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Zypern

Auf Zypern verbringen Sie Ihren Urlaub an weißen Stränden, entdecken antike Kultur und unternehmen abwechslungsreiche Streifzüge durch abgelegene Bergdörfer.

Überblick

Feinsandige Badebuchten und imposante Klippen, vor denen sich das tiefblaue Mittelmeer ausbreitet, machen Zypern zu einem Traumreiseziel. Bereits die alten Griechen schwärmten von der Insel und ließen in ihrer Mythologie die Schönheitsgöttin Aphrodite hier aus dem Gischt schäumenden Meer steigen. In Ihrem Urlaub auf Zypern überzeugen Sie sich selbst von der überwältigenden Natur im östlichen Mittelmeer.

Geografische Lage
Die Insel Zypern befindet sich im östlichen Mittelmeer und liegt knapp 70 km vom Türkischen Festland im Norden entfernt.

Größe
Zypern ist mit einer Fläche von ca. 9.251 km² die drittgrößte Insel im Mittelmeer.

Einwohnerzahl
Etwa 1,1 Mio. Menschen.

Sprache
Neben den offiziellen Amtssprachen Griechisch und Türkisch wird auf Zypern auch Zypriotisches Griechisch, Arabisch und Englisch gesprochen.

Flughafeninformationen
Zypern verfügt über drei Flughäfen – Larnaca (LCA), Ercan (ECN) und Paphos (PFO).

Reisepass/Visum
Für die Einreise nach Zypern genügt ein gültiger Reisepass. Visumspflicht gilt bei einem Aufenthalt über drei Monate.

Landesvorwahl
+357 (Republik Zypern); +90 392 (Türkische Republik Nordzypern)

Währung
Euro (Republik Zypern); Türkische Lira (Türkische Republik Nordzypern)

Kreditkarten
Mit VISA/MasterCard können Sie ganz unkompliziert an den Geldautomaten Bargeld abholen. Zahlen per Kreditkarte ist in Großstädten und Hotels üblich, darüber hinaus eher nicht.

Zeitzone
UTC+3, UTC+2 Winterzeit (nur Republik Zypern)

Die beste Reisezeit abpassen

Die Saison beginnt üblicherweise Mitte Mai. Dann liegen die Außentemperaturen bei etwa 28°C und die Niederschlagsrate sinkt allmählich auf null. Bis weit in den September hinein können Sie mit trockenem Klima rechnen. Zu Regenfällen kommt es faktisch kaum und das Thermometer zeigt maximal zwischen 30°C und 33°C an. Im Wasser herrschen zwischen Juni und Oktober 23°C bis 26°C. Selbst in der Zeit von November bis April lohnt sich ein Urlaub auf Zypern – dann aber mehr zum Wandern. Bei zwischen 8°C und 19°C sind die Voraussetzungen ideal, um die abwechslungsreiche Natur zu Fuß zu erkunden.

Antike Erbschaften und traumhafte Strandresorts: Was es auf Zypern zu entdecken gibt. Aphrodites Geburtsort: Paphos im Westen des Landes

In der kleinen Hafenstadt Paphos lassen sich Kulturgeschichte und Badeurlaub perfekt verbinden. Nur wenige Minuten außerhalb der Ortschaft können Sie die Klippen hinaufwandern und einen Blick auf den markanten Felsen werfen, an dem Aphrodite aus dem Meer gestiegen sein soll. Wie kaum eine andere Sehenswürdigkeit ist er heute das Wahrzeichen der Insel.

Daneben können Sie viele andere Attraktionen, z.B. die Königsgräber der Ptolomäer aus der Antike bewundern. Das Weltkulturerbe besticht mit seinen bestens erhaltenen Säulen und den wertvollen Keramik-Amphoren. Letztere werden heute vor allem im Archäologischen Museum von Paphos gezeigt. Aus späteren Epochen ist der Archäologische Park erhalten geblieben, in dem Sie die prächtigen römischen Villen mit ihren Bodenmosaiken zu Gesicht bekommen. Darüber hinaus sollten Sie einen Blick in das venezianische Kastell im Hafen werfen, welches mit seinem wuchtigen Mauerwerk die Skyline prägt. Im Rahmen von Führungen erfahren Sie mehr über die bewegte Vergangenheit der Anlage.

Die meisten Urlauber verbringen ihre Zeit in Paphos etwas außerhalb der Innenstadt an den Stränden von Pachyammos und Rikkos. Nur wenige Minuten von der Stadt entfernt, lohnen sich Touren durch den Nationalpark Akamas, der eine von Pinienhainen und abgelegenen Buchten geprägte Halbinsel einnimmt. Etwas näher sind die Naturreservate des Paphos-Waldes und der Avakas-Schlucht, zwei der schönsten Wandergebiete im Westen von Zypern.

Einige der besten Baderesorts Zyperns: Der Osten des Landes

Orte wie Trinity Beach, Sunrise Beach, Ayia Napa und Paralimni haben mittlerweile großes Renommee. Seit mehr als drei Jahrzehnten haben sich diese Gemeinden im Südosten zu erstklassigen Resorts mit weißen Stränden und großen Clubhotels entwickelt. Grund dafür sind auch die vielen familienfreundlichen Angebote vor Ort. Am Ayia Napa können Sie z.B. den WaterWorld Wasserpark besuchen und sich auf eine der spektakulären Rutschen begeben.

Wer etwas mehr Abenteuer sucht, unternimmt am besten eine Fahrradtour zum Kap Greco. Von Ayia Napa oder Protaras kommend, begeben Sie sich zunächst durch einen idyllischen Zypressenwald, bis sich Ihnen die weißen Kreideklippen an der Südostspitze der Insel eröffnen. Zu den beliebtesten Aussichtspunkten der Region gehört die Blaue Lagune. Zudem lassen sich bei Bootsausflügen die spektakulären Unterseehöhlen Zyperns besichtigen. Ein ebenfalls beliebter Segeltörn führt Urlauber in die Nähe der türkischen Grenze, von wo aus Sie die antike Stadt Famagusta am Horizont ausmachen können.

Die Hafenstädte im Süden: Larnaka und Limassol

Larnaka ist eine der wichtigsten Hafenstädte auf Zypern. Gleichzeitig verbringen hier viele Badeliebhaber ihren Urlaub an den feinsandigen, weißen Stränden. Insbesondere die Strandpromenade von Phinikoude ist eine beliebte Destination, von der aus Sie auch schnell in das Zentrum gelangen. Dort sind das Archäologische Museum und die griechisch-orthodoxe Agios-Lazaros-Kirche mit ihren prächtigen Ikonen sehenswert. An einem kleinen Salzsee im Süden Larnakas ist die Moschee Hala Sultan Tekke ein absolutes Muss. Das Bauwerk aus dem 19. Jahrhundert ist heute ein bedeutendes Heiligtum des Islams.

In Limassol zieht es Urlauber üblicherweise an die Strandpromenade abseits des Hafens, doch auch die vom britischen Militär genutzte Halbinsel Akrotiri und das Dörfchen Pissouri halten attraktive Küstenabschnitte bereit. Vorteil ist hier, dass Sie sich die Strände mit nur wenigen anderen Gästen teilen. Die Sehenswürdigkeit von Limassol schlechthin ist das mittelalterliche Kastell aus dem 13. Jahrhundert. Im Vorgängerbau wurde an dieser Stelle Richard Löwenherz mit Berengaria von Navarra verheiratet. Das Mittelaltermuseum im Inneren informiert Sie über diese und viele andere Erzählungen. Neben dieser Ausstellung können Sie hinter den wuchtigen Befestigungsmauern das Archäologische Museum besuchen, welches einen tieferen Blick in die antike Vergangenheit wirft. Im Anschluss genießen Sie einen regionalen Wein oder nehmen an den beliebten Weinfesten teil.

Geteilte Hauptstadt: Entdeckungen in Nikosia

Seit den 1970er-Jahren ist Nikosia eine geteilte Stadt. Sie können hier bis zu den Grenzanlagen vorfahren und im Museum des Nationalen Kampfes Exponate aus der Zeit des Unabhängigkeitskampfes und der Teilung der Insel in Augenschein nehmen. Eindrucksvoll sind darüber hinaus die historische Ikonensammlung im Palais des Erzbischofs und die prächtige Johannes-Kathedrale aus dem 17. Jahrhundert. Im nördlichen Teil sind es vor allem die uralten Moscheen wie die Selimiye Camii und die Karawanserei Büyük Han, die von besonderem Interesse sind. Einkaufen können Sie auf beiden Seiten der Grenze: im griechischen Nikosia sind die Ledrastraße und das Areal rund um das Famagusta-Tor Hotspots für Shops, Cafés und traditionelle Restaurants. Im Norden begeben Sie sich am besten auf den türkischen Markt.

Ab in die Berge: Romantische Abgeschiedenheit im Tróodos-Gebirge

Das Tróodos-Gebirge liegt an der Grenze der beiden Bezirke Limassol und Nikosia – und von beiden Städten etwa 80 km entfernt. Was Sie hier erwartet, sind vor allem dicht bewaldete Berghänge mit teils nur hier vorkommenden Arten, tiefe Schluchten und abgelegene Bergdörfer. Besuchen Sie die zwei Wasserfälle in Páno Plátres, das höchstgelegene Dorf des Gebirges Prodromos, oder kehren Sie in eine der gemütlichen Tavernen in der Region ein. Auf den Tisch kommen Lammspieße, Oliven und Fetakäse aus eigener Produktion. Von der UNESCO wurden in dieser Gegend die traditionellen Scheunendachkirchen zum Kulturerbe erklärt. Sehenswert sind außerdem die reich geschmückten Klöster von Kykkos und Trooditissa. Viele dieser Highlights können Sie auf Wanderwegen wie dem Artemis-, dem Atalante-, Kaledonia- oder Persephone-Trail erkunden.

Türkische Kultur im Norden Zyperns

Wenn Sie sich für die türkische Kultur auf Zypern interessieren, besuchen Sie am besten die Metropole Nikosia bzw. Lefkosia, wie Sie in dieser Region genannt wird. Beeindruckend sind hier vor allem die Selimiye-Moschee, die ursprünglich als christliche Kirche im 13. Jahrhundert gegründet wurde. Eben diese Mischung aus architektonischen Traditionen beider Religionen macht das Gebäude für einen Besuch so interessant. Ein absolutes Highlight ist darüber hinaus das Türkische Badehaus, das seit mehr als 400 Jahren seinen Gästen Wellness auf hohem Niveau bietet. Mehr über Traditionen dieser Art erfahren Sie im Haus des Dervisch Pascha, das heute als Ethnologisches Museum dient.

Die Natur Nordzyperns entdecken Sie bei Touren durch die Morphou-Bucht und hinauf zur langgezogenen Halbinsel Karpas. Nur 24.000 Menschen leben hier in den gerade einmal 40 Dörfern. Entsprechend bodenständig und traditionsbewusst geht es in dieser Gegend zu. Sie können Olivenöl und Wein direkt vom Produzenten kaufen und traumhafte Aussicht über die Felsen am Kap Apostolos Andreas bewundern. Je nach Jahreszeit lassen sich außerdem die Meeresschildkröten Caretta caretta bei der Eiablage beobachten. Am Horizont können Sie dabei die Berge von Kyrenia sich erheben und ein beeindruckendes Panorama zwischen Wasser, Strand und Gebirge erschaffen sehen.

Das zypriotische Brauchtum: Feste, Kulinarik und Kultur

Der griechisch-orthodoxe Glauben strukturiert den Festkalender des südlichen Zyperns. Oftmals werden regionale Prozessionen zu Ehren von Ortspatronen, aber auch Wein- und Blumenfeste organisiert. Am Abend findet man sich zu einem üppigen Festmahl zusammen und genießt Speis und Trank bei traditioneller Musik. Zu den wichtigsten kirchlichen Feierlichkeiten gehören auf Zypern Ostern und in geringerer Bedeutung der Heilige Abend. Darüber hinaus werden der griechische Unabhängigkeitstag als Befreiung von der türkischen Fremdherrschaft und der Tag des „Neins“ gegen die faschistische Vereinnahmung Griechenlands durch Benito Mussolini im Zweiten Weltkrieg gefeiert.

Im griechischen wie im türkischen Zypern prägen Grill- und Fleischgerichte die traditionelle Küche. Gyros bzw. Kebab sind so beliebte Speisen, die zu keiner Festmahlzeit fehlen dürfen. Dazu werden verschiedene Soßen wie Tsatsiki und Bauernsalate gereicht. An der Küste finden Sie des Weiteren eine breite Auswahl an Fisch- und Meeresspeisen. Zur Verdauung wird in der Regel der berühmte Anisschnaps Ouzo gereicht. Auf der Nordhälfte wird ein ähnliches Getränk, der Raki, gemischt mit Wasser getrunken.

Die bewegende Geschichte Zyperns

Die Besiedlung Zyperns beginnt bereits im 7. Jahrhundert v.Chr., eine Zeit, aus der nur noch wenige Funde erhalten geblieben sind. Deutlich mehr lässt sich heutzutage über die Zeit der Griechen und Römer auf der Insel sagen. Ihre Villen und Bodenmosaike, Amphitheater, Säulen und Tempel lassen sich in nahezu jeder Ortschaft finden. Archäologische Museen und Ausgrabungsstätten wissen von dieser Epoche einiges zu berichten.

Im Mittelalter kamen schließlich die Venezianer nach Zypern. Von ihnen stammen viele der wuchtigen Burgen und Festungen in Küstennähe. Speziell Kyrenia, Famagusta, Limassol und Paphos sind von diesen Bauwerken, aber auch von den einfallsreich gestalteten Hafenanlagen aus der damaligen Zeit, geprägt. Im 16. Jahrhundert kamen schließlich die Osmanen im Wechsel mit den Briten nach Zypern. Bis heute sehen die Engländer die Insel als eine wichtige Einflusssphäre und verfügen seit der Teilung in den 1970er-Jahren über gleich zwei größere Stützpunkte. Erst 1960 wurde Zypern offiziell vom britischen Empire unabhängig. Knapp 14 Jahre darauf marschierte die türkische Armee im Norden ein und beansprucht diese Hälfte seither für sich.

Worauf Sie in Ihrem Urlaub achten sollten: ein kleiner Reiseknigge

Religion spielt in beiden Hälften Zyperns eine wichtige Rolle. Wenn Sie im Süden ein Kloster besuchen möchten, sollten Sie entsprechend auf angemessene Kleidung achten. Knie und Schultern gehören bei Männern wie Frauen bedeckt. In vielen Fällen sind außerdem die Haare weiblicher Besucher durch ein Tuch zu bedecken. Noch strenger sind diesbezüglich die Regeln in den türkischen Moscheen. Bisweilen liegen am Eingang der Gotteshäuser Kopftücher zur Leihe aus. Auf Nummer sicher gehen Sie dennoch, wenn Sie stets einen Schal oder ähnliches dabei haben. Eine weitere Besonderheit ist der Ramadan im Norden. In dieser Fastenzeit essen tiefgläubige Muslime nur nach Einbruch der Dunkelheit. Alkohol wird oft gar nicht ausgeschenkt. Nichtgläubige Besucher sind dazu angehalten, diese Traditionen zu respektieren.

Auf der gesamten Insel steht gepflegte Kleidung für Respekt und Höflichkeit. Dennoch drücken viele der Einheimischen gerade in den großen Urlauberresorts ein Auge zu, wenn sie Besucher mit Badehose im Restaurant sehen. Für das feine Dinner am Abend, aber auch eine lockere Festlichkeit mit griechischem Gesang, sind dennoch Stil und nicht zu viel nackte Haut gefragt. Als Grundregel gilt: je ländlicher die Gegend, desto konservativer der Kleidungsstil. An den Stränden sind FKK und Oben-ohne-Baden meist ein Tabu, auch wenn es einige wenige ausgeschilderte Abschnitte für Urlauber gibt.

Die Teilung Zyperns ist bis heute ein heikles Thema, insbesondere im Süden des Landes. Wenn Sie mit den Einheimischen ins Gespräch kommen, sollten Sie zunächst ausloten, welche Einstellung die jeweilige Person vertritt. In vielen Fällen sind die griechischen Zyprioten stolz auf ihr Land, die griechische Sprache und den orthodoxen Glauben. Entsprechend kritisch kann es sein, wenn man seine Pläne für einen Ausflug nach Nordzypern freiheraus offenbart.

Im Restaurant wird meist reichlich aufgetischt. Zu den mehrgängigen Menüs gibt es stets Ouzo, den Sie aber, sofern Sie keinen Alkohol wünschen, natürlich auch ablehnen können. Das Trinkgeld ist im Rechnungspreis inbegriffen. Trotzdem können Sie etwas Wechselgeld auf dem Tisch liegen lassen.