die Geschicke Polens und haben dem Land bis heute wertvolle Kunstobjekte hinterlassen. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Zweite Republik gegründet – nach langen Jahren der Besatzung war der Staat wieder unabhängig und blieb es bis zum Einmarsch der deutschen und sowjetischen Armee 1939.

Darauf sollten Sie achten: ein kleiner Reiseknigge

Die Polen sind stolz auf ihre Geschichte und Nation. Wenn Sie mit den Einheimischen bei Bier und herzhaftem Essen debattieren, sollten Sie daher bei bestimmten Themen etwas Fingerspitzengefühl beweisen. Das betrifft z.B. die Nationalität des Astronomen Nikolaus Kopernikus, der für viele Polen als einer der ihren gilt. Jede Verherrlichung Russlands, der sowjetischen Geschichte oder des Kommunismus trifft ebenfalls auf Missgunst. Freunde können Sie sich dagegen machen, wenn Sie sich mit Details der Geschichte des königlichen Polens auskennen oder Gemeinsamkeiten zwischen Polen und Deutschen erwähnen. Ein paar Worte Polnisch schaden ebenfalls nicht: Mit „Dzień dobry“ oder „Cześć“ sagen Sie „Hallo“, mit „Proszę“ „Bitte“ und mit „Dziękuję“ „Danke“.

Beim Besuch von Kirchen sollten Sie in Polen unbedingt auf die Kleiderordnung achten. Schultern und Knie sind stets bedeckt zu halten. In Klöstern müssen Frauen teils auch einen Schal über dem Haupthaar tragen. Im Restaurant gibt man sich mittlerweile legerer als früher, trägt aber stilvolle Kleidung. Nach dem Essen hinterlassen Sie dem Personal in der Regel 10-15% Trinkgeld. Wenn Sie bei Polen nach Hause eingeladen werden, bringen Sie am besten kleine Gastgeschenke wie Wein, Schokolade und Blumen mit. Auf rote Rosen, Chrysanthemen, Lilien und Nelken sollten Sie jedoch verzichten. Eine gerade Anzahl an Blumen bringt im Aberglauben der Polen zudem Unglück. Nach Speis und Trank ist es üblich, Lobgesänge auf Koch oder Köchin anklingen zu lassen. Hierbei darf man ruhig überschwänglich werden.

In Polen ist es üblich, eine Viertelstunde später zu einem Treffen zu kommen. Bei der Begrüßung gibt man sich die Hand – bei Frauen warten Männer in der Regel ab, bis diese die Begrüßung initiieren. Wer sich näher kennt, umarmt und küsst sich auf die Wange. Titel haben in Polen einen hohen Wert und Akademiker werden mit diesen auch angesprochen.