ALDI Reisen
Jetzt Traumreise finden!

Myanmar

In Ihrem Urlaub in Myanmar lernen Sie eine sehr unverfälschte asiatische Kultur kennen. Prägend ist der Buddhismus, dessen Stupas Städte und Dörfer schmücken.

Überblick

Erst seit gut einem Jahrzehnt öffnet sich Myanmar, das einstige Burma, allmählich für westliche Besucher. Durch die lange Isolation bleibt das Land bis heute von äußeren Einflüssen nahezu unberührt. In Ihrem Urlaub in Myanmar tauchen Sie entsprechend in eine geheimnisvolle fernöstliche Welt ein, durch welche die Einheimischen mit von Betelnüssen rot gefärbten Zähnen und gelb-weißer Thanaka-Paste im Gesicht spazieren und regelmäßig die prunkvollen buddhistischen Tempel zum Gebet aufsuchen.

Geografische Lage
Myanmar liegt in Südostasien. Es grenzt im Westen an Bangladesch und Indien, im Osten an Thailand und Laos und im Norden an China.
 
Größe
Insgesamt verfügt Myanmar über ein Territorium, das ca. 676.000 km² groß ist.
 
Einwohnerzahl
Es leben etwa 51 Mio. Menschen im Land.
 
Sprache
Die offizielle Amtssprache ist Birmanisch, eine Ausprägung des sinotibetischen Sprachzweigs.
 
Flughafeninformationen
Der größte Flughafen befindet sich in Rangun (RGN). Daneben gibt es auch in Mandalay (MDL) einen internationalen Flughafen.
 
Reisepass/Visum
Für die Einreise benötigen Sie ein Visum, das Sie rechtzeitig vorher beantragen sollten. Voraussetzung ist ein mindestens sechs Monate über die Reise hinaus gültiger Pass.
 
Landesvorwahl
+95
 
Währung
Kyat
 
Kreditkarten
In einigen Läden, Hotels und an Geldautomaten können Sie Kredit- und EC-Karten nutzen. Dennoch ist es sinnvoll, eine größere Menge Bargeld mitzunehmen.
 
Zeitzone
UTC+6:30

Dieses Wetter erwartet Sie in Myanmar

In Myanmar erwartet Sie zu großen Teilen tropisches Klima. Von November bis Februar bleibt das Wetter bei Temperaturen um die 30°C und kaum Niederschlag meist angenehm. Von März bis April ist es mit oftmals über 35°C sehr heiß und die ersten Regenfälle setzen ein. Ab Mai beginnt dann die Regenzeit. Bis Oktober kommt es täglich zu heftigen Schauern. Abseits der Küste ist es durchschnittlich etwas trockener. Im Hochland an der Grenze zu China herrschen subtropische, je nach Höhenlage auch alpine Verhältnisse.

Das Tor nach Myanmar: Die Metropole Rangun

Rangun ist mit mehr als 5 Mio. Einwohnern die größte Stadt in Myanmar und war bis 2005 auch das politische Zentrum des Landes. Die Metropole liegt unweit des Golfes von Bengalen und eignet sich daher auch als Ausgangspunkt für Touren ans Meer, z.B. ins abgeschiedene Chaungtha oder nach Ngwe Saung. Im Zentrum können Sie einige der bedeutendsten Tempel Myanmars bewundern. Ein absolutes Muss ist der Besuch der Shwedagon-Pagode, dem religiösen Zentrum des Landes. Der große Stupa, ein kegelförmiges Heiligtum, ist etwa 99 m hoch und wird von etwa 60 weiteren Stupas eingerahmt. Allein das Blattgold an der Fassade wird auf ein Gewicht von 60 Tonnen geschätzt. An der Spitze befindet sich ein Diamant. Wenn Sie Burmesen nach dem Alter der Pagode fragen, werden Sie Ihnen meist dieselbe Antwort geben: mehr als 2.500 Jahre – so alt wie Buddha.

Neben der Shwedagon-Pagode sind weitere Tempel wie Sule und Botahtaung sehenswert. Sie bilden wichtige Eckpunkte auf einem Rundgang durch Rangun. Auf diesem werden Sie auch die britische Kolonialarchitektur entdecken. Reich verzierte Geschäftshäuser mit dekorativen Entlehnungen aus der indischen Baukunst prägen Rangun bis heute. Vor dieser Kulisse werden Sie fast täglich die buddhistischen Mönche auf ihren Bettelmärschen durch die Stadt laufen und um Gaben bitten sehen. Neben Buddha-Tempeln können Sie auch viele Moscheen, eine Synagoge und chinesische sowie hinduistische Anlagen entdecken.

Burmas neue Hauptstadt: Spaziergang durch Naypyidaw

Naypyidaw wurde bis 2005 als Planstadt fertiggestellt und erhielt erst im Jahr darauf seinen offiziellen Namen. Dieser kann in etwa als „Sitz der Könige“ übersetzt werden. Selbstverständlich sind hier auch viele Repräsentativbauten entstanden, z.B. das imposante Parlamentsgebäude, zu dem ein 20-spuriger Highway hinaufführt. Eindrucksvoll sind außerdem die Monumentalstatuen, welche die burmesischen Könige Anawrahta, Bayinnaung und Alaungpaya darstellen. Die drei Herrscher gelten als die wichtigsten Persönlichkeiten der Landesgeschichte. In der Uppatasanti-Pagode können Sie den konservierten Zahn des Buddhas betrachten. Auch außerhalb von Naypyidaw gibt es einiges zu sehen. So können Sie die grünen Berghänge der Gebirge Bago und Schan besuchen oder sich am Ngalaik-Damm in einem Baderesort von Rutschen und andere Attraktionen begeistern lassen.

Oft besungen: Mandalay als Zentrum burmesischer Kultur

In einem seiner vielen Gedichte schwärmte der britische Schriftsteller Rudyard Kipling überschwänglich von Mandalay, seiner alten Pagode, den Ufern des Irrawaddy-Flusses und den wunderschönen Mädchen der Stadt. Seither gilt Mandalay für die westliche Kultur als einer der Sehnsuchtsorte in Südostasien. Wer Mandalay besucht, ist verblüfft ob der exotischen Kulisse und der Heiligtümer. Die Anlage von Maha Myat Muni Paya ist die zweitwichtigste Pilgerstätte in Myanmar. Es handelt sich hierbei um eine etwa 4 m hohe Buddha-Skulptur, die von den Besuchern mit Blattgold verziert werden darf. Nutzen Sie Ihren Aufenthalt in Mandalay unbedingt, um den 230 m hohen Mandalay-Hügel hinaufzusteigen. Auf dem Weg nach oben begegnen Sie mehreren buddhistischen Klöstern und Tempeln. Besonders beliebt ist dieses Panorama bei Sonnenuntergang. Dann erscheinen im rötlich gefärbten Himmel die Silhouetten der Mönche, die bereitwillig mit Besuchern über ihren Glauben sprechen.

Wenn Sie eines der Klöster besuchen möchten, ist der „goldene Palast“ Shwenandaw eine gute Wahl. Die gesamte Anlage wurde aus Teakholz gefertigt und fasziniert ob ihrer aufwendigen Gravuren und Reliefs. Ursprünglich gehörte das Kloster zum königlichen Palast und ist das einzige Bauwerk, welches nach dem Zweiten Weltkrieg erhalten geblieben ist. Am Fuße des Mandalay-Hügels können Sie des Weiteren den Kuthodaw-Tempel besuchen, welcher das größte Buch der Welt beherbergt. Auch dieses Gebäude wurde bereits unter den Königen Burmas errichtet und verfügt über mehr als 700 weiß verputzte Stupas. Der eigentliche Königspalast ist in seiner heutigen Form eine Rekonstruktion. Dennoch können Sie sich bei einem Rundgang lebhaft vorstellen, wie der Alltag im königlichen Burma vor mehr als 100 Jahren ausgesehen hat. Die geschwungenen Dächer, die prächtigen Pavillons und der Thronsaal von König Mindon Min sind die Highlights. Im westlichen Teil des Palastes ist ein Museum untergebracht, in dem originale Kleidungsstücke, rituelle Gegenstände und seltene Fotografien ausgestellt werden.

Wer Lust hat, kann auch Touren in die Umgebung unternehmen – z.B. mit dem Boot nach Mingun. Auch hier sind es die prächtigen Tempelanlagen, welche zu einem Ausflug verlocken. Etwa 60 km entfernt ist der Wasserfall Dee Dok, wo sich vor allem am Wochenende die Bewohner Mandalays zum Baden treffen. In dieser Gegend werden Sie nur selten westliche Urlauber antreffen und können ein Bad im natürlichen Swimmingpool unterhalb des Wasserfalls genießen. Auf dem Irrawaddy-Fluss lassen sich zudem Bootstouren unternehmen. Auf dem Weg können Sie den Inle-See entdecken, auf dem die schwimmenden Dörfer und Gärten sehenswert sind.

Bagan: Tempel so weit das Auge reicht

In Bagan im Norden Myanmars können Sie einige der ältesten Pagoden des Landes bewundern. Viele von ihnen stammen aus dem 11. und 12. Jahrhundert. Mit ihren markanten steinernen Stupas sind sie stadtbildprägend. Die Hauptattraktion von Bagan ist der Tempel Ananda, der zwischen 1091 und 1105 errichtet wurde. Der Stupa ist stark von der indischen Bautechnik inspiriert. An den Außenwänden sind die Terrakotta-Kacheln ein Blickfang. Sie bilden verschiedene Szenen aus der buddhistischen Jataka-Geschichte ab. Nach einem verheerenden Erdbeben in den 1970er Jahren, sind einige der Pagoden Bagans eingestürzt bzw. wurden schwer beschädigt. Bei einem Spaziergang durch das Ruinenfeld bietet sich Ihnen ein außergewöhnlicher Anblick, insbesondere, wenn die Dämmerung Einzug hält. Viele der zerstörten Tempel werden mittlerweile Schritt für Schritt wiederaufgebaut.

Tausende Buddha-Figuren in den Höhlen um Pindaya

Pindaya ist ein wahrlich mystischer Ort. Tief in den Höhlen unweit der Stadt wandeln Sie durch düstere Räume, in denen sich goldverzierte Stupas und mehr als 8.000 Buddha-Figuren befinden. Über eine Treppenanlage erreichen Sie den Eingang zu dem Höhlensystem im Hügel Shwe U Min. Eine weitere Sehenswürdigkeit in der Nähe sind die Höhlen Padah Lin, wo zahlreiche Felszeichnungen über den Alltag der Menschen vor Tausenden von Jahren berichten.

Tauchparadies in der Andamanensee: Das Mergui-Archipel

Die Mergui-Inseln waren die ersten Orte, die Myanmar für Urlauber aus dem Ausland freigegeben hat. Unberührte Korallenriffe und tropische Fischschwärme machen die Region zu einem wahren Tauchparadies. Auf den Eilanden gibt es mehrere Diving-Zentren und professionelle Surfschulen. Beliebt sind außerdem Touren zum Hochseefischen. Viele dieser Ausflüge werden von den Moken, den burmesischen Seenomaden, organisiert. Auf solchen Trips erhalten Sie einen bleibenden und vor allem authentischen Eindruck vom Leben dieses Volkes.

Ein Stück unberührte Kultur in Asien

Viele Besucher Myanmars sind in ihrem Urlaub verblüfft von der bodenständigen Kultur des Landes. Anders als viele andere Staaten in Südostasien, war das Land bis vor nicht allzu langer Zeit vom Westen abgeschottet und hat sich daher weitgehend unabhängig von dessen Einflüssen entwickelt. Dabei sind es längst nicht nur die Burmesen, die die regionale Kultur prägen. Über 135 Ethnien und mehr als 100 Sprachen gibt es in Myanmar. Was Ihnen sofort auffallen wird, sind die rötlichen Zähne, die sich vom Kauen der Betelnuss verfärben. Diese gilt als wichtigstes Genussmittel in Burma und hat eine energiespendende Wirkung ähnlich der von Koffein. Viele Burmesen tragen zudem die gelbliche Thanaka-Paste im Gesicht. Diese wird aus Baumrinden gewonnen und schützt vor Sonne wie vor Mücken. Wenn Sie in Ihrem Urlaub in Myanmar die landestypische Kulinarik kennenlernen möchten, sollte die Suppe Mohinga Ihre erste Wahl sein. Zubereitet wird sie mit Fisch, Reisnudeln, Ingwer, Zitronengras und Linsen.

Kolonialzeit, Militärregime und Buddhismus: Burmas Geschichte

Das erste Königreich Burma wurde im 11. Jahrhundert unter König Anawrahta gegründet. Bis weit ins 19. Jahrhundert blieben die Herrscher unabhängig, bis schließlich Großbritannien als Kolonialmacht die Kontrolle über das Land übernahm. Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Besetzung durch Japan wurde Burma 1948 ein eigenständiger demokratischer Staat. Ab 1962 übernahm eine Militärjunta die Führung des Landes und setzte auf strikte Abschottung vom Westen. Auch die weitgehend freie Wahl der späteren Nobelpreisträgerin und Friedensaktivisten Aung San Suu Kyi zur Präsidentin wurde 1990 vom Regime nicht anerkannt. Nach ihrem jahrelangen Hausarrest wurde sie 2010 erstmals zu den Parlamentswahlen zugelassen und 2015 nominelles Staatsoberhaupt, auch wenn das Militär weiterhin die politischen Geschicke des Landes gestaltet. Myanmar befindet sich somit an einer Zeitenwende, einem schrittweisen Übergang von einem diktatorischen zu einem zunehmend demokratischen System.

Respektvolles Verhalten ist das A und O

Respektvolles Auftreten, ruhige Sprache und Zurückhaltung werden in der buddhistischen Kultur sehr geschätzt. Wer sich ausgeglichen präsentiert, zeigt, dass er ein harmonischer, friedvoller Mensch ist und, dass seine geistige Balance stimmt. Gefühle werden daher oft zurückgehalten. Anstatt sich über etwas aufzuregen, lächelt man eher, um sein Gesicht zu wahren. Vor dem Betreten von Tempeln, Geschäften, Restaurants und Wohnhäusern werden stets die Schuhe ausgezogen. Man geht barfuß ins Innere der Gebäude. An religiösen Stätten sollte man außerdem knöchellange Hosen tragen und die Schultern bedecken. Gegessen wird in der Regel im Schneidersitz auf dem Boden. Mit den Fingerspitzen nimmt man in der Regel Reis auf und tunkt diesen in Eintöpfe und andere Gerichte. Zunehmend wird aber auch mit Messer, Gabel und Stäbchen gegessen. Im Restaurant erwarten die Bedienungen eigentlich kein Trinkgeld, es ist dennoch angemessen, dem Personal einen kleinen Obolus zu hinterlassen. Bei der Begrüßung gibt man sich in keinem Fall die Hand. Üblich ist eine kurze Verbeugung mit einem Lächeln auf dem Gesicht. Hierdurch zeugt man seinem Gegenüber Respekt. Auch wenn Sie mit Ihrem Lebenspartner in Myanmar unterwegs sind, sollten Sie von Berührungen absehen. Zwar wird Sie kaum jemand kritisieren, wenn Sie auf der Straße Hand in Hand gehen. Dennoch fallen den Burmesen solche Gesten sehr unangenehm auf. Wenn Sie fotografieren möchten, sollten Sie die Personen, die Sie abbilden möchten, vorher fragen. In den meisten Fällen sollte dies kein Problem sein. Ausnahmen bilden vor allem uniformierte Personen und militärische Anlagen. Selbiges gilt bisweilen für abgelegene Dörfer, die bisher nur wenig Kontakt zur westlichen Kultur hatten. Tauschen Sie sich daher besser über kulturelle Aspekte, den persönlichen Alltag und die Natur aus.